Community / / Lufthansa holt erste 787-9 nach Fran...

Beitrag 16 - 30 von 47
Beitrag vom 31.08.2022 - 11:46 Uhr
Useren-zym
User (413 Beiträge)
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Mal abgesehn davon dass sich das Problem der Verwertung durch die absurd lange Lebensdauer eigentlich garnicht bzw. kaum stellt:

Das Trennen von Kohlefaser und Harz ist unglaublich einfach denn man kann das Harz einfach abbrennen und die Fasern bleiben übrig ...

[funktioniert nicht bei allen Fasertypen, allen Harzen und allen Verarbeitungsmethoden aber bei vielen funktioniert es]

energetische Verwertung ist schließlich auch eine Verwertung bzw. im Fall von Kunststoffen i.d.R eh die beste Art von Verwertung weil das Erdöl so zweimal genutzt wird und garantiert kein Grundwasser verschmutzen oder künftigen Generationen sonst irgendwie zur Last fallen kann wie bei einer Deponie.

Modhinweis
----------
OT-Anteil gelöscht.
Fly-away Moderator

Dieser Beitrag wurde am 31.08.2022 14:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 31.08.2022 - 12:25 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4594 Beiträge)
Naja, wie mit jedem Werkstoff wird sich eine Lösung finden.

Wir haben bis heute keine sinnvolle und brauchbare Recycling Lösung für Plastikmüll gefunden!

Und wenn man das zeug irgendwo auf die Deponie schmeisst, wie man es mit dem Rest auch macht.

Genau, soll sich doch die nächste Generation darum kümmern. Und wir haben ja auch noch soviel Platz für 'schöne' Mülldeponien.

Eishockeyschläger - da gehen pro Saison einige drauf, kommen einfach in die Tonne und werden nciht gesondert recycelt.

Wir haben es ja ;).
Aber ich schrieb nicht nur von Eishockeyschlägern.
Ich bin ziemlich sicher das in der gesamten Sportartikel- Industrie in den letzten Jahrzehnten viel größere Mengen an Composite Material verarbeitet wurde, als (bisher) beim Flugzeugbau.

Lohnt sich wohl auch kaum.

Nochmal: wir haben es ja, und was interessiert uns die Umwelt.

Da die Schichten mit dem Harz im Autoklaven unter druck verbacken werden ist auftrennen auch nicht wirklich möglich, dafür macht man es ja.

Absolut korrekt.

Delaminieren wäre schon sehr schlecht.

Aber im Grunde ist es da selbe wie mit Fiberglass, und das nutzt man schon sehr sehr lange.

Glasfiber ist quasi die Grundlage eines jeden Composite Materials.
Schon wenn man das zurückgewinnen könnte, wäre das ein riesen Schritt.
Ist aber (noch) nicht möglich.

Bzgl. ihres letzten Satzes:
ja, und genau deshalb hat Airbus beim A350 ja die Panel Bauweise gewählt, was man als Vorteil gegenüber den Tonnen der B787 sieht.

Ja das war ein kluge Entscheidung von Airbus.

Trotzdem: wenn ein A350 (z.B. durch eine kleine Kollision auf dem Flughafen) an der Aussenhülle beschädigt wird, ist die Reparatur wesentlich aufwändiger als bei einem Aluflieger (sie den ersten Link).
Beitrag vom 31.08.2022 - 12:27 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4594 Beiträge)
Jaja das Leben ist schrecklich klimaschädlich ...

und das Sterben erst ... immer diese Protestanten mit ihren Urnen!



Mal abgesehn davon dass sich das Problem der Verwertung durch die absurd lange Lebensdauer eigentlich garnicht bzw. kaum stellt:

Das Trennen von Kohlefaser und Harz ist unglaublich einfach denn man kann das Harz einfach abbrennen und die Fasern bleiben übrig ...

[funktioniert nicht bei allen Fasertypen, allen Harzen und allen Verarbeitungsmethoden aber bei vielen funktioniert es]

energetische Verwertung ist schließlich auch eine Verwertung bzw. im Fall von Kunststoffen i.d.R eh die beste Art von Verwertung weil das Erdöl so zweimal genutzt wird und garantiert kein Grundwasser verschmutzen oder künftigen Generationen sonst irgendwie zur Last fallen kann wie bei einer Deponie.

Wie fast jeder Ihrer Beiträge: ohne jeden Fach- und Sachverstand.

Völlig überflüssig.
Beitrag vom 31.08.2022 - 15:10 Uhr
UserEricM
User (7389 Beiträge)
Das in ca. 15 Jahren dann die ersten nicht recycelbaren Flugzeughüllen anfallen werden, darauf wird man ja wohl, angesichts der riesigen Müllprobleme die wir jetzt schon haben, aufmerksam machen dürfen.

Ja, schon. Aber das Plastik- bzw CFK-Problem wird sich jetzt nicht an einer 787 entscheiden. Wobei wenn ich mir anschaue wie heute Alu-Rümpfe mit Kabeln, Dämmschaum und allem anderen zusammen geschreddert werden: Die Recyclingfähigkeit eines Alu-Rumpfs ist in der Praxis auch eng beschränkt.

Flugzeuge sind aber letztlich Einzelfertigung mit minimalen Stückzahlen, verglichen mit Kaffeebechern, Lebensmittelverpackungen etc.
MC Donalds dürfte täglich mehr Plastik in Umlauf bringen als Boeing mit einer 787...
Und das durch das geringere Gewicht über die Lebensdauer gesparte Kerosin gegenrechnen wäre auch fair.

Um mal was positives über Boeing zu sagen ....
Beitrag vom 31.08.2022 - 15:12 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (725 Beiträge)
@JordanPensionär

Und auch das von Ihnen genannten Verfahren des Schredderns (Granulieren) und die Neuverwendung dieses Granulats ist bisher nur rudimentär möglich, weil die Eigenschaften der so gewonnen Produkte nicht annähernd denen des Ausgangsmateriales entsprechen.

Recycling bedeutet nicht, dass das Ergebnis die selben Eigenschaften haben muss. Für lastunkritische Formen wie einem Rasierapperat oder Föhn. Smartphone ... werden weniger Ansprüche an die Stabilität gestellt wie an eine Tragfläche oder meinetwegen Ski, Tennisschläger ...


Auch darauf wird in dem Bericht (Ihr erster Link) ausführlich eingegangen.


Zwischen Link 1 (2003) und Link 2 (2020) liegen aber 17 Jahre. Da läst sich einiges Forschen und Entwickeln.



Man kann nur hoffen, dass die Forschung dazu ein akzeptables, umweltschonendes Verfahren findet/ entwickelt. Im Augenblick sind wir davon noch sehr weit entfernt.

Arbeiten aber dadrann.


Btw. Deshalb ist ja auch die Reparatur von beschädigten, tragenden Rumpfbauteilen aus Compositenazetial an Flugzeugen so aufwändig bzw. fast unmöglich.
Das ist aber ein etwas anderes Problem. Da sollen ja die Struktur und die Materialeigenschaften erhalten bleiben.

Dieser Beitrag wurde am 31.08.2022 15:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 31.08.2022 - 15:26 Uhr
Useren-zym
User (413 Beiträge)
Nur weil gerade der Dämmschaum erwähnt wurde.

Man muss hier denk ich klar unterscheiden zwischen Luftfahrt und Automobil und Rest.

Was in einem kleinen verbauten Auto schwer oder garnicht mehr getrennt werden kann (also z.B. mit Schaum verfüllte Hohlräume in der Karosserie) ist beim großen Flugzeug mit einer geometisch einfachen, symetrischen Struktur gut zugänglich und nur verschraubt
Beitrag vom 31.08.2022 - 15:28 Uhr
Useren-zym
User (413 Beiträge)
Was Jahrzehnte halten und einfach unterhalten werden soll kann bzw. sollte eigentlich nicht so schwer zu trennen sein.
Beitrag vom 31.08.2022 - 22:00 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4594 Beiträge)
Was Jahrzehnte halten und einfach unterhalten werden soll kann bzw. sollte eigentlich nicht so schwer zu trennen sein.

"...soll kann bzw. sollte..." - was wollen uns diese Worte sagen ?
Beitrag vom 31.08.2022 - 22:13 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4594 Beiträge)
Das in ca. 15 Jahren dann die ersten nicht recycelbaren Flugzeughüllen anfallen werden, darauf wird man ja wohl, angesichts der riesigen Müllprobleme die wir jetzt schon haben, aufmerksam machen dürfen.

Ja, schon. Aber das Plastik- bzw CFK-Problem wird sich jetzt nicht an einer 787 entscheiden. Wobei wenn ich mir anschaue wie heute Alu-Rümpfe mit Kabeln, Dämmschaum und allem anderen zusammen geschreddert werden: Die Recyclingfähigkeit eines Alu-Rumpfs ist in der Praxis auch eng beschränkt.

Es geht ja nicht um 'diese eine LH' Boeing, sondern um tausende B787 oder A350, und andere Flieger die sicher bald auch noch mit Composite Rümpfen/ Teilen produziert werden.

Flugzeuge sind aber letztlich Einzelfertigung mit minimalen Stückzahlen, verglichen mit Kaffeebechern, Lebensmittelverpackungen etc.
MC Donalds dürfte täglich mehr Plastik in Umlauf bringen als Boeing mit einer 787...

Damit haben Sie absolut Recht, das ist ungefähr so, wie mit den 3 % die die Luftfahrt zum Klimawandel beiträgt.

Und das durch das geringere Gewicht über die Lebensdauer gesparte Kerosin gegenrechnen wäre auch fair.
>
Auch richtig, nur wenn die ganzen tausenden bestellten Flieger mit den besseren Triebwerken fliegen und sich die Gesamtanzahl der Flieger insgesamt - wie prognostiziert- vervielfacht, dann ist dieser positive Effekt auch wieder dahin.

Um mal was positives über Boeing zu sagen ....

;)
Beitrag vom 31.08.2022 - 22:50 Uhr
UserEricM
User (7389 Beiträge)
Nur weil gerade der Dämmschaum erwähnt wurde.

Man muss hier denk ich klar unterscheiden zwischen Luftfahrt und Automobil und Rest.

Was in einem kleinen verbauten Auto schwer oder garnicht mehr getrennt werden kann (also z.B. mit Schaum verfüllte Hohlräume in der Karosserie) ist beim großen Flugzeug mit einer geometisch einfachen, symetrischen Struktur gut zugänglich und nur verschraubt

Und deswegen kommt beim Verwerten von Flugzeugen ein Feinwerkzeug namens CAT 325F zum Einsatz ...

 https://www.bvse.de/sachverstand-bvse-recycling/themen-ereignisse/6607-flugzeug-rueckbau-mit-dem-cat-kettenbagger-352f.html
Beitrag vom 01.09.2022 - 03:49 Uhr
UserGroße Krüg..
User (1383 Beiträge)
Es ist ja wirklich super das sie sich gedanken über das recycling von Flugzeugrümpfen und tragflächen machen und den Einfluss von Composite Werkstoffen.

De facto stellt man die Flieger aktuell auch einfach in Arizona etc. in die Wüste. Da stehen sie dann rum, nennt man Flugzeugfriedhof.
Der geringste Teil geht wieder in Betrieb und meist lohnt es sich wohl auch nicht bzgl. des Recyclings.

Man baut halt die System aus und alles was wert hat, der Rumpf steht dann halt einfach in der Sonne.
Beitrag vom 01.09.2022 - 08:49 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4594 Beiträge)
Nur weil gerade der Dämmschaum erwähnt wurde.

Man muss hier denk ich klar unterscheiden zwischen Luftfahrt und Automobil und Rest.

Was in einem kleinen verbauten Auto schwer oder garnicht mehr getrennt werden kann (also z.B. mit Schaum verfüllte Hohlräume in der Karosserie) ist beim großen Flugzeug mit einer geometisch einfachen, symetrischen Struktur gut zugänglich und nur verschraubt

Und deswegen kommt beim Verwerten von Flugzeugen ein Feinwerkzeug namens CAT 325F zum Einsatz ...

 https://www.bvse.de/sachverstand-bvse-recycling/themen-ereignisse/6607-flugzeug-rueckbau-mit-dem-cat-kettenbagger-352f.html

Danke für diesen Link! Daraus:

"Mit dem Zerschneiden des großen Vogels konnte der Cat 352F beginnen, nachdem das Flugzeug entkernt worden war. Das hieß: Die einzelnen Komponenten und Bauteile sor-tiert nach Materialien auszubauen und nach Legierungen entsprechend zu separieren sowie Verbundstoffe wie Aluminium, Titan, Kupfer, Kunststoff, Elektroschrott und Sonstiges für den Sekundärkreislauf vorzubereiten."

Soviel zu Ihrem (Beitrag vom 31
08.; 15:10 Uhr):

"...Wobei wenn ich mir anschaue wie heute Alu-Rümpfe mit Kabeln, Dämmschaum und allem anderen zusammen geschreddert werden: Die Recyclingfähigkeit eines Alu-Rumpfs ist in der Praxis auch eng beschränkt...".

;)

Beitrag vom 01.09.2022 - 08:58 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4594 Beiträge)
Es ist ja wirklich super das sie sich gedanken über das recycling von Flugzeugrümpfen und tragflächen machen und den Einfluss von Composite Werkstoffen.

De facto stellt man die Flieger aktuell auch einfach in Arizona etc. in die Wüste. Da stehen sie dann rum, nennt man Flugzeugfriedhof.
Der geringste Teil geht wieder in Betrieb und meist lohnt es sich wohl auch nicht bzgl. des Recyclings.

Man baut halt die System aus und alles was wert hat, der Rumpf steht dann halt einfach in der Sonne.

Also so ähnlich wie mit den ausgebrannten Atombrennstäben/müll: einfach irgendwo verbuddeln und das Problem ist gelöst!?

Zu Ihrem Eingangssatz:
ja ich mache mir Gedanken über Recycling (nicht nur von Flugzeugrümpfen), sondern auch über den Zustand und die bevorstehende Entwicklung auf der Erde.

Und ich schäme mich dafür das ich zu der Generation gehöre, die einen riesengroßen Anteil daran hat, daß die kommenden Generationen (wenn sie denn überhaupt noch auf der Erde leben können) einen riesigen Berg an Umweltproblemen, Naturkatastrophen, Schulden usw.usf. zu bewältigen haben werden.
Beitrag vom 04.09.2022 - 23:38 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4594 Beiträge)
 https://www.eurowings.com/de/entdecken/angebote/aktivurlaub-sport.html?cha=display&ewc=AO-Push&cmpID=DE_DIS-ACT_189864&si=FactorElevenDE&li=12565&ap=6711552&cr=4014566&et_uk=7ede5a0ccebe4caf83d551cf4836b4f2#fluege

Und ich Dummerchen dachte, die Zeit der Nachhaltigkeit (also keine Nicht- Kostendeckenden Dumping Tickets mehr) wäre angebrochen... ;)
Beitrag vom 05.09.2022 - 03:10 Uhr
UserGroße Krüg..
User (1383 Beiträge)
Es ist ja wirklich super das sie sich gedanken über das recycling von Flugzeugrümpfen und tragflächen machen und den Einfluss von Composite Werkstoffen.

De facto stellt man die Flieger aktuell auch einfach in Arizona etc. in die Wüste. Da stehen sie dann rum, nennt man Flugzeugfriedhof.
Der geringste Teil geht wieder in Betrieb und meist lohnt es sich wohl auch nicht bzgl. des Recyclings.

Man baut halt die System aus und alles was wert hat, der Rumpf steht dann halt einfach in der Sonne.

Also so ähnlich wie mit den ausgebrannten Atombrennstäben/müll: einfach irgendwo verbuddeln und das Problem ist gelöst!?

Man weiss es halt nicht besser, bzw. hat keine bessere Lösung. Dank der Halbwärtszeit löst sich zuminderstens das Strahlungsproblem mit der Zeit.


Zu Ihrem Eingangssatz:
ja ich mache mir Gedanken über Recycling (nicht nur von Flugzeugrümpfen), sondern auch über den Zustand und die bevorstehende Entwicklung auf der Erde.

Das ist gut und ehrt sie!

Und ich schäme mich dafür das ich zu der Generation gehöre, die einen riesengroßen Anteil daran hat, daß die kommenden Generationen (wenn sie denn überhaupt noch auf der Erde leben können) einen riesigen Berg an Umweltproblemen, Naturkatastrophen, Schulden usw.usf. zu bewältigen haben werden.

Das ist eine sehr negative Sichtweise.
Grundsätzlich verändert der Mensch seit mehreren Jahrtausenden die Gegebenheiten auf der Erde, so nimmt man z.b. an das die Menschheit ca. 3 Billionen Bäume abgeholzt hat.
Ob der Römern das bewusst war, als sie die Bäume umgehauen haben?

Sie können natürlich auch darauf schauen, wer der Generation Greta diese Schulbildung ermöglicht hat, und den Luxus das sie sich Freitags auf die Strasse setzen kann statt um ihr überleben kämpfen zu müssen.
Die INfrastruktur ist ja nicht vom Himmel gefallen.