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Beitrag vom 20.09.2023 - 08:32 Uhr
UserFRAHAM
User (583 Beiträge)
"Da muss man schon ein großer Lufthansa- oder Air-France-Fan sein."

Wenn man nicht nur an Shareholder-Value glaubt und dadurch ironischerweise aus dem DAX fliegt, sondern an Customer-Value und damit auch ein Funken an den Mehrwert der eigenen Mitarbeiter, wäre diese Fan-Base sicherlich größer.

Aber mal die refelxartige Stammtisch-Antwort außen vorgelassen. Das es einen Klimawandel gibt mag man diesen Sommer fast wieder vergessen haben, weil er seit Jahren mal wieder etwas feuchter war als die letzten Jahre. Und natürlich ließen sich so viele andere Beispiele finden, an denen man auch definitiv ansetzen könnte um die Umwelt nicht mehr so stark zu belasten. Aber jede Branche hat ihren Preis zu zahlen und logischerweise geht das am Ende immer auf den Rücken des Endverbrauchers. Machen wir uns nichts vor - uns geht es einfach zu gut. Letzten Tage erst wieder Reiseangebote reingeflattert, in denen eine Mittelstreckenreise mit 7 Nächten beworben inkl. Flug, Hotelanlage und VP für rund 120€/Nacht beworben wurde. Wenn aus den Köpfen von uns nicht anders raus zu bekommen ist, dass dies weder kostendeckend noch guten Arbeitsbedingungen der ganzen Dienstleister von Airline bis Hotel zuträglich ist und schon gar nicht in irgendeiner Form Ausgleich für Umweltschäden beinhalten kann, dann muss am Ende der Ticketpreis steigen.

Wenn man erwartet, dass das eigene Geschäftsmodell immer weiter funktioniert, sagt das leider viel aus. Aus diesem Hochmut sind schon viele gefallen - besucht mal Detroit oder aus Umweltschutz näher dran - Duisburg...
Beitrag vom 20.09.2023 - 08:51 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (1571 Beiträge)
Wenn man erwartet, dass das eigene Geschäftsmodell immer weiter funktioniert, sagt das leider viel aus. Aus diesem Hochmut sind schon viele gefallen - besucht mal Detroit oder aus Umweltschutz näher dran - Duisburg...

Sagt das denn hier jemand? Eigentlich geht es doch nur darum, dass diese Einseitige Regulierung am Ende nur dazu führen wird, dass die europäischen Unternehmen schrumpfen/verschwinden werden, während nicht EU Airlines wachsen werden. Statt in Frankfurt, Paris oder Madrid umzusteigen, steigt man dann eben in London, Istanbul oder den Emiraten um. Die Flüge wird es meiner Meinung nach kaum reduzieren (evt. sogar erhöhen wegen mehr Umsteiger?). Und ja, da kann man durchaus die Sinnhaftigkeit in Frage stellen, gerade als betroffenes Unternehmen.

Aber ja, wo Sie Recht haben: DAs Geschäftsmodell von Lufthansa scheint nicht mehr zu funktionieren, also sollte man schauen, dass man es ändert und vor allem sich ein Unternehmen außerhalb der EU aufbaut um dort als Unternehmen weiter überleben zu können.
Beitrag vom 20.09.2023 - 09:12 Uhr
Usercontrail55
User (4497 Beiträge)
Wenn man erwartet, dass das eigene Geschäftsmodell immer weiter funktioniert, sagt das leider viel aus. Aus diesem Hochmut sind schon viele gefallen - besucht mal Detroit oder aus Umweltschutz näher dran - Duisburg...

Sagt das denn hier jemand? Eigentlich geht es doch nur darum, dass diese Einseitige Regulierung am Ende nur dazu führen wird, dass die europäischen Unternehmen schrumpfen/verschwinden werden, während nicht EU Airlines wachsen werden. Statt in Frankfurt, Paris oder Madrid umzusteigen, steigt man dann eben in London, Istanbul oder den Emiraten um. Die Flüge wird es meiner Meinung nach kaum reduzieren (evt. sogar erhöhen wegen mehr Umsteiger?). Und ja, da kann man durchaus die Sinnhaftigkeit in Frage stellen, gerade als betroffenes Unternehmen.

Aber ja, wo Sie Recht haben: DAs Geschäftsmodell von Lufthansa scheint nicht mehr zu funktionieren, also sollte man schauen, dass man es ändert und vor allem sich ein Unternehmen außerhalb der EU aufbaut um dort als Unternehmen weiter überleben zu können.
Ich denke, DAS Geschäftsmodell ist alternativlos, der Standort jedoch nicht. Das völlig unabhängig vom Luftverkehr, wie die letzten Nachrichten zeigen.
Auf LHG bezogen hat man das auf dem Schirm und auch schon in der Umsetzung, siehe Technik. Aber auch für die Airlines ist der Weg klar und auch offen ausgesprochen, wenn man es hören wollte. 1/3 der D anfliegenden Passagierte hat(te) ein Ziel in D, 2/3 steigen nur um. Es werden aber 2/3 der gesamten LHG Verkehrsleistung in D produziert, am teuersten Standort im System.
Das dies nicht so bleiben wird ist benannt worden, Wachstum wird außerhalb D stattfinden, LX und OS bekommen bereits größere/mehr Röhren, ITA kommt dazu usw.
Was ist die Alternative? Man kann nur den Standort wettbewerbsfähiger machen, zB auf der Personalkostenseite oder die Gebühren und Auflagensituation in Angriff nehmen. Da schließt sich der Kreis zum BDL.
Und nein, bevor das Argument kommt, es wird dadurch nicht weniger geflogen, die fliegen nur woanders und um D (Europa) herum. Einen Standort außerhalb der EU aufzubauen sehe ich aktuell nicht.

Dieser Beitrag wurde am 20.09.2023 09:13 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.09.2023 - 11:35 Uhr
UserEricM
User (5343 Beiträge)
Ich denke, DAS Geschäftsmodell ist alternativlos, der Standort jedoch nicht.
[...]
Das dies nicht so bleiben wird ist benannt worden, Wachstum wird außerhalb D stattfinden

Die im Artikel angesprochenn SAF Vorgaben gelten EU-weit. Ein anderer europäischer Firmen-Standort oder "Wachstum außerhalb von D" (LX/OS) ist daher keine Lösung für das Problem der SAF Vorgaben.
Um diese Regelungen zu umgehen müssten LH, AF, etc. schon aussereruropäische Airlines werden, was Sie ja selbst ausschließen.
Beitrag vom 20.09.2023 - 12:02 Uhr
UserEricM
User (5343 Beiträge)
1.000 Tonnen Kerosin, die der Lufthansa-Konzern jede Stunde durch seine Turbinen jagt, [...]
Halten wir mal kurz fest: Nach diesem Wert zu urteilen verursacht die LH 27 Mio t CO2 Emissionen im Jahr.
Das entspricht also etwa 90 Mio t CO2 äquivalenter Treibhauswirkung (gerechnet mit Faktor 3).

 https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#emissionsentwicklung

Deutschland emittiert insgesamt 726 Mio t CO2/Jahr, überwiegend auf Bodenhöhe und damit weitgehend ohne weitere Aufschläge.

Damit erzeugt die LH alleine doch einen ganz ordentlichen Anteil der deutschen Klimawirkung...
Beitrag vom 20.09.2023 - 12:52 Uhr
UserFrequentC
User (874 Beiträge)
@EricM schrieb,
Damit erzeugt die LH alleine doch einen ganz ordentlichen Anteil der deutschen Klimawirkung...
Tankt und Fliegt die LH nur innerhalb von Deutschland?

So kannst du doch sicherlich beantworten, wo das CO2 anfällt, wenn LH JFK-FRA fliegt, wo man in Amerika tankt und von den ca. 6.200km Flugstrecke nur ca. 250km in Deutschland ist und der Rest außerhalb.
Beitrag vom 20.09.2023 - 12:58 Uhr
UserAirboeing300
User (39 Beiträge)
1.000 Tonnen Kerosin, die der Lufthansa-Konzern jede Stunde durch seine Turbinen jagt, [...]
Halten wir mal kurz fest: Nach diesem Wert zu urteilen verursacht die LH 27 Mio t CO2 Emissionen im Jahr.
Das entspricht also etwa 90 Mio t CO2 äquivalenter Treibhauswirkung (gerechnet mit Faktor 3).

 https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#emissionsentwicklung

Deutschland emittiert insgesamt 726 Mio t CO2/Jahr, überwiegend auf Bodenhöhe und damit weitgehend ohne weitere Aufschläge.

Damit erzeugt die LH alleine doch einen ganz ordentlichen Anteil der deutschen Klimawirkung...

Warum rechnest den Verbrauch eines europäischen Konzerns nur dem Land Deutschland zu? Die LH Group besteht aus mehreren Airlines, auch außerhalb von Deutschland.
Davon abgesehen bezweifle ich dass in den 726 Mio. der LH Verbraucht komplett verbucht ist, schließlich tanken/fliegen die LH Maschinen weltweit. Ziemliche Milchmädchenrechnung, dazu noch falsch.

Dieser Beitrag wurde am 20.09.2023 12:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.09.2023 - 15:12 Uhr
UserFRAHAM
User (583 Beiträge)
Wie wird denn der Gesamtausstoß berechnet? Ich denke mal hier dürfte der Emissionzertifikatehandel eine Berechnungsrolle spielen - oder? Und da kauft LH vermutlich ihre Zertifikate in Deutschland. So gesehen dürfte das gar nicht mal so falsch und milchmädchig sein.

Unabhängig aber ob jetzt diese Zahl stimmt oder es am Ende nur die Hälfte oder ein Drittel ist. Als Einzelunternehmen geht auf die Airline schon ein relativ großer Anteil zurück. Die Berechnung von 200 € Mehrkosten für Umsteiger sind ja auch nicht sonderlich mit Fakten untermauert. Ein Umsteiger von Barcelina nach Ljubljana wird die sicherlich nicht mehr haben und ob er sich am Ende über London bewegt glaube ich auch noch nicht. Hier wird schon mit ziemlichen Schreckgespenstern diskutiert, die ich so noch nicht sehe.
Beitrag vom 20.09.2023 - 15:52 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (642 Beiträge)
Wie wird denn der Gesamtausstoß berechnet? Ich denke mal hier dürfte der Emissionzertifikatehandel eine Berechnungsrolle spielen - oder? ...

Man weiß ja, wieviel man getankt hat. daraus lässt sich das CO2 berechnen.

LHG 2022
Treibstoffverbrauch: ca. 7,3 Mio Tonnen (ca. 830 t/h)
CO2-Emissionen: ca. 23 Mio Tonnen

Quelle: Factsheed Nachhaltigkeit 2022

 https://investor-relations.lufthansagroup.com/de/publikationen/finanzberichte.html#cid14426
Beitrag vom 20.09.2023 - 17:57 Uhr
UserEricM
User (5343 Beiträge)
@EricM schrieb,
Damit erzeugt die LH alleine doch einen ganz ordentlichen Anteil der deutschen Klimawirkung...
Tankt und Fliegt die LH nur innerhalb von Deutschland?

Wer hat das behauptet?

So kannst du doch sicherlich beantworten, wo das CO2 anfällt, wenn LH JFK-FRA fliegt, wo man in Amerika tankt und von den ca. 6.200km Flugstrecke nur ca. 250km in Deutschland ist und der Rest außerhalb.

Warum sollte das relevant sein?
Ich habe den CO2 Ausstoß der Lufthansa Group in Relation zum deutschen Gesamtausstoß gesetzt.

Warum rechnest den Verbrauch eines europäischen Konzerns nur dem Land Deutschland zu?

Ich rechne ihn nicht dazu, ich setze ihn ins Verhältnis.

Die LH Group besteht aus mehreren Airlines, auch außerhalb von Deutschland.
Davon abgesehen bezweifle ich dass in den 726 Mio. der LH Verbraucht komplett verbucht ist,
ich auch.
schließlich tanken/fliegen die LH Maschinen weltweit. Ziemliche Milchmädchenrechnung, dazu noch falsch.

Ich glaube nicht, dass der CO2 Ausstoß aller (UA, SIA, AF, etc. ) Maschinen, die Deutschland überfliegen, Deutschland zugerechnet wird - oder werden sollte.
Von daher stellt sich die Frage, welcher Nation der Verbrauch einer Airline angerechnet werden sollte, wenn nicht dem Land, in dem die Firma ihren Sitz hat.
Im Falle der LH Group (=Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft) wäre das Deutschland.

Dieser Beitrag wurde am 20.09.2023 18:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.09.2023 - 18:41 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (642 Beiträge)
Ich nehme an, dass der Ausstoß dem Land zugerechnet wird, wo der Kraftstoff getankt wurde. Nur da lassen sich genaue Zahlen ermitteln um die Emissionen zu berechnen. Andere Modelle machen für mich auf den ersten Blick keinen Sinn. Was allerdings nichts zu bedeuten hat.

@EricM
Sie haben sich schonmal besser ausgedrückt bzw. weniger herausgewunden.
Zitat: "Damit erzeugt die LH alleine doch einen ganz ordentlichen Anteil der deutschen Klimawirkung..."
Das klingt wahrhaftig nicht nach 'in Relation setzen'.
Beitrag vom 20.09.2023 - 19:16 Uhr
Usercontrail55
User (4497 Beiträge)
@EricM schrieb,
Damit erzeugt die LH alleine doch einen ganz ordentlichen Anteil der deutschen Klimawirkung...
Tankt und Fliegt die LH nur innerhalb von Deutschland?

Wer hat das behauptet?

So kannst du doch sicherlich beantworten, wo das CO2 anfällt, wenn LH JFK-FRA fliegt, wo man in Amerika tankt und von den ca. 6.200km Flugstrecke nur ca. 250km in Deutschland ist und der Rest außerhalb.

Warum sollte das relevant sein?
Ich habe den CO2 Ausstoß der Lufthansa Group in Relation zum deutschen Gesamtausstoß gesetzt.

Warum rechnest den Verbrauch eines europäischen Konzerns nur dem Land Deutschland zu?

Ich rechne ihn nicht dazu, ich setze ihn ins Verhältnis.

Die LH Group besteht aus mehreren Airlines, auch außerhalb von Deutschland.
Davon abgesehen bezweifle ich dass in den 726 Mio. der LH Verbraucht komplett verbucht ist,
ich auch.
schließlich tanken/fliegen die LH Maschinen weltweit. Ziemliche Milchmädchenrechnung, dazu noch falsch.

Ich glaube nicht, dass der CO2 Ausstoß aller (UA, SIA, AF, etc. ) Maschinen, die Deutschland überfliegen, Deutschland zugerechnet wird - oder werden sollte.
Von daher stellt sich die Frage, welcher Nation der Verbrauch einer Airline angerechnet werden sollte, wenn nicht dem Land, in dem die Firma ihren Sitz hat.
Ich Frage mich nur, was ist der Sinn, welchem Land man den Verbrauch eines globalen Unternehmens zurechnet? Ich würde noch nicht einmal statistische Spielerei gelten lassen, maximal Funfacts. Was macht man mit der Info, was Emirates in New York tankt und das jetzt Dubai zurechnet oder, um es auf die Spitze zu treiben, Malta Air?
Man könnte auch mit den Zahlen jonglieren. Wenn man nur den LH Verbrauch nimmt und nach der Umrechnung mit dem deutschen CO2 Ausstoss vergleicht, dann kommt man wieder auf die rund 3 %. Passt doch ;-)
Im Falle der LH Group (=Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft) wäre das Deutschland.
Beitrag vom 20.09.2023 - 19:26 Uhr
Usermpilot
User (376 Beiträge)
>Ab 2030 zieht die SAF-Quote steil auf 20 Prozent, 2024 auf 34 Prozent und ab 2040 auf 42 Prozent an.

Redaktioneller Fehler, soll wahrscheinlich 2034 heißen.
Beitrag vom 20.09.2023 - 20:24 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (2185 Beiträge)
Ja, ja - nun ist guter Rat teuer wie Chinillamausfelle.

Jahrelang die Wirkungen der '1000 Tonnen stündlich' ignoriert, die Klimaveränderungen, insbesondere des wissenschaftlich bewiesenen Schadstoffaustosses in höheren Schichten geflissentlich 'übersehen', hunderte Flugzeuge bestellt, die zwar weniger verbrauchen, in der Masse aber letztendlich noch mehr Emissionen erzeugen werden als jetzt... .

Tja und nun wagt es die Administrative mal die Zügel anzuziehen und ernst zu machen und schon ist das Geschrei gross und Horrormärchen werden in die Welt gesetzt.

Es wird der Menschheit (ergo auch uns in Deutschland) früher oder später, besser jedoch früher, sowieso nichts anderes übrigbleiben als nach der Devise "Weniger ist Mehr", auf allen Gebieten (!), zu handeln.

Oder eben unterzugehen.
Beitrag vom 20.09.2023 - 20:37 Uhr
UserEin Leser dieser..
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User (642 Beiträge)
Ja, ja - nun ist guter Rat teuer wie Chinillamausfelle.

Jahrelang die Wirkungen der '1000 Tonnen stündlich' ignoriert, die Klimaveränderungen, insbesondere des wissenschaftlich bewiesenen Schadstoffaustosses in höheren Schichten geflissentlich 'übersehen', hunderte Flugzeuge bestellt, die zwar weniger verbrauchen, in der Masse aber letztendlich noch mehr Emissionen erzeugen werden als jetzt... .
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Und ein Nutznießer, ehemaliger Senator, der sein Lebensunterhalt u.a. mit weltweiten Geschäftsreisen finanziert und jetzt keinen Bedarf mehr hat, macht reißerische Polemik dagegen. Kennt man sonst nur von politischen außenstehenden Parteien.


Dieser Beitrag wurde am 20.09.2023 20:37 Uhr bearbeitet.
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