Beitrag vom 18.10.2008 - 09:37 Uhr
Moin,
sorry, Du hast missverstanden, oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt.
Du schriebst....
[quote]Der AP2 ist im übrigen die ganze Zeit verfügbar gewesen, denn die ADIRU 2 und FMGEC 2 (Prim2) waren ja in Ordnung.[/quote]
dass meinte ich, "wenn der AP2 (Ich benannte den fälschlicherweise als Sec.), die ganze Zeit verfügbar gewesen ist, und es nur daran lag das man den nicht eingeschaltet hat dann sollte Airbus hier in der Software selbst das Umschalten der APs vorsehen, das heißt das der "pressend" Master (Prim1) erkennt das FMGEC2 zusammen mit ADIUR2 (Prim2) den Normal Law mit richtigeren Daten bieten kann, entweder AP2 Butten blinkend um das den Piloten zu zeigen und anzubieten, oder gar selbständig umschaltend und dann die Meldung anzeigend, das AP1 abgeschaltet wurde wegen Fehlern, um die man sich jetzt in Ruhe kümmern kann.
Ich bin voll im Bilde,
>FCOM A330 1.22.10 REV12 P6< :wink:
Ich würde sogar noch weiter gehen, man müsste einen
>Patrol-Master< die Route Flugplan Wetter Satelliten Daten schon im vorweg berechnen lassen sodass wenn alle Stricke reißen man mit simulierten Daten ein Stück weit weiter fliegen kann.
Das kann in der MainBay ein separates Modul übernehmen, dass in absehbarer Zeit sowieso für Automatische ATFC (AirTraficFlightControl) managed Flights gebraucht wird.
Gruß :D
Beitrag vom 18.10.2008 - 11:58 Uhr
Beitrag vom 19.10.2008 - 23:03 Uhr
Hi Oldfly1
danke fuer die Begruessung hier im Forum.
Ich weiss nicht, ob die VLF Theorie inzwischen noch tragbar ist oder ob
schon was anderes gefunden wurde.
Mit einem Testflieger im fraglichen Gebiet Daten zu sammeln waere auf jeden
Fall aufschlussreich.
Und warum das nicht auch schon in Maine passiert ist, weiss ich auch nicht -
andere Wellenausbreitungsbedingungen?
Gibts schon eine Antwort auf meine Frage nach dem Abschirmmaterial bei den
ARINC 429 Leitungen zum ADIRU?
Ein paar interessante technische Details:
Bei der Naval Computer and Telecommunications Station Cutler, Maine hatte
das Gesundheitsministerium Magnetfeldstaerken bis zu 10 micro Tesla am Boden
unter einer der Antennen gemessen.
http://www.cdc.gov/niosh/hhe/reports/pdfs/2001-0153-2994.pdf
Wenn ich nicht ganz falsch liege, induzieren 10 micro Tesla bei dieser
Frequenz etwa 1,2V pro Quadratmeter Leitungsringflaeche.
VLF breitet sich wie in einem Hohlleiter aus, in dem die Erde und die
Ionosphaere die Begrenzungsflaechen darstellen. Die Abschwaechung der
elektrischen und magnetischen Wellenkomponenten ist niedrig, nur 2 bis 3 dB
pro 1000 km Entfernung.
Ich gehe davon aus, dass auf Flugzeuge in der Gegend der Sendeanlage in
Exmouth aehnliche Magnetfeldstaerken einwirken.
Ein Blick auf das Datenblatt eines moeglichen Kandidaten fuer einen ARINC
429 Line Receivers DEI3283 (Device Engineering Incorporated) zeigt eine
maximale common mode Spannung von ±13 V. Eine Ringantenne von 11
Quadratmetern Ringflaeche gaebe schon Grund zur Besorgnis. Ausserhalb der
maximalen common mode Spannung werden die Eingangssignale am Line Receiver
nicht mehr richtig interpretiert.
Unguenstig gefuehrte Erdungspunkte bei der elektrischen Abschirmung der
ARINC 429 Leitung (earth loop) koennten wie eine Ringantenne wirken.
Dazu muesste man wissen, wie lang die geschirmten Leitungen sind und wo der
Schirm geerdet ist. Auch die Geometrie der Erdungspunkte der Elektronik an
beiden Enden spielt eine Rolle.
Und noch was: die Eingangssignalanstiegs und Abfallzeiten muessen im Bereich
von 0,5 und 2 Mikrosekunden liegen. Eine ueberlagerte Stoerspannung von 19,8
kHz kann die Impulsflanken aus dem vorgegebenen Zeitrahmen druecken.
Vielleicht denkt man ja bei Honeywell auch so aehnlich.
Beitrag vom 22.10.2008 - 13:06 Uhr
Moin,
@SDFlight, der Punkt ist das es da einiges gibt was manchmal nicht erkannt wird, das die Leitung der geforderten Qualität entspricht wird nicht beanstandet sondern was mit der passiert und da fängt die hohe Kunst an, und es gibt einige Hersteller die haben in ihren Schnittstellen schon Probleme mit der Abschirmung.
@Wombat, Kabel mit MU-Metalschirmungsschutz werden nur auf Kundenwunsch hergestellt, und finden eigentlich nur Verwendung in Zonen wo starke Magnetfelder herrschen, es wurde bis jetzt noch keine Kabel-Forschung mit VLF durch geführt, somit dürfte klar sein das diese Metalle bis jetzt nicht verwendet werden.
Was ich aber herausfinden konnte ist dass zur Zeit umfangreiche Arbeiten am GPS Netzwerk stattfinden und das auch intensive Funkkommunikationen mit Satelliten und dem Habbleteleskop in der Zeit stattgefunden haben in der in Frage kommenden Zeit, und die Station in Australien ist einer der die am intensivsten genutzt werden dafür sagte man.
Mich interessiert es nur am Rande, weil die Technologie die ich für meinen Luft und Raum Jet verwenden werde etwas unanfälliger und vorteilhafter konstruiert ist, diese Technik die da von Honywell etc. angeboten wird stammt noch aus den 70igern.
Hier gibt es viel zu tun für Hard. Software- Entwickler und Ing.
Gruß
P.S. Ohne Aufzeichnungen des FDR kann man nur noch weiter spekulieren.
Edit: Sorry, habe das wohl mit
>diesem< diesem verwechselt....
Beitrag vom 22.10.2008 - 17:51 Uhr
Geehrter Oldfly1,
bei allem Respekt vor Deiner umfassenden Kreativität..., aber DAS kannst Du
diesem großen Wissenschaftler bitte nicht antun...:oops:
mfg n
.
Beitrag vom 31.10.2008 - 07:59 Uhr
Wie reagiert eingentlich der Autopilot auf einen Hardwaredefekt- ich dachte es laufen zwei Computer unabhängig voneinander?