Schadensersatz
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Etihad flattert Milliardenklage von Air Berlin ins Haus

Air Berlin Airbus A320
Air Berlin verklagt Etihad Airways, © Andreas Spaeth

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BERLIN - Nach der Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin wird nun vor Gericht um Milliarden-Summen gestritten. Der Insolvenzverwalter des Unternehmens, Lucas Flöther, hat den Großaktionär Etihad auf Schadenersatz verklagt, wie das Landgericht Berlin am Freitag bestätigte.

Der Insolvenzverwalter verlange konkret die Zahlung von 500 Millionen Euro sowie die Feststellung, dass Etihad zu weiterem Schadenersatz verpflichtet sei. Das Gericht legte den Streitwert "vorläufig auf bis zu zwei Milliarden Euro" fest. Zuvor hatte die Zeitung "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

Die 500 Millionen ergeben sich aus drei von Flöther bereits überprüften und als berechtigt eingeschätzten Forderungen ungenannter Gläubiger. Hinsichtlich der weiteren Forderungen könne er noch keine konkreten Summen nennen.

Der Insolvenzverwalter ist laut Gericht der Auffassung, dass Etihad mit Sitz in Abu Dhabi sich im April 2017 in einer sogenannten harten Patronatserklärung rechtsverbindlich verpflichtet habe, Air Berlin in den folgenden 18 Monaten finanziell zu unterstützen.

Weil Etihad diese Zusage im August 2017 zurückgenommen habe, habe Air Berlin Insolvenz anmelden müssen. Ein Sprecher Flöthers lehnte eine Stellungnahme zum laufenden Insolvenzverfahren ab.

Es wird mit einem langen und kostspieligen Prozess um die größte Airline-Pleite in der deutschen Luftfahrtgeschichte gerechnet. So hatte sich die Klageerhebung verzögert, weil zunächst ein Prozessfinanzierer gefunden werden musste. Das erstrittene Geld soll den Gläubigern zufließen.

Etihad: Klage unbegründet

Etihad als nationale Airline der Vereinigten Arabischen Emirate hielt seit dem Jahr 2012 Anteile von 29,2 Prozent an der Air Berlin. Sie versorgte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft über verschiedene Instrumente immer wieder mit frischem Geld und sicherte sich über die Beteiligung Zugang zum deutschen Markt.

Ein Etihad-Sprecher erklärte, "wir sind der Auffassung, dass die Klage unbegründet ist und werden uns energisch dagegen verteidigen." Weitere Angaben machte er nicht.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Andreas Spaeth | 14.12.2018 11:52

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Beitrag vom 17.12.2018 - 01:23 Uhr
"Man kann bei Airberlin viel Vorwerfen, aber nicht das man es nicht versucht hat."
Dann hätte ich auch ein Chance als CEO? gehbt....
Wohl kaum...
Aber die Geldflüsse bei AB mit Etihad dürften schon interessant sein.

Beitrag vom 15.12.2018 - 00:47 Uhr
Eigentlich zum Brüllen, wenn dabei nicht so viele Leute ihre Arbeit verloren hätten und es soviel Chaos verursacht hätte.
Da ist eine Zombie-Gesellschaft, die von ihrem Management fast systematisch kaputt gemacht wurde, ob nun wissend oder eben aus reiner Inkompetenz, und deren Angestellte jahrelang irgendwie an den Nikolaus und Weihnachtsmann zusammen geglaubt zu haben scheinen. Die wird nun von unglaublich depperten Idioten einer anderen Airline mit irrwitzigen finanziellen Spritzen ohne jede Aussicht auf finanziellen Erfolg künstlich am Leben erhalten - die ebenso eine Zombie-Gesellschaft ist, aber zu diesem Zeitpunkt zumindest zufällig mit mehr Geld. Keiner in diesem Club von Akteuren hat eine Ahnung, wie man die bereits tote erstere Gesellschaft wieder ins Leben zurück bringt. Die zweiten wissen ja noch nicht mal, wie sie ihre eigene am Leben halten.
Und dann sind da noch die Leute, die eigentlich noch größere Idioten sind, denn sie sollten zumindest nicht so betriebsblind sein, wie die Akteure der beiden Zombie-Airlines, immerhin sind es angeblich außenstehende Finanzakteure, die einen klaren Blick und zumindest halbwegs großen finanziellen Verstand haben sollten. Und diese Vollpfosten pumpen also auch Geld in die erste Zombie-Gesellschaft oder lassen es zumindest drin, als schon längst fest steht, dass eh nichts mehr zu retten ist.
Und jetzt kommt der zweite Zombie und lässt den ersten Zombie länger leben, pumpt Geld rein und lässt so die Deppen des ersten Zombies noch hoffen, dass der Zombie wieder zu Leben kommt.
Passiert aber nicht, weil dann irgendwann sogar der zweite Zombie begreift, dass er auf diese Weise nur sein eigenes Zombie-Dasein verkürzt. Und den Stöpsel zieht.
Und jetzt wollen die Deppen des ersten Zombies den zweiten Zombie auch noch verklagen und von ihm Geld haben und verantwortlich für den endgültigen Tod des ersten Zombies machen. Dabei hat der den ersten Zombie überhaupt noch eine Weile dessen Zombie-Dasein finanziert. Damit die beteiligten Deppen weiter an den Osterhasen und Weihnachtsmann glauben durften.
Sowas nennt sich dann Wirtschaft und Wirtschaftsexperten und Management.
Ich lach mich schlapp. Eine wahre und richtig schlecht geschriebene Komödie.
Völliger Wahnsinn.

Wow, nur gut, daß Sie als einziger die Wahrheit kennen und weder Depp noch Zombie sind. Bleibt die Frage: weshalb haben Sie dann nicht Air Berlin vor der Insolvenz gerettet? Für 1 € hätten Sie die sicherlich kaufen können und Ihre riesige Überlegenheit beweisen können.

Glauben Sie nur weiterhin an den Weihnachtsmann, soll sogar demnächst wieder einmal vorbeischauen. Vielleicht hilft er gegen die vielen Zombiedeppen.
Beitrag vom 14.12.2018 - 18:43 Uhr
Was für ein Unsinn.

1. haben kaum Leute ihren Job dauerhaft verloren, wie Prophezeit haben fast alle neue Jobs gefunden.

2. dieses Management das den laden angeblich kaputt gemacht hat waren zig verschiedene Personen, die werden wohl alle keine Ahung gehabt haben. Egal ob Hunold, Mehdorn, Prock, Pichler, Winkelmann - alles Idioten und unfähige. Klingt logisch.

Man kann bei Airberlin viel Vorwerfen, aber nicht das man es nicht versucht hat.

Ganze 15x Erwähnungen von "Zombie", die auch noch in herausragend eloquenter Weise unterschiedliche Akteure betiteln, machen es mir zugegebenermaßen schwer, der Argumentation zu folgen. Aber ich gehe mal davon aus, dass mit den "Deppen", von denen @Gaidi spricht, die Aktionäre der AirBerlin gemeint sind. Dann kann man hier noch Punkt 3 hinzufügen:

3. Aktionäre stehen in der Reihe der Gläubiger an allerletzter Stelle. Sollte die Klage erfolgreich sein, werden also zuerst geprellte Kunden und Lieferanten entschädigt. Und eben nicht die "Deppen".


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