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Beitrag vom 26.08.2024 - 11:00 Uhr
UserAngros
User (912 Beiträge)

Sie glauben bei dem Streik geht es um Disco?

Maximal Naiv.

Die Frage muss sich die LH doch stellen. Wer braucht die ganzen KTV Leute, wenn bei EW und Disco das selbe produktiver für günstiger geht?

Vlt. müssen die Angestellten halt mal hinnehmen, das die golden Kuh nicht mehr soviel Milch gibt....
Da ist viel Wahres dran! Sobald eine "Tochtergesellschaft" produktiver als die Mainline wird, sorgen VC und UFO schon dafür, dass das bald vorbei ist.

Wobei "produktiver" sich in dem Zusammenhang idR übersetzen lässt mit "zahlt ihre Angestellten schlechter" als die Mainline.
Ja und? Die Entlohnung in der Mainline auf einem anderen Niveau, scheint aber permanent zu den Problemen hinsichtlich der Produktivität beizutragen. Und nachdem die Beschäftigten der der Mainline kaum mit Einbußen abfinden würden, werden halt die "Töchter" gegründet.

D.h. den Satz kann mach auch umdrehen:
Sobald eine "Tochtergesellschaft" ihren Vorteil der geringeren Löhne ggü der Mainline verliert, schließt LH sie und macht dafür eine neue auf.
Und? Sind die "geringeren" Löhne irgendwelche "Hungerlöhne". Was die Piloten angeht, ja wohl eher nicht.

Und genau für die Austarierung dieser gegenteiligen Interessen wurde ja die Tarifautonomie und das Streikrecht eingeführt.
Ganz klar und das ist gut so.
Works as designed.
Auch das! Ein Gedanke an die Auswirkungen bei den Kunden sei trotzdem erlaubt. Der Ruf der streikbedingten Unzuverlässigkeit wird verfestigt. Und die Kunden interessiert es wirklich nicht, welche Gewerkschaft welchen Tarifvertrag ausgehandelt hat. Wer die Möglichkeit hat, wird sich bei Buchungen für die nächste Zeit wieder die Alternativen näher anschauen. Und wer dann gute Erfahrungen gemacht hat, kommt so schnell nicht zurück. Daran sollten sicher beide Seiten denken, aber irgendwie ist da bei beiden das Kind in den Brunnen gefallen.

Ach, man kann das Spiel ja unendlich weiterdrehen. Wird ja auch irgendwie gemacht seit ein paar Jahren... speziell der VC wurde ja oft vorgeworfen, sie würde sich nicht für die Interessen der Piloten anderer AOCs ausreichend einsetzen, tut sie dies, wirft man eben vor, sie zerstört die Geschäftsgrundlage und ist ja so pöse.

An die Auswirkungen auf die Kunden hätte man mal denken sollen, bevor man den ganze Laden in zig-AOCs filetiert, bestehende Absprachen und Tarifverträge bricht und letztlich vor einem nahezu unkontrollierbaren Chaos steht. Das war ja mit Ansage, was gerade abgeht. Ist eigentlich irgendwie auch die Aufgabe eines Managements, an die strategische Tragweit der Kundenakquise zu denken, nur da kommt jetzt noch eines dazu: das steht dort ganz unten auf der Liste. Jedenfalls irgendwo hinter "muss alte Strukturen zerstören" und "Boni abstauben". Boston Consulting & Co. haben ja die Blaupause dazu längste geliefert, was denken Sie, wo die Kundeninteressen da auftauchen?

Nehmen Sie mal das ganze Geld, was man mit den ganzen Experimenten bislang aus dem Fenster geschmissen hat und investieren sie es bei LHA in ein ordentliches Produkt, zeitgemäße IT und in eine laufende OPS und der Laden würde förmlich Geld drucken. Man kann aber halt auch alles kaputtsparen, Mitarbeiter aus sämtlichen Abteilungen vergraulen und die Schuld immer nur bei den Zulieferern suchen, nachdem man vorher möglichst alles irgendwohin ausgelagert hat, um dann irgendeine beliebige Neugründung als "alternativlos" zu verkaufen. Alter Management-Trick ;)
Beitrag vom 26.08.2024 - 11:04 Uhr
UserSilentflyer
User (4 Beiträge)
Leute, man kann ein Unternehmen auch in Grund und Boden streiken. Ich selbst habe in mehreren Unternehmen gearbeitet dabei mehr als 30 Jahre für LH -Bereich Technik und Flugbetrieb-Boden. Ich kann nur sagen dass ich immer mehr als fair behandelt wurde und auch Kollegen und Kolleginnen so behandelt habe. Die Kultur hätte ich mir nicht besser vorstellen können. Streik ist für mich wie Krieg - da gibt es am Ende nur Verlierer. incl Kunden. Ich kann jeden verstehen der woanders bucht wenn er nicht darauf vertrauen kann auch sein Produkt zu bekommen.
Wacht auf Leute und geht friedlich miteinander um.
Beitrag vom 26.08.2024 - 12:23 Uhr
UserMHalblaub
User (1298 Beiträge)
Vlt. müssen die Angestellten halt mal hinnehmen, das die golden Kuh nicht mehr soviel Milch gibt....
Sie wissen schon, dass es in einer AG quasi nur Angestellte gibt aber manche denken sie seien gleicher.
Was soll uns das sagen?
Das es da zum Beispiel die Unternehmensführung gibt, für die scheinbar andere Gesetze gelten als für sonstige Angestellte.
Sind die "geringeren" Löhne irgendwelche "Hungerlöhne". Was die Piloten angeht, ja wohl eher nicht.
Wie sieht es damit "oben" aus? Selbst wenn dort 75 % gekürzt werden, wären es keine Hungerlöhne.

Der Grund ist nicht die Höhe sondern die Fairness.
>Leute, man kann ein Unternehmen auch in Grund und Boden streiken.
Ja, manche asoziale Unternehmen braucht das Land nicht.
Beitrag vom 26.08.2024 - 12:52 Uhr
UserKosmopolit
User (585 Beiträge)
Vlt. müssen die Angestellten halt mal hinnehmen, das die golden Kuh nicht mehr soviel Milch gibt....
Sie wissen schon, dass es in einer AG quasi nur Angestellte gibt aber manche denken sie seien gleicher.

Ja, und ich als Aktionär erwarte das die von mir beschäftigten Leute dafür sorgen das der Laden läuft.

Aktuell tut er das nicht, und im Grunde wäre es besser wenn man die Passage zu sperrt und mit Swiss + Technics weiter macht.
Zum Spass muss man keine Airline betreiben.

Dann eben Lastenfahrrad.

Die Kosten sind zu hoch, das Personal ist scheinbar der Kostenfaktor den man bestimmen kann.
Beitrag vom 26.08.2024 - 14:31 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1626 Beiträge)

Die Kosten sind zu hoch, das Personal ist scheinbar der Kostenfaktor den man bestimmen kann.
Aber das wollen UFO und VC nicht sehen, alle nur auf Besitzstandswahrung aus, null Interesse an der wirtschaftlichen Zukunft des Unternehmens. Dann lieber eine Ende mit Schrecken (Zusperren") als ein Schrecken ohne Ende (weitermachen)
Beitrag vom 26.08.2024 - 18:20 Uhr
UserEricM
User (7331 Beiträge)
Die Kosten sind zu hoch, das Personal ist scheinbar der Kostenfaktor den man bestimmen kann.

Kann man versuchen zu so bestimmen - außer dass diese Vorgehensweise offenbar postwendend zum Streik führte.

Die Betriebskomplexität wäre theoretisch auch veränderbar. Dazu wäre aber ein deutlich dickeres Brett zu bohren, denn man müsste halbwegs vertrauensvoll mit den Gewerkschaften statt frontal gegen sie arbeiten...
Bin mir nicht sicher, ob das bei der LHG überhaupt noch möglich wäre ...

Dieser Beitrag wurde am 26.08.2024 19:19 Uhr bearbeitet.
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