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Beitrag vom 27.11.2023 - 11:49 Uhr
UserChristian159
User (813 Beiträge)


Letztendlich sensiblisieren Lobbyisten die von uns gewählten Politiker für die Konsequenzen ihre Entscheidungen, damit diese auch vernünftig, umsetzbar und nachhaltig sind. Die Politiker entscheiden dann - meinem Verständnis nach - nach bestem Wissen und Gewissen. Da habe ich volles Vertrauen in die von uns gewählten Entscheider.
Daher finde ich das Prinzip des Lobbyismus - im Gegensatz zu @Jordan - völlig in Ordnung.


Dann finden Sie das (Ergebnis von Lobbyismus zuungunsten des Staates):

"Laut Berechnungen des Bundesamts beträgt das jährliche Subventionsvolumen mindestens 3,1 Milliarden Euro, weniger konservative Schätzungen kämen auf mehr als fünf Milliarden Euro."

ja also doch gut - interessant !

Wegen:

"...nach bestem Wissen und Gewissen. Da habe ich volles Vertrauen in die von uns gewählten Entscheider."

Um es mal mit Ihren Worten zu sagen:
Beweisen Sie doch mal, dass es sich hier um ein Ergebnis von Lobbyismus und nicht um eine Für und Wider abgewogene Entscheidung des Gesetzgebers handelt!
Beitrag vom 27.11.2023 - 15:15 Uhr
UserEricM
User (5370 Beiträge)
Letztendlich kann man unterscheiden : Wird für einen - idR finanziellen - Zugewinn der Interessengruppe selbst oder gegen einen Verlust für die Allgemeinheit lobbyiert?
Kann man das wirklich trennen? Eine Interessengruppe ist ja auch Teil der Allgemeinheit. Gibt es denn eine Allgemeinheit oder ist das nicht einfach nur die Summe alle Einzelinteressen? Und jede Mehrheit für ein Interesse ist dann wieder nur eine Interessengruppe.

Ja, ich denke daß man das trennen kann:
Wer hat einen finanziellen Gewinn, wenn Lobbytätigkeit durch NABU oder zB WWF zu einer entsprechenden Entscheidung führt und zB ein Naturschutzgebiet ausgewiesen wird? Who gains?
Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust verhindert?
Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust herbeigeführt?

Und wer hat einen finanziellen Gewinn, wenn Lobbytätigkeit durch BDL oder ADV zu einer entsprechenden Entscheidung führt? Who gains?
Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust verhindert?
Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust herbeigeführt?



Dieser Beitrag wurde am 27.11.2023 15:18 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.11.2023 - 16:23 Uhr
Usercontrail55
User (4519 Beiträge)
Letztendlich kann man unterscheiden : Wird für einen - idR finanziellen - Zugewinn der Interessengruppe selbst oder gegen einen Verlust für die Allgemeinheit lobbyiert?
Kann man das wirklich trennen? Eine Interessengruppe ist ja auch Teil der Allgemeinheit. Gibt es denn eine Allgemeinheit oder ist das nicht einfach nur die Summe alle Einzelinteressen? Und jede Mehrheit für ein Interesse ist dann wieder nur eine Interessengruppe.

Ja, ich denke daß man das trennen kann:
Wer hat einen finanziellen Gewinn, wenn Lobbytätigkeit durch NABU oder zB WWF zu einer entsprechenden Entscheidung führt und zB ein Naturschutzgebiet ausgewiesen wird? Who gains?
Ich, wenn das Naturschutzgebiet essentiell für mein Geschäft ist, zB Tourismus

Und wer hat einen finanziellen Gewinn, wenn Lobbytätigkeit durch BDL oder ADV zu einer entsprechenden Entscheidung führt? Who gains?
Ich, wenn der Luftverkehr essentiell für mein Geschäft ist, zB Handel.

Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust verhindert?
Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust herbeigeführt?
Allein die Einteilung in Gruppen widerspricht dem Grundsatz der Allgemeinheit, oder? ;)
Beitrag vom 27.11.2023 - 19:23 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (645 Beiträge)
Passt zu meiner These vom 16.11.23, 9:09 Uhr:
...
Was hat der verlinkte Artikel mit deiner falschen "These" vom 16.11. zu tun?


Wie immer, lesen, verstehen und nicht nur nach eigenem Gusto interpretieren, hilft.

Kann jemand erklären, wo in dem von Jordi verlinktem Artikel:

 https://www.spiegel.de/wirtschaft/arbeitgeberpraesident-stellt-klimaziele-infrage-a-0d4324d2-1630-4f4e-babf-2e4e150e1591

irgend ein Passus ist, der zu seiner Behauptung (These?), die niederländische Politik sei vor Lobbyisten eingeknickt, passt?
Jordi kann es offensichtlich nicht.
Beitrag vom 27.11.2023 - 19:36 Uhr
UserEricM
User (5370 Beiträge)
Letztendlich kann man unterscheiden : Wird für einen - idR finanziellen - Zugewinn der Interessengruppe selbst oder gegen einen Verlust für die Allgemeinheit lobbyiert?
Kann man das wirklich trennen? Eine Interessengruppe ist ja auch Teil der Allgemeinheit. Gibt es denn eine Allgemeinheit oder ist das nicht einfach nur die Summe alle Einzelinteressen? Und jede Mehrheit für ein Interesse ist dann wieder nur eine Interessengruppe.

Ja, ich denke daß man das trennen kann:
Wer hat einen finanziellen Gewinn, wenn Lobbytätigkeit durch NABU oder zB WWF zu einer entsprechenden Entscheidung führt und zB ein Naturschutzgebiet ausgewiesen wird? Who gains?
Ich, wenn das Naturschutzgebiet essentiell für mein Geschäft ist, zB Tourismus

Naturschutzgebiete sind typischerweise kommerziell nicht oder zumindest schlechter nutzbar als nicht-Naturschutzgebiete. Auch für Tourismus.
Daher ist das jetzt genau der schwierige Teil Ihrer Argumentation, denn diesen "Ich" gibt es bei der typischen NABU oder WWF Aktion nicht.
Bei deren Aktionen will niemand Geld verdienen.
Was auch dazu führt dass NABU, WWF und Co typischerweise nicht von interessierten Unternehmern finanziert werden bzw Großspenden bekommen.

Und wer hat einen finanziellen Gewinn, wenn Lobbytätigkeit durch BDL oder ADV zu einer entsprechenden Entscheidung führt? Who gains?
Ich, wenn der Luftverkehr essentiell für mein Geschäft ist, zB Handel.

Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust verhindert?
Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust herbeigeführt?
Allein die Einteilung in Gruppen widerspricht dem Grundsatz der Allgemeinheit, oder? ;)

Mitnichten. Die Gruppen muss man sogar trennen um ihre relative Größe ermitteln zu können.
Währen alle von einer gesunden Umwelt profitieren (die Allgemeinheit), auch die, die für ein Recht auf Umweltverschmutzung auf die Straße gehen, profitieren von kommerziellen Lobbytätigkeiten nur die Mitgliedsfirmen und (manchmal) deren Angestellte.
Beitrag vom 28.11.2023 - 08:04 Uhr
Usercontrail55
User (4519 Beiträge)
Ja, ich denke daß man das trennen kann:
Wer hat einen finanziellen Gewinn, wenn Lobbytätigkeit durch NABU oder zB WWF zu einer entsprechenden Entscheidung führt und zB ein Naturschutzgebiet ausgewiesen wird? Who gains?
Ich, wenn das Naturschutzgebiet essentiell für mein Geschäft ist, zB Tourismus

Naturschutzgebiete sind typischerweise kommerziell nicht oder zumindest schlechter nutzbar als nicht-Naturschutzgebiete. Auch für Tourismus.
 https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/schutzgebiete-als-wirtschaftsfaktor/
Daher ist das jetzt genau der schwierige Teil Ihrer Argumentation, denn diesen "Ich" gibt es bei der typischen NABU oder WWF Aktion nicht.
Eigentlich bestehen die nur wegen des Ichs. Sie sind der Erfüllungsgehilfe der Bedürfnisse Einzelner eines Teils der Gesellschaft.
Bei deren Aktionen will niemand Geld verdienen.
Ich würde sagen, dass ein Teil der Unterstützer indirekt damit Geld verdienen wollen, denn...
Was auch dazu führt dass NABU, WWF und Co typischerweise nicht von interessierten Unternehmern finanziert werden bzw Großspenden bekommen.
... es gibt durchaus eine Reihe von Unternehmensspendern und Unterstüzern, die über Imagetransfer durchaus finanzielle Interessenn haben. Die Verbände haben auf ihren Websites Bereiche für Unternehmensspendenn und der WWF veröffentlicht sogar eine Liste.
Und wer hat einen finanziellen Gewinn, wenn Lobbytätigkeit durch BDL oder ADV zu einer entsprechenden Entscheidung führt? Who gains?
Ich, wenn der Luftverkehr essentiell für mein Geschäft ist, zB Handel.

Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust verhindert?
Für welche Gruppe wird dadurch ein Verlust herbeigeführt?
Allein die Einteilung in Gruppen widerspricht dem Grundsatz der Allgemeinheit, oder? ;)

Mitnichten. Die Gruppen muss man sogar trennen um ihre relative Größe ermitteln zu können.
Wofür brauchen ich die Größe?
Währen alle von einer gesunden Umwelt profitieren (die Allgemeinheit), auch die, die für ein Recht auf Umweltverschmutzung auf die Straße gehen, profitieren von kommerziellen Lobbytätigkeiten nur die Mitgliedsfirmen und (manchmal) deren Angestellte.
Von einer gesunden prosperierenden Wirtschaft profitieren auch alle. Das unterscheidet sich im Prinzip nicht. Entscheidend ist, was das Individuum für sich in den Vordergrund stellt.
Bei der Recherche über den Begriff Allgemeinheit bin ich auf das gestoßen... Allgemeinwohl als juristischer Bergiff. Das beschreibt meine Position ganz gut, ist aber auch nur meine Position ohne Anspruch auf Wahrheit.
"Als Wohl der Allgemeinheit kann bezeichnet werden das aus vielen besonderen, privaten und öffentlichen Einzel- und Teilinteressen abgeleitete, möglicherweise aber auch im Widerstreit zu ihnen bestehende wahre Gemeininteresse. Der abstrakte Begriff bedarf jedenfalls - gleich, wie man ihn definiert - der Konkretisierung im Einzelfall."
Beitrag vom 28.11.2023 - 09:41 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (2203 Beiträge)
Passt zu meiner These vom 16.11.23, 9:09 Uhr:
...
Was hat der verlinkte Artikel mit deiner falschen "These" vom 16.11. zu tun?


Wie immer, lesen, verstehen und nicht nur nach eigenem Gusto interpretieren, hilft.

Kann jemand erklären, wo in dem von Jordi verlinktem Artikel:

 https://www.spiegel.de/wirtschaft/arbeitgeberpraesident-stellt-klimaziele-infrage-a-0d4324d2-1630-4f4e-babf-2e4e150e1591

irgend ein Passus ist, der zu seiner Behauptung (These?), die niederländische Politik sei vor Lobbyisten eingeknickt, passt?
Jordi kann es offensichtlich nicht.

okay, nochmal für Sie, es geht darum (aus meinem ersten Beitrag):

"Das das so kommen wird, hatte ich ja geahnt. Nur das das Einknicken der Politik vor den Lobbyisten der Wirtschaft (hier Luftfahrtindustrie) so schnell kommt, dies ist wahrlich erschreckend und kein gutes Omen für die Zukunft."

Habe allerdings wenig Hoffnung das Sie es jetzt verstehen (wollen).

Beitrag vom 28.11.2023 - 09:47 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (2203 Beiträge)


Letztendlich sensiblisieren Lobbyisten die von uns gewählten Politiker für die Konsequenzen ihre Entscheidungen, damit diese auch vernünftig, umsetzbar und nachhaltig sind. Die Politiker entscheiden dann - meinem Verständnis nach - nach bestem Wissen und Gewissen. Da habe ich volles Vertrauen in die von uns gewählten Entscheider.
Daher finde ich das Prinzip des Lobbyismus - im Gegensatz zu @Jordan - völlig in Ordnung.


Dann finden Sie das (Ergebnis von Lobbyismus zuungunsten des Staates):

"Laut Berechnungen des Bundesamts beträgt das jährliche Subventionsvolumen mindestens 3,1 Milliarden Euro, weniger konservative Schätzungen kämen auf mehr als fünf Milliarden Euro."

ja also doch gut - interessant !

Wegen:

"...nach bestem Wissen und Gewissen. Da habe ich volles Vertrauen in die von uns gewählten Entscheider."

Um es mal mit Ihren Worten zu sagen:
Beweisen Sie doch mal, dass es sich hier um ein Ergebnis von Lobbyismus und nicht um eine Für und Wider abgewogene Entscheidung des Gesetzgebers handelt!

Ach, Sie zweifeln die (konservativen) Berechnungen eines BUNDESamtes an, bei Ihrem Vertauen "Die Politiker entscheiden dann - meinem Verständnis nach - nach bestem Wissen und Gewissen. Da habe ich volles Vertrauen in die von uns gewählten Entscheider." !?

Interessanter Move.
Beitrag vom 28.11.2023 - 10:03 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (2203 Beiträge)
.
Von einer gesunden prosperierenden Wirtschaft profitieren auch alle. Das unterscheidet sich im Prinzip nicht. Entscheidend ist, was das Individuum für sich in den Vordergrund stellt.

Sie meinen und glauben das wirklich - es profitieren ALLE!?

"In Deutschland hat die Zahl einkommensarmer Menschen laut Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands im Jahr 2021 einen historischen Höchststand erreicht: Die Armutsgefährdungsquote lag 2021 bei 16,6 Prozent."

Dann schauen Sie sich mal das an:

 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/939594/umfrage/dauerhafte-armut-und-dauerhafter-reichtum-in-deutschland/

Und weltweit sieht das dann so aus:

"Die strukturelle Armut hat sich in den vergangenen Jahrzehnten jedoch verfestigt. Laut Mikrozensus lag die Armutsgefährdungsquote im Jahr 2019 bei 15,9 Prozent. In der Tendenz ist die Armutsgefährdungsquote seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts kontinuierlich gestiegen – im Jahr 2006 betrug sie 14 Prozent."

Aber was interessiert uns das Elend der Menschen, solange es uns (noch) gut geht... .



Bei der Recherche über den Begriff Allgemeinheit bin ich auf das gestoßen... Allgemeinwohl als juristischer Bergiff. Das beschreibt meine Position ganz gut, ist aber auch nur meine Position ohne Anspruch auf Wahrheit.
"Als Wohl der Allgemeinheit kann bezeichnet werden das aus vielen besonderen, privaten und öffentlichen Einzel- und Teilinteressen abgeleitete, möglicherweise aber auch im Widerstreit zu ihnen bestehende wahre Gemeininteresse. Der abstrakte Begriff bedarf jedenfalls - gleich, wie man ihn definiert - der Konkretisierung im Einzelfall."

So, aber jetzt sind wir schon wieder meilenweit (aber eigentlich auch nicht) vom Artikelthema weg und ich befürchte die Mods werden bald eingreifen.
Beitrag vom 28.11.2023 - 10:54 Uhr
UserFly-away
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Modhinweis
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Besteht der Bedarf an Klärung gegenseitigen Meinungsverschiedenheiten steht Ihnen die
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Fly-away
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