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Beitrag vom 29.11.2022 - 08:29 Uhr
UserAngros
User (592 Beiträge)
Auch hier gibt es zahlreiche Beispiele. Die meisten noch mit einem "Notfallfahrer", aber in Frankreich beispielsweise gibt es die ersten komplett autonomen Systeme.
Der Fortschritt ist da... da können sich Sie dem noch so sehr entgegen stellen. Aufhalten werden Sie ihn nicht. Auch wenn Sie ihn scheinbar nicht mitbekommen (wollen). Anders kann ich mir das gerade bei dem Unwissen über die Bahnen kaum vorstellen.

Entschuldigen Sie bitte, dass ich in der Eisenbahnbranche nicht so informiert bin wie in der Luftfahrtbranche. Sonst würde ich ja nicht fragen. Ich habe auch nie behauptet, dass ich den Fortschritt aufhalten könne oder dass ich mich dagegen stelle.

z.B.London gibt es seit 2012 einen ganzen, selbstständigen Streckenbereich (also nicht nur eine Linie, mit Weichen, Umsteiger, vielen Stationen und allem pipapo (eine Linie fährt sogar zum City Airport!), wo die Züge komplett Fahrerlos unterwegs sind.
Sind auch meistens voll - stört offensichtlich keine Nutzer. Meinen Gatten und mich hat es auch nicht 'verängstigt', jedoch die technische Umsetzung fand ich als alter Maschinenbauingenieur höchst interessant.



Inwiefern lässt sich bitte ein Nahverkehrszug technisch mit einem Flug vergleichen, wenn es um autonomes fahren/fliegen geht?
Beitrag vom 29.11.2022 - 08:45 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (1277 Beiträge)
Auch hier gibt es zahlreiche Beispiele. Die meisten noch mit einem "Notfallfahrer", aber in Frankreich beispielsweise gibt es die ersten komplett autonomen Systeme.
Der Fortschritt ist da... da können sich Sie dem noch so sehr entgegen stellen. Aufhalten werden Sie ihn nicht. Auch wenn Sie ihn scheinbar nicht mitbekommen (wollen). Anders kann ich mir das gerade bei dem Unwissen über die Bahnen kaum vorstellen.

Entschuldigen Sie bitte, dass ich in der Eisenbahnbranche nicht so informiert bin wie in der Luftfahrtbranche. Sonst würde ich ja nicht fragen. Ich habe auch nie behauptet, dass ich den Fortschritt aufhalten könne oder dass ich mich dagegen stelle.

z.B.London gibt es seit 2012 einen ganzen, selbstständigen Streckenbereich (also nicht nur eine Linie, mit Weichen, Umsteiger, vielen Stationen und allem pipapo (eine Linie fährt sogar zum City Airport!), wo die Züge komplett Fahrerlos unterwegs sind.
Sind auch meistens voll - stört offensichtlich keine Nutzer. Meinen Gatten und mich hat es auch nicht 'verängstigt', jedoch die technische Umsetzung fand ich als alter Maschinenbauingenieur höchst interessant.



Inwiefern lässt sich bitte ein Nahverkehrszug technisch mit einem Flug vergleichen, wenn es um autonomes fahren/fliegen geht?

Sie sollten die ganze Diskussion folgen... Es ging nicht darum, dass die technische Umsetzung vergleichbar ist, sondern darum, dass sowas durchaus möglich ist und vor allem dann auch von den Fahrgästen angenommen wird.
Das Fliegen komplexer ist, streiten hier glaube ich keiner ab. Aber deswegen ist es beim schienengebundenen Verkehr ja heute auch schon möglich und beim Fliegen nicht. Heißt aber nicht, dass es in Zukunft nie möglich sein wird und dann eben auch angenommen werden würde.
Beitrag vom 29.11.2022 - 13:01 Uhr
UserKate Austen
User (544 Beiträge)
siehe hier
 https://www.aero.de/news-43999/Kapitaen-kollabiert-im-Cockpit.html
Beitrag vom 29.11.2022 - 22:34 Uhr
Usernighthawk
EDDF
User (321 Beiträge)
Eines der wichtigsten Prinzipien in der Fliegerei heißt Redundanz. Nur einen Piloten einzusetzen, verletzt dieses Prinzip. Manche Situationen lassen sich nur im Rahmen von CRM optimal lösen, wenn es drauf ankommt (siehe Qantas-Beinahekatastrophe mit dem uncontained failure am A380-Triebwerk, wo 5 (!) Piloten alle Hände voll zu tun hatten, die Passagiere heil zu Boden zu bringen).
Rein technisch sehe ich keinerlei Probleme, aber wenn ein Pilot ein wesentlicher Teil des Systems Flugzeug bleiben soll, muss er redundant ausgelegt sein. Alles andere wäre aus Sicherheitsgründen vollkommen inakzeptabel.
Anders ausgedrückt: unter normalen Bedingungen könnte ein Flugzeug auch komplett ohne Pilot fliegen, aber wenn es drauf ankommt, braucht man zwei. Und da dieser Fall jederzeit eintreten kann, erübrigt sich der Ein-Piloten-Betrieb großer Airliner.
Beitrag vom 29.11.2022 - 22:41 Uhr
User2heavy4u
User (54 Beiträge)
noch selber erlebt im 744 cockpit: verzweifelte ex 742 Kapitäne die es nicht fassen konnten, dass nunmehr EIN mann (frauen waren damals noch höchst unerwünscht) nur neben ihnen sitzt, der den Flugingenieur, Navigator UND Funker ersetzt.....
vor allem solch nette zeitgenossen, die noch dazu eine eigene Auffassung von CRM hatten.......

Diese Charaktere konnten es bestimmt auch nicht fassen, dass man mit zwei statt drei / vier Triebwerken den Atlantik / Pazifik überqueren kann. Ihrer Logik nach gibt es also bald ETOPS mit einem Triebwerk und irgendwann dann ganz ohne Triebwerk.
Wieder Kosten gespart und nebenbei noch CO2 Neutralität erreicht! WIN-WIN
Beitrag vom 29.11.2022 - 22:43 Uhr
UserEricM
User (4407 Beiträge)
Ihrer Logik nach gibt es also bald ETOPS mit einem Triebwerk und irgendwann dann ganz ohne Triebwerk.

 https://xkcd.com/605

:)
Beitrag vom 30.11.2022 - 07:43 Uhr
UserDaedalos1504
User (250 Beiträge)
noch selber erlebt im 744 cockpit: verzweifelte ex 742 Kapitäne die es nicht fassen konnten, dass nunmehr EIN mann (frauen waren damals noch höchst unerwünscht) nur neben ihnen sitzt, der den Flugingenieur, Navigator UND Funker ersetzt.....
vor allem solch nette zeitgenossen, die noch dazu eine eigene Auffassung von CRM hatten.......

Diese Charaktere konnten es bestimmt auch nicht fassen, dass man mit zwei statt drei / vier Triebwerken den Atlantik / Pazifik überqueren kann. Ihrer Logik nach gibt es also bald ETOPS mit einem Triebwerk und irgendwann dann ganz ohne Triebwerk.
Wieder Kosten gespart und nebenbei noch CO2 Neutralität erreicht! WIN-WIN

Sie machen einen wesentlichen Denkfehler. Einen Antrieb und eine Steuerung wird man immer benötigen, letzteres muss nicht zwingend ein Pilot im herkömmlichen Sinn sein.
Beitrag vom 01.12.2022 - 00:48 Uhr
User2heavy4u
User (54 Beiträge)
noch selber erlebt im 744 cockpit: verzweifelte ex 742 Kapitäne die es nicht fassen konnten, dass nunmehr EIN mann (frauen waren damals noch höchst unerwünscht) nur neben ihnen sitzt, der den Flugingenieur, Navigator UND Funker ersetzt.....
vor allem solch nette zeitgenossen, die noch dazu eine eigene Auffassung von CRM hatten.......

Diese Charaktere konnten es bestimmt auch nicht fassen, dass man mit zwei statt drei / vier Triebwerken den Atlantik / Pazifik überqueren kann. Ihrer Logik nach gibt es also bald ETOPS mit einem Triebwerk und irgendwann dann ganz ohne Triebwerk.
Wieder Kosten gespart und nebenbei noch CO2 Neutralität erreicht! WIN-WIN

Sie machen einen wesentlichen Denkfehler. Einen Antrieb und eine Steuerung wird man immer benötigen, letzteres muss nicht zwingend ein Pilot im herkömmlichen Sinn sein.

Korrekt. Aber wie hier schon mehrfach sinnigerweise erwähnt: Entweder zwei Piloten oder gar keiner. Widerspricht sonst dem Grundpfeiler der Luftfahrt, alle überlebenswichtigen Systeme redundant auszulegen
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