Beitrag vom 27.06.2026 - 08:20 Uhr
dann sollte wenigstens der Lotse dies noch erkennen und reagieren können.
Er _muss_ das dann erkennen. Bei jedem einzelnen Vorschlag, den die KI macht und der idR erstmal plausibel aussieht. Unsere Software-Entwickler sprechen davon, dass sie ihre AIs "babysitten" müssen. Und viele beschreiben das als auf Dauer stressiger, als selbst Code zu schreiben...
Klar muss der das erkennen und wird dabei heute schon - ganz ohne KI - vom System mit ggf Warnungen unterstützt.
Beitrag vom 27.06.2026 - 10:32 Uhr
Sollte die KI tatsächlich einen Kollisionskurs produzieren (was nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen ist)
Warum sollte das ausgeschlossen sein?
Ich schrieb "nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen". Absolut ausschliessen kann man auf dieser Welt nur, dass man nicht sterben müsse. Der Rest ist alles relativ.
Beitrag vom 27.06.2026 - 15:21 Uhr
Sollte die KI tatsächlich einen Kollisionskurs produzieren (was nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen ist)
Warum sollte das ausgeschlossen sein?
Ich schrieb "nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen". Absolut ausschliessen kann man auf dieser Welt nur, dass man nicht sterben müsse. Der Rest ist alles relativ.
Warum sollte das auch nur "nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen" sein? Tatsächlich ist es in aktuell allen KI Systemen sehr wahrscheinlich, dass in regelmäßigen Abständen wiederholt plausibel klingende aber gefährliche Empfehlungen rauskommen, die zu Fehlentscheidungen führen, wenn sie vom menschlichen Kontrolleur nicht entdeckt und korrigiert werden.
Warum sollte das bei einem Lotsen-Unterstützungs-System anders sein?
Unter 25% höherer Last asl üblich.
Beitrag vom 27.06.2026 - 16:32 Uhr
Solange der KI der Kontext bzw. alle Zusammenhänge, Regeln und Verhaltensweisen zu 100% bekannt sind und nicht wirklich interpretiert werden muss (wozu ja tatsächliches Verständnis notwendig wäre) müssten belastbare Lösungen durchaus möglich sein.
Deswegen kann Claude so gut programmieren und deswegen könnte auch eine Fluglotsen KI ziemlich gut funktionieren denn wann gab es in der hochgradig regulierten und standartisierten Luftfahrt in den letzten zehn Jahren denn wirklich neue betriebliche Situationen welche es nicht schon zig mal zuvor gegeben hat?
Die Klimakleber wären jetzt das einzige was mir einfällt und vielleicht gibt es ja noch ein paar andere Fälle aber solche seltenen Anomalien muss eine KI ja lediglich als solche erkennen um sie dann an einen Menschen weitergeben zu können.
Die guten Fähigkeiten der KI zur Bilderkennung sind hier auch ziemlich interessant denn allzu oft werden kriminelle Handlungen bzw. deren Vorspiel ja von irgendwelchen Kameras aufgezeichnet aber der menschliche Betrachter kann sie einfach nicht als solche erkennen weil das Verhaltensmuster nur minimal von normalen Verhaltensmustern abweicht wobei eine KI mit ihrer guten Mustererkennung sicher erhöhten Stress, intensiveres Umschauen usw. erkennen könnte sofern die Qualität der Bilder bzw. Sensoren das grundsätzlich hergibt.
Beitrag vom 27.06.2026 - 17:38 Uhr
denn wann gab es in der hochgradig regulierten und standartisierten Luftfahrt in den letzten zehn Jahren denn wirklich neue betriebliche Situationen welche es nicht schon zig mal zuvor gegeben hat?
Jedes einzelne verdammte Mal, als es mal wieder eng wurde.
Ich glaube, Sie unterschätzen mal wieder die Schwierigkeiten, denen Leute gegenüberstehen, die über ein Thema nicht nur daherreden müssen.
Dieser Beitrag wurde am 27.06.2026 17:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.06.2026 - 17:57 Uhr
Hier noch ein paar Beispiele aus der Praxis. Von wegen AI macht keine Fehler und so :)
https://www.reddit.com/r/aifails/
Beitrag vom 27.06.2026 - 19:30 Uhr
Warum sollte das auch nur "nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen" sein? Tatsächlich ist es in
aktuell allen KI Systemen sehr wahrscheinlich, dass in regelmäßigen Abständen wiederholt plausibel
klingende aber gefährliche Empfehlungen rauskommen, die zu Fehlentscheidungen führen, wenn sie vom
menschlichen Kontrolleur nicht entdeckt und korrigiert werden.
Warum sollte das bei einem Lotsen-Unterstützungs-System anders sein?
Weil a) KI nicht gleich KI ist und b) schon gar nicht alles intelligent ist, was die Dinger da treiben. Die Annahme, aus einer undefinierten Lage könne kein definiertes Ergebnis gewonnen werden, ist schlicht unzutreffend.
Vielleicht verdeutlicht das folgendes Beispiel:
Ein Kiste ist voller Zündkerzen, die ungeordnet als Schüttgut die Kiste gelangen. Der Montageroboter nutzt KI, um seinen Greifer so zu drehen, dass er eine Zündkerze herausgreifen und in definierter räumlicher Lage einbauen kann, er muss sie nämlich einschrauben, und das geht nur, wenn er die Zündkerze exakt ansetzen und eindrehen kann.
Soll heissen: Die Eingansdaten sind chaotisch, zufällig, aber die Ausgangsdaten in Form der benötigten Position sind sehr wohl eindeutig.
Der Roboter kann unabhängig vom Greifprozess auch feststellen, ob die gegriffene Zündkerze tatsächlich in der erforderlichen richtigen Lage gehalten wird, d.h. die Ausgangsdaten des Systems sind immer nicht nur eindeutig, sondern auch immer korrekt.
Genauso ist es auch bei der Staffelung. Warum sollte der Rechner seine Vorschläge nicht auf Realisierbarkeit prüfen können?
Beitrag vom 28.06.2026 - 09:05 Uhr
Warum sollte das auch nur "nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen" sein? Tatsächlich ist es in
aktuell allen KI Systemen sehr wahrscheinlich, dass in regelmäßigen Abständen wiederholt plausibel
klingende aber gefährliche Empfehlungen rauskommen, die zu Fehlentscheidungen führen, wenn sie vom
menschlichen Kontrolleur nicht entdeckt und korrigiert werden.
Warum sollte das bei einem Lotsen-Unterstützungs-System anders sein?
Weil a) KI nicht gleich KI ist und b) schon gar nicht alles intelligent ist, was die Dinger da treiben. Die Annahme, aus einer undefinierten Lage könne kein definiertes Ergebnis gewonnen werden, ist schlicht unzutreffend.
Dass eine undefinierte Lage das Problem ist, hat ja keiner behauptet.
KI macht diese gelegentlichen Fehler auch bei komplett definierten Lagen.
Vielleicht verdeutlicht das folgendes Beispiel:
Ein Kiste ist voller Zündkerzen, die ungeordnet als Schüttgut die Kiste gelangen. Der Montageroboter nutzt KI,
Die Systeme, die ich da kenne basieren alle auf klassischer Bildverarbeitung+Programmierung.
Bitte nennen Sie ein konkretes Beispiel, in dem KI zur Anwendung kommt und zuverlässig funktioniert.
um seinen Greifer so zu drehen, dass er eine Zündkerze herausgreifen und in definierter räumlicher Lage einbauen kann, er muss sie nämlich einschrauben, und das geht nur, wenn er die Zündkerze exakt ansetzen und eindrehen kann.
Soll heissen: Die Eingansdaten sind chaotisch, zufällig, aber die Ausgangsdaten in Form der benötigten Position sind sehr wohl eindeutig.
Der Roboter kann unabhängig vom Greifprozess auch feststellen, ob die gegriffene Zündkerze tatsächlich in der erforderlichen richtigen Lage gehalten wird, d.h. die Ausgangsdaten des Systems sind immer nicht nur eindeutig, sondern auch immer korrekt.
Genauso ist es auch bei der Staffelung. Warum sollte der Rechner seine Vorschläge nicht auf Realisierbarkeit prüfen können?
Fast identische Eingangsdaten erzeugen uU komplett unterschiedliche Ergebnisse. Das können Sie auch selbst mit zB ChatGPT ausprobieren. Einfach mal den gleichen prompt mit ein paar Zeilenumbrüchen mehr, mit ein paar eingestreuten Leerzeichen oder mit umgestelltem Satzbau bearbeiten lassen, die nur die Zeichenfolge aber nicht den Sinn des Prompts ändern.
Die Ergebnisse werden sich oft nicht nur in Kleinigkeiten unterscheiden.
Beitrag vom 28.06.2026 - 12:57 Uhr
Das, was Sie meinen, nämlich stark unterschiedlicher Output bei nahezu identischem Input, ist nicht das Wesen von KI generell, sondern das Ergebnis speziell genau dafür konstruierter Programme (man nennt das generative KI) und hat mit dem hier diskutierten Thema (KI für Lotsen könne nicht fehlerfrei sein) eigentlich wenig bis gar nichts zu tun.
Denn, wie bereits vorgetragen, unscharfe Eingaben können sehr wohl präzise Ausgaben ergeben, wenn KI nicht (wie bei ChatGPT) zur Erzeugung der Ausgabe, sondern zur Analyse der Eingabe verwendet wird.
Beitrag vom 28.06.2026 - 13:39 Uhr
Das, was Sie meinen, nämlich stark unterschiedlicher Output bei nahezu identischem Input, ist nicht das Wesen von KI generell, sondern das Ergebnis speziell genau dafür konstruierter Programme (man nennt das generative KI) und hat mit dem hier diskutierten Thema (KI für Lotsen könne nicht fehlerfrei sein) eigentlich wenig bis gar nichts zu tun.
Denn, wie bereits vorgetragen, unscharfe Eingaben können sehr wohl präzise Ausgaben ergeben, wenn KI nicht (wie bei ChatGPT) zur Erzeugung der Ausgabe, sondern zur Analyse der Eingabe verwendet wird.
Na gut, da Sie sich ja scheinbar gut mit den entsprechenden Architekturen auskennen: Welche KI bzw ML Architektur kann denn Ihrer Meinung nach fehlerfrei und deterministisch betrieben werden?
Beitrag vom 29.06.2026 - 11:52 Uhr
Na gut, da Sie sich ja scheinbar gut mit den entsprechenden Architekturen auskennen: Welche KI bzw ML Architektur kann denn Ihrer Meinung nach fehlerfrei und deterministisch betrieben werden?
Sie glauben's wohl immer noch nicht, dass man mittels KI gezielt eine Zündkerze aus der Grabbelkiste greifen kann. Ist das für Sie nicht fehlerfrei und deterministisch genug?
Beitrag vom 29.06.2026 - 13:53 Uhr
Na gut, da Sie sich ja scheinbar gut mit den entsprechenden Architekturen auskennen: Welche KI bzw ML Architektur kann denn Ihrer Meinung nach fehlerfrei und deterministisch betrieben werden?
Sie glauben's wohl immer noch nicht, dass man mittels KI gezielt eine Zündkerze aus der Grabbelkiste greifen kann. Ist das für Sie nicht fehlerfrei und deterministisch genug?
Ich glaube bzw weiß sogar dass man mechanisch eine Zündkerze aus der Grabbelkiste greifen kann.
Ich kenne allerdings nur teils 15 Jahre alte Varianten dieser Systeme im Bereich Automobilbau, die ganz ohne KI mit klassischer Bildverarbeitung auskommen.
Stellen Sie doch mal einen Link zu einer derartigen Anwendung mit KI ein, die Informationen zur Fehlerrate enthält dann haben wir statt Ihrer Behauptungen was zum diskutieren.
Dieser Beitrag wurde am 29.06.2026 13:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.06.2026 - 16:04 Uhr
denn wann gab es in der hochgradig regulierten und standartisierten Luftfahrt in den letzten zehn Jahren denn wirklich neue betriebliche Situationen welche es nicht schon zig mal zuvor gegeben hat?
Jedes einzelne verdammte Mal, als es mal wieder eng wurde.
Echt? In der Verkehrsfliegerei gehts dermaßen wild zu und her? krass ...
ich meine es wird sicher immer wieder grundlegend neue, komplexe Arten von Wartungsfehlern geben aber die Unfälle welche aus dem Betrieb selber resultieren d.h. die Qualität der Flugsicherung betreffen sind seit Jahrzehnten eigentlich immer dieselben.
Ich glaube, Sie unterschätzen mal wieder die Schwierigkeiten, denen Leute gegenüberstehen, die über ein Thema nicht nur daherreden müssen.
Eine starke Meinung für einen Rentner ...
die 20 Jahre welche die Blaulichtorganisationen inzwischen flächendeckend über Digitalfunk verfügen waren mehr als genug Zeit um zumindest dieses Thema mal in der Flugsicherung umzusetzen.
Dass das nicht passiert ist hat wie so oft nur politische und finanzielle Gründe. Raketenwissenschaft ist was anderes.
Beitrag vom 29.06.2026 - 17:49 Uhr
die 20 Jahre welche die Blaulichtorganisationen inzwischen flächendeckend über Digitalfunk verfügen waren mehr als genug Zeit um zumindest dieses Thema mal in der Flugsicherung umzusetzen.
Dass das nicht passiert ist hat wie so oft nur politische und finanzielle Gründe. Raketenwissenschaft ist was anderes.
Abgesehen davon, dass bei der DFS bereits digital gefunkt wird - was hat das mit dem eigentlichen Thema zu tun?
Beitrag vom 29.06.2026 - 17:53 Uhr
denn wann gab es in der hochgradig regulierten und standartisierten Luftfahrt in den letzten zehn Jahren denn wirklich neue betriebliche Situationen welche es nicht schon zig mal zuvor gegeben hat?
Jedes einzelne verdammte Mal, als es mal wieder eng wurde.
Echt? In der Verkehrsfliegerei gehts dermaßen wild zu und her? krass ...
ich meine es wird sicher immer wieder grundlegend neue, komplexe Arten von Wartungsfehlern geben aber die Unfälle welche aus dem Betrieb selber resultieren d.h. die Qualität der Flugsicherung betreffen sind seit Jahrzehnten eigentlich immer dieselben.
Die regelmäßigen Meldungen alle paar Tage über fast-Zusammenstöße in den USA haben Sie verpasst?
Ich glaube, Sie unterschätzen mal wieder die Schwierigkeiten, denen Leute gegenüberstehen, die über ein Thema nicht nur daherreden müssen.
Eine starke Meinung für einen Rentner ...
Rentner? Schön wär's. Wie kommen Sie drauf?
die 20 Jahre welche die Blaulichtorganisationen inzwischen flächendeckend über Digitalfunk verfügen waren mehr als genug Zeit um zumindest dieses Thema mal in der Flugsicherung umzusetzen.
Dass das nicht passiert ist hat wie so oft nur politische und finanzielle Gründe. Raketenwissenschaft ist was anderes.
Was hat Digitalfunk mit KI zu tun? Beides ist "Irgendwas mit Computern"?