Tarifverhandlungen
Älter als 7 Tage

Lufthansa bietet Piloten 18,5 Prozent mehr Gehalt

Lufthansa Airbus A340-300
Lufthansa Airbus A340-300, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die Lufthansa hat im Tarifkonflikt mit den Piloten der Kernmarke Lufthansa Airlines und der Frachttochter Cargo ein neues Angebot vorgelegt. Das bestätigte eine Konzernsprecherin am Freitag. Man sei in Gesprächen mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).

Zu Details äußerte sich die Lufthansa nicht. Ein VC-Sprecher sagte, das Angebot werde derzeit von der Tarifkommission bewertet.

Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, das Angebot der Lufthansa ergebe zusammen mit vorherigen Erhöhungen eine Gehaltssteigerung von 18,5 Prozent - verteilt über mehrere Jahre bis 2025.

Die Piloten hatten während der laufenden Tarifgespräche bereits zweimal eine Erhöhung von je 490 Euro pro Monat bekommen.

Laut Lufthansa werden die Grundvergütungen für Erste Offiziere auf 5.751 bis 10.842 Euro pro Monat anziehen, die Kapitänstabelle reicht von 11.416 bis 16.253 Euro pro Monat. Eine Kernforderung der Gewerkschaft - höhere Bezüge für First Officer im Karrierestau - berücksichtigt Lufthansa zumindest bisher nicht.

Zugleich kommt der Konzern der Pilotengewerkschaft bei Dienstzeiten entgegen - zehn Tage pro Monat sollen planbar frei sein. Allerdings will Lufthansa bei Lufthansa Cargo hier Einschränkungen durchsetzen.

Die Friedenspflicht für die mehr als 5.000 Piloten endet am 30. Juni. Streiks wären damit in der Sommerferienzeit möglich.

Zuletzt hatte die Vereinigung Cockpit die Lufthansa aufgefordert, nicht auf Zeit zu spielen. Das führe zwangsläufig zur Eskalation. Die eigenen Forderungen lägen seit langem auf dem Tisch, hatte es Anfang Juni geheißen. Unter anderem gehe es um Belastungsschutz, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie um eine neue Vergütungsstruktur und Gehaltssteigerungen.
© dpa-AFX | Abb.: Lufthansa | 16.06.2023 10:37

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Beitrag vom 18.06.2023 - 21:44 Uhr
Man sollte aber auch realisieren, dass sich die UFO in letzter Zeit eher um sich selbst, als um ihre Mitglieder gekümmert hat (mein Eindruck)
Sie haben auch eine hohe Durchdringung in der Passage Kabine, aber die VC zeigt halt mehr die Zähne. Ohne Kabine kann das Cockpit einer Pax Airline auch nichts machen…
Beitrag vom 18.06.2023 - 18:33 Uhr
... und wenn es bis zu 500.000 € im Jahr sind. Wichtig ist nur, dass Kabine/Boden auch mitgenommen wird.

Wer nimmt die mit? Die VC?
Das wäre ja mal was Neues, alle Berufsgruppen eines Firmenkonsortiums über eine Gehaltstabelle vergüten ... Schöne Illusion, wie ich gelernt habe.
Beitrag vom 18.06.2023 - 17:36 Uhr
Ich finde die Diskussion auch sinnfrei. Ein Kicker in der Regionalliga mit vielleicht 50.000 € brutto beschwert sich ja auch nicht permanent, dass Christiano Ronaldo mit bis zu 200 Mio im Jahr das x-fache bekommt und hängt die Fußballschuhe an den Nagel. ;-)

Wenn es momentan eine gute Zeit für das Personal im Cockpit gibt, dann sollten die Vorstellungen erfüllt werden und wenn es bis zu 500.000 € im Jahr sind. Wichtig ist nur, dass Kabine/Boden auch mitgenommen wird.
Aktuell suchen alle händeringend Piloten, daher kann man schon mehr fordern, wenn man bedenkt, dass während Corona auch abgegeben/entlassen wurde. Das vergessen immer viele. Siehe GWI...


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