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Beitrag vom 02.04.2024 - 00:19 Uhr
Usermuckster
User (414 Beiträge)
In den USA wird so ein Verhalten wenigstens angemessen bestraft.
Beitrag vom 02.04.2024 - 08:22 Uhr
UserKosmopolit
User (199 Beiträge)
Warum hat man das denn in den USA so oft? Oder kommt mir das nur so vor?

Ich meine, wer lässt so etwas so eskalieren mit einem Crew Member, das kann es doch nicht sein?
Beitrag vom 02.04.2024 - 08:54 Uhr
Userfliegerschmunz
User (627 Beiträge)
In den USA wird so ein Verhalten angemessen "gewürdigt". Deswegen war es richtug vom Kapitän, umzudrehen. In Europa wäre der Delinquent mit Samthandschuhen angefasst worden, worauf er sich vieleicht aich verlassen hat. da hat ihm der Kapitän dann Gott sei Dank mal einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht . Prima !
Beitrag vom 02.04.2024 - 10:34 Uhr
Userdaniel1138
User (512 Beiträge)
No-fly-lists werden auch bei europäischen Luftfahrtgesellschaften geführt und untereinander ausgetauscht. Und was die Samthandschuhe betrifft: Im Jahr 2020 leitete das Luftfahrtbundesamt 612 Verfahren gegen "unruly" Passagiere ein.
Beitrag vom 02.04.2024 - 16:30 Uhr
UserFW 190
User (2119 Beiträge)
No-fly-lists werden auch bei europäischen Luftfahrtgesellschaften geführt und untereinander ausgetauscht. Und was die Samthandschuhe betrifft: Im Jahr 2020 leitete das Luftfahrtbundesamt 612 Verfahren gegen "unruly" Passagiere ein.


Die Zahl ist ja erschreckend hoch, aber trotzdem glaube ich auch eher an die Samthandschuhe in D. Oder haben Sie Informationen bei wie vielen von den 612 eine Strafe und dann in welcher Höhe ausgesprochen wurde? Wenn es in der Anzahl zu nennenswerten Verfahren gekommen wäre hätte man das sicher irgendwo gelesen, und wenn die Strafen sich am Standard der USA messen lassen können auch.


Beitrag vom 02.04.2024 - 17:33 Uhr
Usermuckster
User (414 Beiträge)
@Daniel1138 & FW 190

In den USA ist der Eingriff in den Flugverkehr – wozu auch Widersetzlichkeiten gegen die Besatzung zählen – ein schweres Verbrechen (sog. Class C Felony, nicht wie in Deutschland ein Vergehen), das mit bis zu 25 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Außerdem kann zusätzlich eine Verwaltungsstrafe von einigen zehntausend Dollar erhoben werden.
Beitrag vom 02.04.2024 - 17:42 Uhr
Userdaniel1138
User (512 Beiträge)
Straf- und Bußgelder sind eher zweitrangig, zivilrechtliche Schadensersatzklagen dürften wesentlich schmerzvoller sein.
Beitrag vom 04.04.2024 - 12:59 Uhr
User2ndSEG
User (379 Beiträge)
Warum hat man das denn in den USA so oft? Oder kommt mir das nur so vor?

Ich meine, wer lässt so etwas so eskalieren mit einem Crew Member, das kann es doch nicht sein?

Schon mal davon gehört, wieviele Drogen und v.a. Psychopharmaka in den USA konsumiert werden? Die essen das Zeugs wie M&Ms... Mich wundert da nix mehr.

@Flight Attendant von SWISS: Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffentlich vollständige Genesung! DANKE, dass ihr diese Person gefesselt und den Behörden übergeben habt...
Beitrag vom 04.04.2024 - 23:05 Uhr
Usermuckster
User (414 Beiträge)
@2ndSEG

Das Phänomen ist aber international auf dem Vormarsch.

Alkohol spielt oft eine Rolle, englische Touristen sind z.B. berüchtigt dafür, schon in der Heimat "vorzuglühen", damit sie in Magaluf gleich feiern gehen können.

Außerdem: In welchem gesellschaftlichen Bereich nimmt asoziales Verhalten heutzutage *nicht* zu? Und das ist auch kaum verwunderlich in Gesellschaften, die Ideen haben wie Safe Spaces, Teilnehmerurkunden und Mikroaggression. Egoismus wird belohnt, Narzissmus gefördert. Den Leuten wird ständig suggeriert, dass es eine mittlere Katastrophe ist, wenn sie mal nicht ihren Willen haben können oder sich durch irgendetwas gestört fühlen. Am Ende kommen dabei Menschen raus, die sich bei der kleinsten Sache wie Babys benehmen und rumkreischen.
Beitrag vom 04.04.2024 - 23:51 Uhr
UserEricM
User (5553 Beiträge)
Und das ist auch kaum verwunderlich in Gesellschaften, die Ideen haben wie Safe Spaces, Teilnehmerurkunden und Mikroaggression.

Die Aussage ist mir nicht klar. Sind das Ihrer Meinung nach Folgen oder Ursachen von asozialem Verhalten?
Beitrag vom 05.04.2024 - 01:35 Uhr
Usermuckster
User (414 Beiträge)
Ursachen.

Wer Kindern und Jugendlichen keine Grenzen setzt und ihnen jede Chance nimmt, ein Scheitern zu erfahren, hilft ihnen nicht, sondern schadet ihnen nur. Denn im Leben gibt es nun mal Rückschläge, daran können auch Helikoptereltern und progressive Lehrer nichts ändern; aber wenn man es nie gelernt hat, wie soll man dann mit negativen Erlebnissen klarkommen?

Und dann reagiert man eben z.B. auf die Ankündigung, dass der Flug verspätet ist, wie ein Baby, das sich im Supermarkt auf den Boden wirft und herumkreischt, weil die Mama den Schokoriegel nicht kaufen will.

Nebenbei, ich spreche hier von "Kindern und Jugendlichen", aber diese mangelnde Resilienz ist durchaus ein Generationenproblem. Gen Z hat sich nicht selbst erzogen.
Beitrag vom 05.04.2024 - 15:16 Uhr
UserEricM
User (5553 Beiträge)
Danke für die Klarstellung.

Da stimme ich weitgehend zu, möchte allerdings eins zu bedenken geben:
Aggression als Reaktion auf negative Erfahrungen, zB im ÖPNV, ist meine Erfahrung nach nicht wirklich streng Generationengebunden.
Da spielen Halbstarke aus der GenZ und jünger eine genauso unrühmliche Rolle wie Teile meiner Generation ab Mitte 50 die mitunter ihren früh einsetzenden Altersstarrsinn zu kultivieren scheinen...
Beitrag vom 05.04.2024 - 23:03 Uhr
Usermuckster
User (414 Beiträge)
@EricM

Da spielen Halbstarke aus der GenZ und jünger eine genauso unrühmliche Rolle wie Teile meiner Generation ab Mitte 50 die mitunter ihren früh einsetzenden Altersstarrsinn zu kultivieren scheinen...

Wie gesagt, die heutigen Teenager haben sich nicht selbst erzogen. Bspw. gibt es die Diskussion darüber, Schulnoten abzuschaffen, in Deutschland seit den späten 1980ern.

Allgemein nimmt die Resilienz ab. Viele Kommentatoren führen das auf Corona und die Lockdowns zurück, aber ich halte das für absoluten Unsinn. Das ist eine langfristige Entwicklung, im Englischen gibt es ein schönes Wort dafür: entitlement mentality.

Und die ist eben in preisintensiven Branchen wie der Luftfahrt besonders stark. Die Leute meinen, weil sie 200 Tacken für ein Flugticket hingelegt haben, müsste sich alles nur um sie drehen.
Beitrag vom 05.04.2024 - 23:58 Uhr
UserDiode
User (115 Beiträge)

Allgemein nimmt die Resilienz ab. Viele Kommentatoren führen das auf Corona und die Lockdowns zurück, aber ich halte das für absoluten Unsinn. Das ist eine langfristige Entwicklung, im Englischen gibt es ein schönes Wort dafür: entitlement mentality.


Das würde ich nochmal überdenken aber sonst hast du völlig Recht. Ich weiß auch nicht warum viele Bommer bei der Erziehung ihrer Kinder dermaßen gescheitert sind (Vielleicht aufgrund von Vernachlässigung durch die eigenen d.h. vom Krieg traumatisierten u.U. auch "quantitativ" überforderten Eltern?) aber grundsätzlich ist bei "Generation Z" der Name wohl Programm.

Auch von staatlicher Seite aus haben schon vor der sehr einseitigen Covid-Politik (u.a. durchgehend 1,5 Jahre Lockdown an Unis) verantwortungslose Nachkriegs-Kind-Politiker durch Bologna-Reform, G8 und diverse andere Bildungs- bzw. Menschenexperimente insb. aber nicht nur in den Stadtstaaten mit der Zukunft dieser Generation gespielt.


Man darf im spezifischen Fall von Deutschland aber auch nicht vergessen für wen "ein junger Mann" in diesen ganzen Medien-; Regierungs- und Polizeiberichten hier i.d.R steht. Das in Kombination mit schon vor Covid durch das Internet bzw. seinen Anwendungen (Lieferdienste, Soziale Netzwerke inkl. Computerspielen usw.) ermöglichten und durch politisch-mediale Repression gezielt provozierten und dann durch Covid nochmal stark verstärkten Biedermeier Phänomenen eine Einschätzung vom "Zustand der Jugend" sehr schwierig ist.
Beitrag vom 06.04.2024 - 04:28 Uhr
UserA320Fam
User (1737 Beiträge)
@muckster & @ EricM
Interessante Aspekte verständlich dargelegt

@diode
Völlig unverständliches getexte, sowohl inhaltlich als auch orthografisch
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