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Russische Behörden ziehen Superjet aus dem Verkehr

Aeroflot Superjet 100
Aeroflot Superjet 100, © Superjet International, CC

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MOSKAU - Neuer Rückschlag für das Prestigeobjekt der russischen Luftfahrt: Nach mehreren Pannen haben die Behörden in Moskau vier Maschinen vom Typ Superjet 100 aus dem Verkehr gezogen. Bei Tests seien Probleme mit dem Fahrwerk und den Flügelklappen festgestellt worden, teilte das Luftfahrtamt am Dienstag der Agentur Interfax zufolge mit. Russlands größte Fluglinie Aeroflot müsse neue Flugtauglichkeitszertifikate für die vier Maschinen vorlegen.

Die Nachweise würden bis Ende Februar vorliegen, kündigte Superjet-Hersteller Suchoi an. Möglicherweise handele es sich um Konstruktionsfehler.

Der auch mit westlicher Technik ausgestattete Superjet 100 ist das erste Passagierflugzeug, das in Russland seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 entwickelt wurde. Zuletzt hatten sich die Pannen aber gehäuft. So wurde im September 2012 ein Flug von Astrachan nach Moskau wegen eines technischen Defekts abgesagt. Wenige Wochen später musste eine SSJ-100 in Nabereschnyje Tschelny notlanden.

Aeroflot nutzt die 2011 zugelassene Mittelstreckenmaschine für Flüge mit bis zu 95 Passagieren. Die Zivilsparte des Kampfjet-Herstellers Suchoi hatte 2012 für den Superjet die offizielle Zulassung für die Europäische Union erhalten.
© dpa-AFX | Abb.: Superjet International, CC | 12.02.2013 11:11


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