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Beitrag 31 - 45 von 60
Beitrag vom 13.08.2025 - 10:42 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2165 Beiträge)
Es gibt auch Unternehmer, die scheinbar den Mehrwert von Flugverbindungen für die Wirtschaftsleistung einer Region erkennen:  https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/airline-skyhub-pad-ostwestfalen-102.html

Aus dem Artikel:
Bis Ende Mai bot die Lufthansa bis zu drei tägliche Verbindungen nach München an. Danach stellte das Unternehmen die Strecke ein. Zur Begründung hieß es, dass innerdeutsche Flüge nach und nach eingestellt würden, weil sie viel zu teuer geworden seien. Hohe Gebühren, etwa für Sicherheitskontrollen oder Flugsicherung, würden Ticketpreise unattraktiv machen.

Da sieht man, dass diese Unternehmer, die jetzt eigens eine Airline gründen, der LH auch nicht glauben, dass die Gebühren zu teuer geworden sind...

Also ja, kann schon sein, dass sich diese Strecke in der über-komplexen Struktur einer LH nicht mehr rentierte, oder sie anderswo dieses Flugzeug Gewinnbringender einsetzen kann. Aber nur weil bei jeder Streckenstreichung "staatliche Belastungen" als Grund angegeben werden, muss das ja noch lange nicht stimmen...

Ich will mich gar nicht mit in diese endlos Diskussion, die hier regelmäßig geführt wird, reinziehen lassen. Ich habe nichts dazu geschrieben, was die Gründe sind oder wer wem etwas glaubt. Das ist alles wieder Ihre eigene Interpretaion.

Es ging mir darum, dass hier oft angezweifelt wird, dass die Anbindung an den inter(nationalen Flugverkehr einen Standortfaktor für Unternehmen ausmacht und dass Unternehmen einfach immer weniger Bedarf an Flügen haben. Rund um Paderborn sieht man das anscheinend anders.
Beitrag vom 13.08.2025 - 10:43 Uhr
UserChristian159
User (1625 Beiträge)
Es gibt auch Unternehmer, die scheinbar den Mehrwert von Flugverbindungen für die Wirtschaftsleistung einer Region erkennen:  https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/airline-skyhub-pad-ostwestfalen-102.html

Aus dem Artikel:
Bis Ende Mai bot die Lufthansa bis zu drei tägliche Verbindungen nach München an. Danach stellte das Unternehmen die Strecke ein. Zur Begründung hieß es, dass innerdeutsche Flüge nach und nach eingestellt würden, weil sie viel zu teuer geworden seien. Hohe Gebühren, etwa für Sicherheitskontrollen oder Flugsicherung, würden Ticketpreise unattraktiv machen.

Da sieht man, dass diese Unternehmer, die jetzt eigens eine Airline gründen, der LH auch nicht glauben, dass die Gebühren zu teuer geworden sind...

Also ja, kann schon sein, dass sich diese Strecke in der über-komplexen Struktur einer LH nicht mehr rentierte, oder sie anderswo dieses Flugzeug Gewinnbringender einsetzen kann. Aber nur weil bei jeder Streckenstreichung "staatliche Belastungen" als Grund angegeben werden, muss das ja noch lange nicht stimmen...


@EricM

Sie haben doch hier jahrelang dahingehend argumentiert, dass die Kosten der Flüge über die Gebühren erhöht werden sollten, damit aus Gründen des Umweltschutzes nicht mehr so viele Menschen fliegen.

Jetzt sind die Gebühren erhöht worden, die Menschen fliegen nicht mehr so viel!

Akzeptieren Sie doch einfach, dass Sie recht hatten und stellen Sie nicht Ihre eigene These permanent in Frage!
Beitrag vom 13.08.2025 - 11:12 Uhr
Usercontrail55
User (6032 Beiträge)
Also wie kommt der BDL jetzt trotz eines boomenden Touristik-Geschäfts darauf, die "staatlichen Belastungen" wären zu hoch?

Weil der Anteil des Touristik-Geschäfts einerseits zu klein und zu saisonal ist,

Wofür zu klein?
Um nur davon leben zu können.

Wir reden aktuell von Wachstumsraten, die dem BDL nicht hoch genug sind und von Geschäftsreisen, die noch nicht wieder auf dem Stand von 2019 sind.
Nicht davon, dass Airlines alleine vom Touristikgeschäft leben sollen.

Ich selbst -glaube- dass Geschäftsreisen in den nächsten Jahren weiter abnehmen werden. Viele meiner Kunden schnallen derzeit die Gürtel enger und akzeptieren vor Ort Meetings (entweder die eigene Teilnahme oder Kostenübernahme für unsere Anreise) nur noch in wenigen Ausnahmefällen.
Also haben die Kosten für eine Geschäftsreise doch einen Einfluss? Das überrascht jetzt ;-)
Das gilt besonders für Europa, aber auch USA und in Asien.
Aber da kann ich natürlich falsch liegen.


Der Geschäftsmann muss dahin, wo das Geschäft ist, der Tourist fährt dahin, wo es den besten Deal gibt.

Der Geschäftsmann fährt dann halt nicht nur die letzten 50 sondern vielleicht die letzten 150km mit dem Auto oder der Bahn.
Und auch Touristen ballen sich ja nicht gerade dort, wo ausgerechnet die Flüge am billigsten sind.

Zu den wegfallenden Verbindungen: Ja, Angebot und Nachfrage beeinflussen sich gegenseitig. Von daher kann man im Nachhinein schlecht sagen was der Auslöser war.
Siehe dazu auch einen Post tiefer zu Paderborn.
Darum ging es mir.
Aber Zu FR und Easy: So what? Um so mehr Marktmacht und Preiskontrolle bekommen doch die verbleibenden Anbieter. Das sollte doch in der LH Chefetage eher gut ankommen...
Sicher, aber es ging doch um "Deutschland fliegt hinterher".
Um Flüge wirtschaftlich darstellen zu können, müssen die passenden Preise abgerufen werden. Wenn der Markt diese Preise aber nicht mitmacht, dann wird es dieses Angebot nicht geben. Weniger Angebot bedeutet weniger Konnektivität und weniger Konnektivität macht den Standort weniger attraktiv. Im europäischen Vergleich sind wir genau an dieser Stelle. Auch wenn einzelne Segmente gerade ein Hoch erleben, ist das der Tenor. Sagen die Zahlen, sagt der BDL und sagt die Wirtschaft.
Sie haben mal Spanien und den Tourismus angesprochen, das ist ein gutes Beispiel. Da arbeiten alle Hand in Hand, um diesen wichtigen Wirtschaftszweig zu stützen. Auch der Staat trägt über die Infrasturktur (Angebot und Kosten) seinen Teil dazu bei. Hier hat man das Gefühl, die Infrastruktur muss für sich ein Profitcenter sein.
Beitrag vom 13.08.2025 - 11:19 Uhr
UserChristian159
User (1625 Beiträge)
Btw. ich hatte Sie in einem anderen Thread zu dieser Thematik gebeten Ihre Aussagen bzgl. 'Luftfahrt macht einen Bogen um Deutschland' einmal konkret zu untersetzen. Da kam leider nichts... .

Doch, da kam die Quelle, wo Sie das selbst ermitteln können.
Sie sind nur zu bequem sich selbst die Mühe zu machen und erwarten, dass das andere für Sie machen.
Beitrag vom 13.08.2025 - 12:26 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4079 Beiträge)
> Also wie kommt der BDL jetzt trotz eines boomenden Touristik-Geschäfts darauf, die "staatlichen Belastungen" wären zu hoch?

Weil der Anteil des Touristik-Geschäfts einerseits zu klein und zu saisonal ist,

Wofür zu klein?
Um nur davon leben zu können.

Wir reden aktuell von Wachstumsraten, die dem BDL nicht hoch genug sind und von Geschäftsreisen, die noch nicht wieder auf dem Stand von 2019 sind.
Nicht davon, dass Airlines alleine vom Touristikgeschäft leben sollen.

Ich selbst -glaube- dass Geschäftsreisen in den nächsten Jahren weiter abnehmen werden. Viele meiner Kunden schnallen derzeit die Gürtel enger und akzeptieren vor Ort Meetings (entweder die eigene Teilnahme oder Kostenübernahme für unsere Anreise) nur noch in wenigen Ausnahmefällen.
Also haben die Kosten für eine Geschäftsreise doch einen Einfluss? Das überrascht jetzt ;-)
Das gilt besonders für Europa, aber auch USA und in Asien.
Aber da kann ich natürlich falsch liegen.


Der Geschäftsmann muss dahin, wo das Geschäft ist, der Tourist fährt dahin, wo es den besten Deal gibt.

Der Geschäftsmann fährt dann halt nicht nur die letzten 50 sondern vielleicht die letzten 150km mit dem Auto oder der Bahn.
Und auch Touristen ballen sich ja nicht gerade dort, wo ausgerechnet die Flüge am billigsten sind.

Zu den wegfallenden Verbindungen: Ja, Angebot und Nachfrage beeinflussen sich gegenseitig. Von daher kann man im Nachhinein schlecht sagen was der Auslöser war.
Siehe dazu auch einen Post tiefer zu Paderborn.
Darum ging es mir.
Aber Zu FR und Easy: So what? Um so mehr Marktmacht und Preiskontrolle bekommen doch die verbleibenden Anbieter. Das sollte doch in der LH Chefetage eher gut ankommen...
Sicher, aber es ging doch um "Deutschland fliegt hinterher".
Um Flüge wirtschaftlich darstellen zu können, müssen die passenden Preise abgerufen werden. Wenn der Markt diese Preise aber nicht mitmacht, dann wird es dieses Angebot nicht geben. Weniger Angebot bedeutet weniger Konnektivität und weniger Konnektivität macht den Standort weniger attraktiv. Im europäischen Vergleich sind wir genau an dieser Stelle. Auch wenn einzelne Segmente gerade ein Hoch erleben, ist das der Tenor. Sagen die Zahlen, sagt der BDL und sagt die Wirtschaft.

Es ist doch m.E. gegen jegliche Regeln der Marktwirtschaft vom Steuerzahler quasi Subventionen zu verlangen, um ein Produkt zu einem Preis anbieten zu können, welches dem Kunden genehm ist. Das ist doch absurd!

Zumal ich dabei bleibe:
es gibt kein wichtiges Ziel welches, auch für Geschäftsreisende, nicht mit dem Flugzeug erreichen könnte. Abgesehen von (offensichtlich) überflüssigen innerdeutschen P2P- Verbindungen.

Das Easy, Ryan und Co., die eher wie die berühmt berüchtigten Heuschrecken agieren - was auf deren Geschäftsmodel (P2P) bezogen auch völlig okay ist -, hier jetzt als 'Beweis' für die These des BDL herhalten muss (siehe das kurze Gastspiel von FR in FRA, oder deren 'Hamburg - Lübeck Spielchen') ist in gewisserweise schon amüsant.

Gegenbeispiel: QR fliegt jetzt sogar 3x täglich vom BER (ohne jetzt wieder die überflüssige Diskussion zu Berlin- Potenzial aufmachen zu wollen). Und TK fliegt ebenfalls von/zu fast jedem deutschen (Provinz)Airport und macht alles andere, als sich zurück zuziehen.

Und wenn LHG die Kosten für die HUB Zubringer MUC und FRA zu hoch sind, geht es eben vermehrt über deren ausländischen HUBs, was offenbar mittlerweile so geschieht. Wo ist also das Problem?

In diesem Kontext gleich meine Meinung zum Projekt 'Paderborn - Airline':

a. mal abwarten, was die Tickets für diese Flüge kosten
b. es wird interessant sein zu erfahren, wie diese Airline mit den 'zu teuren' Gebühren umgeht
c. mal sehen ob es Nachmacher geben wird
d. ich glaube nicht das diese Airline lange existieren wird (nur meine Meinung, warten wir es ab).

Sie haben mal Spanien und den Tourismus angesprochen, das ist ein gutes Beispiel. Da arbeiten alle Hand in Hand, um diesen wichtigen Wirtschaftszweig zu stützen. Auch der Staat trägt über die Infrasturktur (Angebot und Kosten) seinen Teil dazu bei. Hier hat man das Gefühl, die Infrastruktur muss für sich ein Profitcenter sein.
Beitrag vom 13.08.2025 - 12:29 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4079 Beiträge)
Btw. ich hatte Sie in einem anderen Thread zu dieser Thematik gebeten Ihre Aussagen bzgl. 'Luftfahrt macht einen Bogen um Deutschland' einmal konkret zu untersetzen. Da kam leider nichts... .

Doch, da kam die Quelle, wo Sie das selbst ermitteln können.
Sie sind nur zu bequem sich selbst die Mühe zu machen und erwarten, dass das andere für Sie machen.

Offesichtlich haben Sie woeder mal nichts verstanden: ich habe diese These/ Behauptung nicht aufgestellt, muss also das Gegenteil nicht nachweisen.
Beitrag vom 13.08.2025 - 12:43 Uhr
UserChristian159
User (1625 Beiträge)
Btw. ich hatte Sie in einem anderen Thread zu dieser Thematik gebeten Ihre Aussagen bzgl. 'Luftfahrt macht einen Bogen um Deutschland' einmal konkret zu untersetzen. Da kam leider nichts... .

Doch, da kam die Quelle, wo Sie das selbst ermitteln können.
Sie sind nur zu bequem sich selbst die Mühe zu machen und erwarten, dass das andere für Sie machen.

Offesichtlich haben Sie woeder mal nichts verstanden: ich habe diese These/ Behauptung nicht aufgestellt, muss also das Gegenteil nicht nachweisen.

Na kommen Sie … Sie stellen doch laufend Behauptungen auf, ohne einen Nachweis zu erbringen!

Aber da der BDL ja diese Aussage getroffen hat, müssen Sie die BDL fragen und nicht die Frage hier in den Raum stellen!
Beitrag vom 13.08.2025 - 13:21 Uhr
UserEricM
User (7019 Beiträge)
> Also wie kommt der BDL jetzt trotz eines boomenden Touristik-Geschäfts darauf, die "staatlichen Belastungen" wären zu hoch?

Weil der Anteil des Touristik-Geschäfts einerseits zu klein und zu saisonal ist,

Wofür zu klein?
Um nur davon leben zu können.

Wir reden aktuell von Wachstumsraten, die dem BDL nicht hoch genug sind und von Geschäftsreisen, die noch nicht wieder auf dem Stand von 2019 sind.
Nicht davon, dass Airlines alleine vom Touristikgeschäft leben sollen.

Ich selbst -glaube- dass Geschäftsreisen in den nächsten Jahren weiter abnehmen werden. Viele meiner Kunden schnallen derzeit die Gürtel enger und akzeptieren vor Ort Meetings (entweder die eigene Teilnahme oder Kostenübernahme für unsere Anreise) nur noch in wenigen Ausnahmefällen.
Also haben die Kosten für eine Geschäftsreise doch einen Einfluss? Das überrascht jetzt ;-)

Die gesamten 2-4k€ für Flug, Transfers, Hotel und Spesen: Sicher. Wobei auch die sich eher in einer Policy-Änderung niederschlagen als in konkreten Entscheidungen.

Das gilt besonders für Europa, aber auch USA und in Asien.
Aber da kann ich natürlich falsch liegen.


Der Geschäftsmann muss dahin, wo das Geschäft ist, der Tourist fährt dahin, wo es den besten Deal gibt.

Der Geschäftsmann fährt dann halt nicht nur die letzten 50 sondern vielleicht die letzten 150km mit dem Auto oder der Bahn.
Und auch Touristen ballen sich ja nicht gerade dort, wo ausgerechnet die Flüge am billigsten sind.

Zu den wegfallenden Verbindungen: Ja, Angebot und Nachfrage beeinflussen sich gegenseitig. Von daher kann man im Nachhinein schlecht sagen was der Auslöser war.
Siehe dazu auch einen Post tiefer zu Paderborn.
Darum ging es mir.
Aber Zu FR und Easy: So what? Um so mehr Marktmacht und Preiskontrolle bekommen doch die verbleibenden Anbieter. Das sollte doch in der LH Chefetage eher gut ankommen...
Sicher, aber es ging doch um "Deutschland fliegt hinterher".
Um Flüge wirtschaftlich darstellen zu können, müssen die passenden Preise abgerufen werden. Wenn der Markt diese Preise aber nicht mitmacht, dann wird es dieses Angebot nicht geben. Weniger Angebot bedeutet weniger Konnektivität und weniger Konnektivität macht den Standort weniger attraktiv. Im europäischen Vergleich sind wir genau an dieser Stelle. Auch wenn einzelne Segmente gerade ein Hoch erleben, ist das der Tenor. Sagen die Zahlen, sagt der BDL und sagt die Wirtschaft.
Sie haben mal Spanien und den Tourismus angesprochen, das ist ein gutes Beispiel. Da arbeiten alle Hand in Hand, um diesen wichtigen Wirtschaftszweig zu stützen. Auch der Staat trägt über die Infrasturktur (Angebot und Kosten) seinen Teil dazu bei. Hier hat man das Gefühl, die Infrastruktur muss für sich ein Profitcenter sein.

Ja, da verstehe ich Ihren Frust beim Vergleich.
Das könnte aber auch daran liegen, dass es in Spanien sehr klar tatsächlich wirklich der Wirtschaft dient, wenn viel geflogen wird, da der spanische Inbound Tourismus einer der Haupt-Wirtschaftszweige Spaniens ist und mehr Flüge sich somit direkt in mehr Umsatz im gesamten Touristik-Sektor bemerkbar machen.

In Deutschland hat Fliegen eine komplett andere Rolle.

Internationaler Inbound Tourismus ist ein vergleichsweise kleiner Wirtschaftsfaktor in DE. Der Outbound Tourismus ist deutlich größer, bringt der deutschen Wirtschaft aber außer dem Flug selbst nix. Im Gegenteil: Er zieht Kaufkraft von heimischen Tourismus-Anbietern ab und ist daher sogar in gewisser Weise "schädlich" für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Geschäftsreisen per Flugzeug sind jenseits eines gewissen Grundangebots bestenfalls neutral für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Wenn der Verhandler oder Consultant einmal im Monat nach London zum Kunden reist, werden seine Umsätze durch 1, 2 oder 4 Flüge am Tag nicht steigen.

Gleiches gilt für Luftfracht. Eine Steigerung des Grundvolumens bringt nur dann einen gesamtwirtschaftlichen Vorteil, wenn die Luftfracht der Flaschenhals ist.

Die Masse der Umsteigepassagiere der Lufthansa in FRA und MUC wiederum sind ebenfalls außer dem Flug an sich und eventuell etwas Umsatz an den Airports ebenfalls neutral für die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands.


Dieser Beitrag wurde am 13.08.2025 13:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.08.2025 - 16:51 Uhr
Usercontrail55
User (6032 Beiträge)
> > Also wie kommt der BDL jetzt trotz eines boomenden Touristik-Geschäfts darauf, die "staatlichen Belastungen" wären zu hoch?

> Weil der Anteil des Touristik-Geschäfts einerseits zu klein und zu saisonal ist,

Wofür zu klein?
Um nur davon leben zu können.

Wir reden aktuell von Wachstumsraten, die dem BDL nicht hoch genug sind und von Geschäftsreisen, die noch nicht wieder auf dem Stand von 2019 sind.
Nicht davon, dass Airlines alleine vom Touristikgeschäft leben sollen.

Ich selbst -glaube- dass Geschäftsreisen in den nächsten Jahren weiter abnehmen werden. Viele meiner Kunden schnallen derzeit die Gürtel enger und akzeptieren vor Ort Meetings (entweder die eigene Teilnahme oder Kostenübernahme für unsere Anreise) nur noch in wenigen Ausnahmefällen.
Also haben die Kosten für eine Geschäftsreise doch einen Einfluss? Das überrascht jetzt ;-)

Die gesamten 2-4k€ für Flug, Transfers, Hotel und Spesen: Sicher. Wobei auch die sich eher in einer Policy-Änderung niederschlagen als in konkreten Entscheidungen.

Das gilt besonders für Europa, aber auch USA und in Asien.
Aber da kann ich natürlich falsch liegen.


Der Geschäftsmann muss dahin, wo das Geschäft ist, der Tourist fährt dahin, wo es den besten Deal gibt.

Der Geschäftsmann fährt dann halt nicht nur die letzten 50 sondern vielleicht die letzten 150km mit dem Auto oder der Bahn.
Und auch Touristen ballen sich ja nicht gerade dort, wo ausgerechnet die Flüge am billigsten sind.

Zu den wegfallenden Verbindungen: Ja, Angebot und Nachfrage beeinflussen sich gegenseitig. Von daher kann man im Nachhinein schlecht sagen was der Auslöser war.
Siehe dazu auch einen Post tiefer zu Paderborn.
Darum ging es mir.
Aber Zu FR und Easy: So what? Um so mehr Marktmacht und Preiskontrolle bekommen doch die verbleibenden Anbieter. Das sollte doch in der LH Chefetage eher gut ankommen...
Sicher, aber es ging doch um "Deutschland fliegt hinterher".
Um Flüge wirtschaftlich darstellen zu können, müssen die passenden Preise abgerufen werden. Wenn der Markt diese Preise aber nicht mitmacht, dann wird es dieses Angebot nicht geben. Weniger Angebot bedeutet weniger Konnektivität und weniger Konnektivität macht den Standort weniger attraktiv. Im europäischen Vergleich sind wir genau an dieser Stelle. Auch wenn einzelne Segmente gerade ein Hoch erleben, ist das der Tenor. Sagen die Zahlen, sagt der BDL und sagt die Wirtschaft.
Sie haben mal Spanien und den Tourismus angesprochen, das ist ein gutes Beispiel. Da arbeiten alle Hand in Hand, um diesen wichtigen Wirtschaftszweig zu stützen. Auch der Staat trägt über die Infrasturktur (Angebot und Kosten) seinen Teil dazu bei. Hier hat man das Gefühl, die Infrastruktur muss für sich ein Profitcenter sein.

Ja, da verstehe ich Ihren Frust beim Vergleich.
Das täuscht, ich bin überhaupt nicht frustriert. Im Gegenteil, eher amüsiert. Machen Sie sich keine Sorgen ;-)
Das könnte aber auch daran liegen, dass es in Spanien sehr klar tatsächlich wirklich der Wirtschaft dient, wenn viel geflogen wird, da der spanische Inbound Tourismus einer der Haupt-Wirtschaftszweige Spaniens ist und mehr Flüge sich somit direkt in mehr Umsatz im gesamten Touristik-Sektor bemerkbar machen.
Für 2025 wird für Spanien (alles laut WTTC Standard) 14% des BIP erwartet, rd 250Mrd.€, für D 11,6% rd 500Mrd€.
In Deutschland hat Fliegen eine komplett andere Rolle.
Da ging es mir nicht um das Fliegen allein, sondern um das Grundsätzliche. D ist ein Exportland, dass für die Produktion und für den Handel mit den Produkten eine funktionierende, wettbewerbsfähige Infrastruktur braucht. Die haben wir nicht, weder auf der Straße, auf der Schiene, dem Wasser oder in der Luft.
Internationaler Inbound Tourismus ist ein vergleichsweise kleiner Wirtschaftsfaktor in DE. Der Outbound Tourismus ist deutlich größer, bringt der deutschen Wirtschaft aber außer dem Flug selbst nix. Im Gegenteil: Er zieht Kaufkraft von heimischen Tourismus-Anbietern ab und ist daher sogar in gewisser Weise "schädlich" für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.
Das ist zB. eine Aussage, die mich amüsiert :-)
Geschäftsreisen per Flugzeug sind jenseits eines gewissen Grundangebots bestenfalls neutral für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Wenn der Verhandler oder Consultant einmal im Monat nach London zum Kunden reist, werden seine Umsätze durch 1, 2 oder 4 Flüge am Tag nicht steigen.
Beitrag vom 13.08.2025 - 22:05 Uhr
UserFW 190
User (2326 Beiträge)

Internationaler Inbound Tourismus ist ein vergleichsweise kleiner Wirtschaftsfaktor in DE. Der Outbound Tourismus ist deutlich größer, bringt der deutschen Wirtschaft aber außer dem Flug selbst nix. Im Gegenteil: Er zieht Kaufkraft von heimischen Tourismus-Anbietern ab und ist daher sogar in gewisser Weise "schädlich" für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.


Wir waren mal das Land mit den größten Exporten von Waren. Womit haben nur unsere Kunden in der Welt diese bezahlt? Könnten das z.B. auch mit den Einnahmen aus den Tourismus Geschäft erfolgt sein?
Beitrag vom 13.08.2025 - 23:12 Uhr
UserX-Ray
User (909 Beiträge)
Warum ist es für viele Luftfahrt-Mitarbeiter so unvorstellbar, dass der klassische Geschäftsreisende eine aussterbende Art ist?

Bleiben wir doch mal bei Fakten, anstatt beim Wunschdenken eines Flughafengegners.


Gerne :)

Global steigen die Budgets für Geschäftsreisen, obwohl man inflationsbereinigt noch unter dem Niveau von 2019 liegt. Aussterben tut da gar nichts. Bis 2029 wird das Volumen weiter auf geschätzt 2 Billionen USD hoch gehen, getrieben von China, USA und wachstumsstarken Wirtschaften. Das wird hier ganz gut beschrieben:

 https://www.srf.ch/news/wirtschaft/geschaeft-mit-geschaeftsreisen-business-trips-boomen-doch-die-pandemie-hat-spuren-hinterlassen


Haben Sie den Artikel hinter Ihrem Link auch zuende gelesen?

Selbstverständlich. Und ich warte angesichts der gemeldeten Ausgaben für Geschäftsreisen immer noch gespannt auf ihren Quellennachweis, dass "der klassische Geschäftsreisende eine aussterbende Art ist".

Beispiel Deutschland: 2019 gab es bei den dortigen Unternehmen noch knapp 200 Millionen Geschäftsreisen. 2024 waren es mit rund 107 Millionen nur noch etwa halb so viele.

Sind Geschäftsreisen ein Auslaufmodell? Der Markt befindet sich im Wandel. Gründe sind gemäss der GBTA geopolitische Krisen und deren Folgen sowie der aktuelle Handelskonflikt und die allgemeine Verunsicherung. Diese Faktoren sind jedoch nur ein Teil der Erklärung. Auch das Verhalten und die Einstellungen haben sich verändert: Die Möglichkeiten, digital zu kommunizieren, haben sich in der Geschäftswelt durchgesetzt. Das viele Herumreisen ist auch aus Gründen des Umweltschutzes umstritten. Und: Geschäftsreisen kosten. All das lässt Unternehmen die Notwendigkeit von Geschäftsreisen hinterfragen [...]

Dass deutsche Unternehmen im voraussichtlich dritten Rezessionsjahr eher vorsichtig und sparsam sind, ist nachvollziehbar. Wenn der Staat dann noch die Hand aufhält und viele Angebote im Luftverkehr unwirtschaftlich macht, ergibt sich halt die aktuelle Diskrepanz bei den Verkehrszahlen zwischen D und allen anderen Ländern. Es ist irrwitzig, zu behaupten, dass die Standortkosten keinen Einfluss auf das Angebot hätten.

Warum soll das irrwitzig sein? Selbst die gesamten "staatlichen Belastungen" von etwa 35€/Flug machen idR unter 1% des gesamten Reisepreises aus.
Und warum sollten bei gleichen Kostenaufschlägen ausgerechnet Geschäftsreisen unter den Standortkosten einbrechen, Tourismus aber boomen?
Es ist eher irrwitzig so eine so unterschiedliche Wirkung auf die verschiedenen Segmente hinzunehmen, und nicht mal zu begründen, warum sich das so selektiv auf Geschäftsreisen auswirken sollte.

Es ist für mein Verständnis einfache Logik, dass steigende Kosten unternehmerische Entscheidungen beeinflussen. Muss man das ernsthaft diskutieren?

Sie behaupten, 35€ mehr oder weniger spielen beim Ticketpreis keine entscheidende Rolle. 2023 hat die LHG in einem der wirtschaftlich besten Jahre nach meiner Erinnerung pro Passagier so um die 16€ Gewinn gemacht (irgendwo in dem Bereich). Und jetzt sagen Sie, dass ein Betrag, der mehr als doppelt so groß ist, keinen merklichen Einfluss auf das Geschäft hat, auf unternehmerische Entscheidungen, auf die Entscheidung der Kunden?

Und ich habe es letztens schon erwähnt, aber gerne nochmal, da man hier ja alles tausendmal wiederholen muss und es dann immer noch abgestritten wird: LHG Q2-Bericht Seite 16, die Stückerlöse sind im Vergleich zum H1/Vorjahr gleichgeblieben, die Stückkosten u.a. wegen stark gestiegener Gebühren um 3,6% nach oben gegangen.

Irgendeine Idee, weshalb man den Kunden nicht einfach 3,6% mehr abgeknöpft hat? Sind die alle doof bei LH, haben die alle gepennt? Nein, man hat die 3,6% mehr beim Kunden einfach nicht durchsetzen können. Man kann die Erlöse nicht beliebig an gestiegene Kosten anpassen, auch das wurde hier schon tausendmal erklärt, obwohl es eigentlich ganz banal ist.

Ich verstehe auch gar nicht ihren Drang , noch darüber zu diskutieren. Sie müssten mit der Entwicklung doch sehr zufrieden sein. Wie oft haben Sie hier über die Jahre gegen den Flugverkehr gewettert, gegen Fluglärm, gegen Feinstaub, gegen eine neue Landebahn, gegen ein neues Terminal, gegen die Airline-Manager, usw., usw.

Jetzt wird auch dank der Politik ihr Wunsch erfüllt und der Flugverkehr reduziert sich in D, obwohl er überall sonst stark wächst. Und dann stellen Sie sich hier hin und sagen "Hat alles nichts mit der Politik oder mit zu hohen Kosten zu tun"! Da fällt mir echt nichts mehr zu ein.
Beitrag vom 14.08.2025 - 08:11 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4079 Beiträge)

Haben Sie den Artikel hinter Ihrem Link auch zuende gelesen?

Selbstverständlich. Und ich warte angesichts der gemeldeten Ausgaben für Geschäftsreisen immer noch gespannt auf ihren Quellennachweis, dass "der klassische Geschäftsreisende eine aussterbende Art ist".

Beispiel Deutschland: 2019 gab es bei den dortigen Unternehmen noch knapp 200 Millionen Geschäftsreisen. 2024 waren es mit rund 107 Millionen nur noch etwa halb so viele.

Sind Geschäftsreisen ein Auslaufmodell? Der Markt befindet sich im Wandel. Gründe sind gemäss der GBTA geopolitische Krisen und deren Folgen sowie der aktuelle Handelskonflikt und die allgemeine Verunsicherung. Diese Faktoren sind jedoch nur ein Teil der Erklärung. Auch das Verhalten und die Einstellungen haben sich verändert: Die Möglichkeiten, digital zu kommunizieren, haben sich in der Geschäftswelt durchgesetzt. Das viele Herumreisen ist auch aus Gründen des Umweltschutzes umstritten. Und: Geschäftsreisen kosten. All das lässt Unternehmen die Notwendigkeit von Geschäftsreisen hinterfragen [...]

Dass deutsche Unternehmen im voraussichtlich dritten Rezessionsjahr eher vorsichtig und sparsam sind, ist nachvollziehbar. Wenn der Staat dann noch die Hand aufhält und viele Angebote im Luftverkehr unwirtschaftlich macht, ergibt sich halt die aktuelle Diskrepanz bei den Verkehrszahlen zwischen D und allen anderen Ländern. Es ist irrwitzig, zu behaupten, dass die Standortkosten keinen Einfluss auf das Angebot hätten.

Warum soll das irrwitzig sein? Selbst die gesamten "staatlichen Belastungen" von etwa 35€/Flug machen idR unter 1% des gesamten Reisepreises aus.
Und warum sollten bei gleichen Kostenaufschlägen ausgerechnet Geschäftsreisen unter den Standortkosten einbrechen, Tourismus aber boomen?
Es ist eher irrwitzig so eine so unterschiedliche Wirkung auf die verschiedenen Segmente hinzunehmen, und nicht mal zu begründen, warum sich das so selektiv auf Geschäftsreisen auswirken sollte.

Es ist für mein Verständnis einfache Logik, dass steigende Kosten unternehmerische Entscheidungen beeinflussen. Muss man das ernsthaft diskutieren?

Sie behaupten, 35€ mehr oder weniger spielen beim Ticketpreis keine entscheidende Rolle. 2023 hat die LHG in einem der wirtschaftlich besten Jahre nach meiner Erinnerung pro Passagier so um die 16€ Gewinn gemacht (irgendwo in dem Bereich). Und jetzt sagen Sie, dass ein Betrag, der mehr als doppelt so groß ist, keinen merklichen Einfluss auf das Geschäft hat, auf unternehmerische Entscheidungen, auf die Entscheidung der Kunden?

Und ich habe es letztens schon erwähnt, aber gerne nochmal, da man hier ja alles tausendmal wiederholen muss und es dann immer noch abgestritten wird: LHG Q2-Bericht Seite 16, die Stückerlöse sind im Vergleich zum H1/Vorjahr gleichgeblieben, die Stückkosten u.a. wegen stark gestiegener Gebühren um 3,6% nach oben gegangen.

Irgendeine Idee, weshalb man den Kunden nicht einfach 3,6% mehr abgeknöpft hat? Sind die alle doof bei LH, haben die alle gepennt? Nein, man hat die 3,6% mehr beim Kunden einfach nicht durchsetzen können. Man kann die Erlöse nicht beliebig an gestiegene Kosten anpassen, auch das wurde hier schon tausendmal erklärt, obwohl es eigentlich ganz banal ist.


Nette Zahlen(spielereinen). Die aber leider nicht den Kern des Themas treffen. Sie sind leider immer noch nicht auf ein paar einfache, aber eben wichtige Fragen zu Ihren 'Argumenten' eingegangen.

- Wie konkret gefährden (angeblich) nicht vorhandene Fluglinien aus/nach DE bzw. innerdeutsch den Wirtschaftsstandort Deutschland?

- Welche, für Geschäftsreisen notwendige, Ziele können aus/in DE, nicht mit dem Flugzeug erreicht werden? Bzw. innerdeutsch nicht mit anderen Verkehrsmittel?

- Welche Airlines (Globalplayer) meiden Deutschland bzw. haben sich 'von Deutschland verabschiedet'?

Ich kann es Ihnen sagen: weil Sie es nicht können, weil diese 'Argumente' der Luftfahrtlobby, gelinde gesagt, unwahr sind.

Sie präsentieren hier diverse Zahlen. Das ist okay. Aber letztendlich dient dies nur dem Bestreben Kosten einer privatwirtschaftlichen Branche für ein Produkt, welches anteilmäsig an der Gesamtbevölkerung nur wenige Menschen (auf alle Einwohner gerechnet) nutzen, auf alle Einwohner umzulegen.

Das ist ganz banal - und dreist!

Ich verstehe auch gar nicht ihren Drang , noch darüber zu diskutieren. Sie müssten mit der Entwicklung doch sehr zufrieden sein. Wie oft haben Sie hier über die Jahre gegen den Flugverkehr gewettert, gegen Fluglärm, gegen Feinstaub, gegen eine neue Landebahn, gegen ein neues Terminal, gegen die Airline-Manager, usw., usw.

Jetzt wird auch dank der Politik ihr Wunsch erfüllt und der Flugverkehr reduziert sich in D, obwohl er überall sonst stark wächst. Und dann stellen Sie sich hier hin und sagen "Hat alles nichts mit der Politik oder mit zu hohen Kosten zu tun"! Da fällt mir echt nichts mehr zu ein.
Beitrag vom 14.08.2025 - 08:47 Uhr
Usercontrail55
User (6032 Beiträge)
Ich kann es Ihnen sagen: weil Sie es nicht können, weil diese 'Argumente' der Luftfahrtlobby, gelinde gesagt, unwahr sind.
Was nun, mal sind die Argumente der Luftfahrtlobby Grundlage Ihrer Argumentation und mal sind sie unwahr. Wenn die Aussagen des BDL für Sie unwahr sind, dann müsste Sie sich damit an den BDL wenden. Oder, wenn Sie einige Aussagen nicht als Grundlage der Diskussion nutzen wollen weil sie in Ihren Augen unwahr sind, dann müssten Sie auch das irgendwie belegen. Zu erwarten, dass andere Foristen die Aussagen des BDL für Sie belegen ist, um Sie zu zitieren, - dreist!
Sie präsentieren hier diverse Zahlen. Das ist okay. Aber letztendlich dient dies nur dem Bestreben Kosten einer privatwirtschaftlichen Branche für ein Produkt, welches anteilmäsig an der Gesamtbevölkerung nur wenige Menschen (auf alle Einwohner gerechnet) nutzen, auf alle Einwohner umzulegen.
Das wird natürlich schwierig, wenn Sie ein wichtiges Steuerungsinstrument des Staates als Unsinn und dreist bezeichnen. Direkt betrifft es oft nur wenige, gesamtheitlich schafft es aber ein System, von dem alle indirekt profitieren. Was da alles subventioniert wird können Sie im Subventionsbericht der Bundesregierung nachlesen. Was Subvention bedeutet bei Wikipedia.
Beitrag vom 14.08.2025 - 08:50 Uhr
UserEricM
User (7019 Beiträge)
Sie behaupten, 35€ mehr oder weniger spielen beim Ticketpreis keine entscheidende Rolle. 2023 hat die LHG in einem der wirtschaftlich besten Jahre nach meiner Erinnerung pro Passagier so um die 16€ Gewinn gemacht (irgendwo in dem Bereich). Und jetzt sagen Sie, dass ein Betrag, der mehr als doppelt so groß ist, keinen merklichen Einfluss auf das Geschäft hat, auf unternehmerische Entscheidungen, auf die Entscheidung der Kunden?

Ja. Machen Sie die Entscheidung über einen Geschäftstermin in Asien alleine daran fest, ob der Trip 4100 oder 4135€ kostet?

die Stückkosten u.a. wegen stark gestiegener Gebühren um 3,6% nach oben gegangen
was da steht:
Die operativen Aufwendungen lagen mit 15.013 Mio. EUR
um 5 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 14.364 Mio. EUR).
Innerhalb der Materialaufwendungen stiegen insbesondere
die Gebühren preisbedingt um 12 % (+270 Mio. EUR

Das werden wohl alle Gebühren sein, die die Lufthansa zahlt, also an allen Start- und Zielpunkten. Richtig? Dann erlaubt das keinen Rückschluss darauf, wieviel jetzt genau die Gebühren auf deutscher Seite zu den Kosten beitragen.

Irgendeine Idee, weshalb man den Kunden nicht einfach 3,6% mehr abgeknöpft hat?

Klar, weil man Konkurrenz hat. Wenn ein einzelner Anbieter die Preise um 35€ erhöht, geht der Kunde möglicherweise zur billigeren Konkurrenz.
Wenn aber alle Anbieter die Preise um 35€ erhöhen müssen, ist keine billigere Konkurrenz da.

Wie oft haben Sie hier über die Jahre gegen den Flugverkehr gewettert, gegen Fluglärm, gegen Feinstaub, gegen eine neue Landebahn, gegen ein neues Terminal, gegen die Airline-Manager, usw., usw.

Ich hoffe mal, dass meine Posts nicht auch von anderen als "gewettert" gewertet werden, da ich mich idR schon um sachliche Beiträge bemühe. Aber ja: Im Sinne von Umwelt- und Menschen-Schutz ist mMn gerade beim Flugverkehr ein ökonomisches "Mehr" ja nicht unbedingt ein "Besser", was auch dazu führt, dass ich häufig Pressemitteilungen wie die des BDL kommentiere und versuche einzuordnen.
Die Luftfahrt hat eine Menge Folgekosten ihres Betriebs erfolgreich externalisiert. Ich finde es nur fair, das immer mal wieder anzusprechen.

Jetzt wird auch dank der Politik ihr Wunsch erfüllt und der Flugverkehr reduziert sich in D, obwohl er überall sonst stark wächst.

Korrektur: Der Flugverkehr wächst, die angebotenen Sitzkilometer legen auch in allen LH Gesellschaften zu, in DE lediglich nicht so stark wie anderswo und nicht so stark, wie der BDL das gerne hätte.
Beitrag vom 14.08.2025 - 09:41 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4079 Beiträge)
Ich kann es Ihnen sagen: weil Sie es nicht können, weil diese 'Argumente' der Luftfahrtlobby, gelinde gesagt, unwahr sind.
Was nun, mal sind die Argumente der Luftfahrtlobby Grundlage Ihrer Argumentation und mal sind sie unwahr. Wenn die Aussagen des BDL für Sie unwahr sind, dann müsste Sie sich damit an den BDL wenden. Oder, wenn Sie einige Aussagen nicht als Grundlage der Diskussion nutzen wollen weil sie in Ihren Augen unwahr sind, dann müssten Sie auch das irgendwie belegen. Zu erwarten, dass andere Foristen die Aussagen des BDL für Sie belegen ist, um Sie zu zitieren, - dreist!

Es kann durchaus sein das der BDL mal Argumente gebracht hat, die ich teile.
Diesen Lobbyismus, mit zurecht gedrehten 'Argumnten', jedoch nicht.
Diese Fragen richten/ richteten sich an @X-ray, der diese (Nicht)Argumente aufgriff und verteidigte.

Sie präsentieren hier diverse Zahlen. Das ist okay. Aber letztendlich dient dies nur dem Bestreben Kosten einer privatwirtschaftlichen Branche für ein Produkt, welches anteilmäsig an der Gesamtbevölkerung nur wenige Menschen (auf alle Einwohner gerechnet) nutzen, auf alle Einwohner umzulegen.
Das wird natürlich schwierig, wenn Sie ein wichtiges Steuerungsinstrument des Staates als Unsinn und dreist bezeichnen. Direkt betrifft es oft nur wenige, gesamtheitlich schafft es aber ein System, von dem alle indirekt profitieren. Was da alles subventioniert wird können Sie im Subventionsbericht der Bundesregierung nachlesen. Was Subvention bedeutet bei Wikipedia.

Dann machen Sie das doch mal konkret auf diesen Bereich 'Luftfahrt' und im Sinne der Behauptungen des BDL.
Das ist doch alles was ich möchte.

Bleiben Sie doch konkret bei der Luftfahrt und versuchen die Fragen zu beantworten.

Nicht nur immer auf Allgemeines verweisen!

Als Dreist bezeichne ich hier konkret die Forderungen des BDL, der verlangt das der Staat Kosten eines privaten Anbieters eines Produktes übernehmen soll, damit der Anbieter mehr davon verkaufen kann.