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Beitrag vom 30.03.2026 - 19:21 Uhr
Usercontrail55
User (6108 Beiträge)
@Heinzi … von wegen
" Seit über 30 Jahren wird von der drohenden Pleite geredet, wenn man nicht bereit ist zu verzichten und der Laden läuft immer noch"

da liegen Sie klar falsch -offenbar die Hausaufgaben nicht gemacht -Lufthansa war mehrfach bereits de facto pleite ->

Mir bleibt eine mögliche eigenverschuldete Insolvenz aus dem Anfang der 1990-ziger Jahre in Erinnerung. Das sind nun einmal mehr als 30 Jahre, da müssen Sie meine Aussage schon einmal genau lesen. Neben strukturellen Problemen war der 1. Golfkrieg mit verantwortlich
Ich habs nochmal gelesen, das ist sehr allgemein gehalten. Von Eigenverschulden hab ich da nichts gefunden. Wie meinen Sie das?>

2020 war es eben kein Eigenverschulden und, ja, ohne Darlehen und staatl. Beteiligung wäre es eine Insolvenz geworden. In Jahr 1992 kam es nach einem Börsencrash 1987 zu einer weltweiten Rezession, veraltete Organisations- und Kostenstrukturen der Lufthansa führten beinahe in die Insolvenz. Das könnte man zumindest zum Teil als Eigenverschulden ansehen.
Aber ist es nicht irgendwie immer auch Eigenverschulden? Gibt es denn eine Situation, die völlig frei ist von äußeren Einflüssen?
Es gibt ein Ereignis, unabhängig ob von innen oder außen, die Lage wird kritisch. Entscheidend ist doch, was man aus der Situation lernt, die Resilienz verbessert, um beim nächsten Event gestärkt zu sein. Wenn man das nicht macht, völlig blind so weitermacht wie bisher, da würde ich bei Eigenverschulden mitgehen. Dazu fällt mir Ryanair ein. Der Umgang mit Ryanair war von Weber und Co. von einer unglaubliche Arroganz geprägt. Für diesen Fehler, nicht aus der Situation zu lernen sondern nur abwinken, dafür zahlen wir noch heute (siehe veraltete Organisations- und Kostenstrukturen). Das würde ich klar als Eigenverschulden bezeichnen. Andere haben die Situationen schneller erkannt und gehandelt (gegen alle massiven internen Widerstände- BA 2x, einmal unter Willie Walsh und einmal unter Luis Gallego) und sind uns heute um Längen voraus.
Das Bestreben, sich besser und gewappneter aufzustellen soll doch die ganze Zeit stattfinden, nur geht die Belegschaft nicht mit. Da ist alles Lüge, was die GL erzählt. Da brauche ich nur Ihre Beiträge in diesem Thread zu lesen, oder die von anderen, da habe ich diese Denke schwarz auf weiß. Jeder denkt, mein Anteil ist sooo klein, der macht keinen Unterschied. Es denkt nur eben jeder und den Fehler macht das Management.
Sie sagen es ja selbst, gepaart mit einem Event "... veraltete Organisations- und Kostenstrukturen der Lufthansa führten beinahe in die Insolvenz." Ohne Stress von Außen geht das vielleicht noch gut, aber es gibt keine Phase mehr ohne Stress von Außen.

Dieser Beitrag wurde am 30.03.2026 20:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.03.2026 - 22:24 Uhr
UserHeinzi
User (538 Beiträge)
@Heinzi … von wegen
" Seit über 30 Jahren wird von der drohenden Pleite geredet, wenn man nicht bereit ist zu verzichten und der Laden läuft immer noch"

da liegen Sie klar falsch -offenbar die Hausaufgaben nicht gemacht -Lufthansa war mehrfach bereits de facto pleite ->

Mir bleibt eine mögliche eigenverschuldete Insolvenz aus dem Anfang der 1990-ziger Jahre in Erinnerung. Das sind nun einmal mehr als 30 Jahre, da müssen Sie meine Aussage schon einmal genau lesen. Neben strukturellen Problemen war der 1. Golfkrieg mit verantwortlich
Ich habs nochmal gelesen, das ist sehr allgemein gehalten. Von Eigenverschulden hab ich da nichts gefunden. Wie meinen Sie das?>

2020 war es eben kein Eigenverschulden und, ja, ohne Darlehen und staatl. Beteiligung wäre es eine Insolvenz geworden. In Jahr 1992 kam es nach einem Börsencrash 1987 zu einer weltweiten Rezession, veraltete Organisations- und Kostenstrukturen der Lufthansa führten beinahe in die Insolvenz. Das könnte man zumindest zum Teil als Eigenverschulden ansehen.
Aber ist es nicht irgendwie immer auch Eigenverschulden? Gibt es denn eine Situation, die völlig frei ist von äußeren Einflüssen?
Es gibt ein Ereignis, unabhängig ob von innen oder außen, die Lage wird kritisch. Entscheidend ist doch, was man aus der Situation lernt, die Resilienz verbessert, um beim nächsten Event gestärkt zu sein. Wenn man das nicht macht, völlig blind so weitermacht wie bisher, da würde ich bei Eigenverschulden mitgehen. Dazu fällt mir Ryanair ein. Der Umgang mit Ryanair war von Weber und Co. von einer unglaubliche Arroganz geprägt. Für diesen Fehler, nicht aus der Situation zu lernen sondern nur abwinken, dafür zahlen wir noch heute (siehe veraltete Organisations- und Kostenstrukturen). Das würde ich klar als Eigenverschulden bezeichnen. Andere haben die Situationen schneller erkannt und gehandelt (gegen alle massiven internen Widerstände- BA 2x, einmal unter Willie Walsh und einmal unter Luis Gallego) und sind uns heute um Längen voraus.
Das Bestreben, sich besser und gewappneter aufzustellen soll doch die ganze Zeit stattfinden, nur geht die Belegschaft nicht mit. Da ist alles Lüge, was die GL erzählt. Da brauche ich nur Ihre Beiträge in diesem Thread zu lesen, oder die von anderen, da habe ich diese Denke schwarz auf weiß. Jeder denkt, mein Anteil ist sooo klein, der macht keinen Unterschied. Es denkt nur eben jeder und den Fehler macht das Management.
Sie sagen es ja selbst, gepaart mit einem Event "... veraltete Organisations- und Kostenstrukturen der Lufthansa führten beinahe in die Insolvenz." Ohne Stress von Außen geht das vielleicht noch gut, aber es gibt keine Phase mehr ohne Stress von Außen.>

Ihre Meinung würde ich mal so stehen lassen und kann da teilweise auch mitgehen. Gegen Störungen von außen gewappnet zu sein ist eine Sache. Wenn Ihnen allerdings die Geschäftsgrundlage entzogen wird, wie während der Vogelgrippe, oder eben während Corona, wage ich mal zu bezweifeln, dass man sich darauf vorbereiten kann. Da helfen auch keine Kürzungen bei Personalkosten, bessere Organisation, oder sonst was. Und bei jedem Stress von außen, der ja jetzt dauerhaft ist gleich wieder dieselbe Idee der Personalkostenkürzungen als Beitrag zum Gesamtpaket zu haben, ist auch einfältig. Wie gesagt, das hört man bei LH seit 30 Jahren.
Beitrag vom 31.03.2026 - 07:11 Uhr
Usercontrail55
User (6108 Beiträge)
Ihre Meinung würde ich mal so stehen lassen und kann da teilweise auch mitgehen.
Na das ist doch mal was ;-)
Gegen Störungen von außen gewappnet zu sein ist eine Sache. Wenn Ihnen allerdings die Geschäftsgrundlage entzogen wird, wie während der Vogelgrippe, oder eben während Corona, wage ich mal zu bezweifeln, dass man sich darauf vorbereiten kann.
Wohl eher nicht. Dennoch, wenn am Ende abgerechnet wird, stehen manche Wettbewerber bsser da als andere. Da ist dann wieder die Analyse wichtig, welche Maßnahmen von außen haben denen besser geholfen als einem selbst, welche Strukturen haben besser funktioniert als die eigenen usw.
Da helfen auch keine Kürzungen bei Personalkosten, bessere Organisation, oder sonst was.
Was denn sonst? Oben führen Sie genau das als Grund auf "veraltete Organisations- und Kostenstrukturen der Lufthansa". Da ist alles aufgezählt, aber nix hilft?
Und bei jedem Stress von außen, der ja jetzt dauerhaft ist gleich wieder dieselbe Idee der Personalkostenkürzungen als Beitrag zum Gesamtpaket zu haben, ist auch einfältig. Wie gesagt, das hört man bei LH seit 30 Jahren.
Das ist das, was man hören will. Man sieht immer nur sich selbst, das was insgesamt passiert blendet man aus. Gebührenspirale - LH ist dann auch nur so ein Lobbyverein, Kostenspirale Flughäfen - LH legt sich mit den Airports an und schichtet um, Group Strategie - schafft größere Hebel im Einkauf und der Politik usw. Man schafft neue Einnahmequellen über mehr Ancillaries (bekommt aber auch dafür wieder auf die Fresse), hat mit den höchsten Yield in Europa, hohe Auslastung und trotzdem reicht es nicht. Um das in die Spur zu bekommen gehört Personaleffizienz auch dazu.

Dieser Beitrag wurde am 31.03.2026 09:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 31.03.2026 - 19:39 Uhr
UserHeinzi
User (538 Beiträge)
Ihre Meinung würde ich mal so stehen lassen und kann da teilweise auch mitgehen.
Na das ist doch mal was ;-)
Gegen Störungen von außen gewappnet zu sein ist eine Sache. Wenn Ihnen allerdings die Geschäftsgrundlage entzogen wird, wie während der Vogelgrippe, oder eben während Corona, wage ich mal zu bezweifeln, dass man sich darauf vorbereiten kann.
Wohl eher nicht. Dennoch, wenn am Ende abgerechnet wird, stehen manche Wettbewerber bsser da als andere. Da ist dann wieder die Analyse wichtig, welche Maßnahmen von außen haben denen besser geholfen als einem selbst, welche Strukturen haben besser funktioniert als die eigenen usw. >

Na welche nicht protektionierten Airlines, die keine Mitarbeiter entlassen haben, standen denn nach Corona ohne Staatsilfen besser da und hätten die Kriese durch bessere Struktuen etc. überlebt?

Da helfen auch keine Kürzungen bei Personalkosten, bessere Organisation, oder sonst was.

Was denn sonst? Oben führen Sie genau das als Grund auf "veraltete Organisations- und Kostenstrukturen der Lufthansa". Da ist alles aufgezählt, aber nix hilft?>

S.o. . Bei einer Krise wie SARS, Corona etc. reicht das nicht, wie die Erfahrung überall gezeigt hat.

Und bei jedem Stress von außen, der ja jetzt dauerhaft ist gleich wieder dieselbe Idee der Personalkostenkürzungen als Beitrag zum Gesamtpaket zu haben, ist auch einfältig. Wie gesagt, das hört man bei LH seit 30 Jahren.
Das ist das, was man hören will. Man sieht immer nur sich selbst, das was insgesamt passiert blendet man aus. Gebührenspirale - LH ist dann auch nur so ein Lobbyverein, Kostenspirale Flughäfen - LH legt sich mit den Airports an und schichtet um, Group Strategie - schafft größere Hebel im Einkauf und der Politik usw. Man schafft neue Einnahmequellen über mehr Ancillaries (bekommt aber auch dafür wieder auf die Fresse), hat mit den höchsten Yield in Europa, hohe Auslastung und trotzdem reicht es nicht. Um das in die Spur zu bekommen gehört Personaleffizienz auch dazu.>

Na klar hilft es dem Yield, wenn man Personalkosten kürzen kann und man kommt dem Versprechen an den Aktionär und Eigentümer näher, Ihm die versprochenen 8-10% Rendite zu liefern. Kein Zweifel. Mir geht es da um schlicht um zwei Aspekte. Erstens werden die Personalkosten nicht ausschlaggebend für das immer wieder plakatierte Gespenst des Untergangs der LH und zweitens lese ich immer nur von Einsparungen hier, Kürzungen dort aber rein nichts vom Produkt und dem Kunden, den es zahlungswillig in die Flieger zu saugen gilt. Das ist seit Jahren mein Reden. Wie gelingt es den Kunden davon zu überzeugen mit LH fliegen zu müssen. Gähnende Leere. Ach ja, Allegris. Ein weiteres Durchschnittsprodukt mit enormer Komplexität, dass sich in nichts von den Mitbewerbern abhebt. Schauen wir mal.
Die in regelmäßigen Abständen neu aufgelegten Kosteneinsparungsprogramme können auch mittelmäßige Managements durchsetzen. Ein Produkt aufzusetzen, das alle haben wollen und gewillt sind dafür mehr zu zahlen, gelingt nur den besseren Managern.
Beitrag vom 01.04.2026 - 18:39 Uhr
Usercontrail55
User (6108 Beiträge)
Ihre Meinung würde ich mal so stehen lassen und kann da teilweise auch mitgehen.
Na das ist doch mal was ;-)
Gegen Störungen von außen gewappnet zu sein ist eine Sache. Wenn Ihnen allerdings die Geschäftsgrundlage entzogen wird, wie während der Vogelgrippe, oder eben während Corona, wage ich mal zu bezweifeln, dass man sich darauf vorbereiten kann.
Wohl eher nicht. Dennoch, wenn am Ende abgerechnet wird, stehen manche Wettbewerber bsser da als andere. Da ist dann wieder die Analyse wichtig, welche Maßnahmen von außen haben denen besser geholfen als einem selbst, welche Strukturen haben besser funktioniert als die eigenen usw. >

Na welche nicht protektionierten Airlines, die keine Mitarbeiter entlassen haben, standen denn nach Corona ohne Staatsilfen besser da und hätten die Kriese durch bessere Struktuen etc. überlebt?
Meinen Sie eine, auf die all diese Kriterien zutreffen?? Gibt es die überhaupt?
Da helfen auch keine Kürzungen bei Personalkosten, bessere Organisation, oder sonst was.

Was denn sonst? Oben führen Sie genau das als Grund auf "veraltete Organisations- und Kostenstrukturen der Lufthansa". Da ist alles aufgezählt, aber nix hilft?

S.o. . Bei einer Krise wie SARS, Corona etc. reicht das nicht, wie die Erfahrung überall gezeigt hat.
Sicher nicht. Was ist das Learning daraus? Vielleicht, dass die aktuellen Strukturen das nicht abdecken? Würde ja massiv auf ein Aufbrechen der alten Strukturen sprechen, oder. Da geht nur keiner mit. In der Taktung, in der aktuell die Krisen um die Welt flattern, sollte man damit nicht zu lange warten.
Und bei jedem Stress von außen, der ja jetzt dauerhaft ist gleich wieder dieselbe Idee der Personalkostenkürzungen als Beitrag zum Gesamtpaket zu haben, ist auch einfältig. Wie gesagt, das hört man bei LH seit 30 Jahren.
Das ist das, was man hören will. Man sieht immer nur sich selbst, das was insgesamt passiert blendet man aus. Gebührenspirale - LH ist dann auch nur so ein Lobbyverein, Kostenspirale Flughäfen - LH legt sich mit den Airports an und schichtet um, Group Strategie - schafft größere Hebel im Einkauf und der Politik usw. Man schafft neue Einnahmequellen über mehr Ancillaries (bekommt aber auch dafür wieder auf die Fresse), hat mit den höchsten Yield in Europa, hohe Auslastung und trotzdem reicht es nicht. Um das in die Spur zu bekommen gehört Personaleffizienz auch dazu.>

Na klar hilft es dem Yield, wenn man Personalkosten kürzen kann und man kommt dem Versprechen an den Aktionär und Eigentümer näher, Ihm die versprochenen 8-10% Rendite zu liefern. Kein Zweifel. Mir geht es da um schlicht um zwei Aspekte. Erstens werden die Personalkosten nicht ausschlaggebend für das immer wieder plakatierte Gespenst des Untergangs
Sag ich ja, mein Anteil ist sooo klein... Danke für das Beispiel ;-)
der LH und zweitens lese ich immer nur von Einsparungen hier,
Ein paar Dinge Kürzungen dort aber rein nichts vom Produkt und dem Kunden, den es zahlungswillig in die Flieger zu saugen gilt. Das ist seit Jahren mein Reden. Wie gelingt es den Kunden davon zu überzeugen mit LH fliegen zu müssen. Gähnende Leere.
Och nee, da gibt es aber eine ganze Menge was da gerade passiert. Muss man aber schon absichtlich wegschauen um das nicht zu sehen. Außerdem ist der RASK und der SLF nicht das Problem, im Gegenteil. Die Kosten sind das Problem.
Ach ja, Allegris. Ein weiteres Durchschnittsprodukt mit enormer Komplexität, dass sich in nichts von den Mitbewerbern abhebt. Schauen wir mal.
Die in regelmäßigen Abständen neu aufgelegten Kosteneinsparungsprogramme können auch mittelmäßige Managements durchsetzen. Ein Produkt aufzusetzen, das alle haben wollen und gewillt sind dafür mehr zu zahlen, gelingt nur den besseren Managern.
Echt, das ist der Tenor? Da habe ich Ihnen aber mehr zugetraut.
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