Luftfahrtunternehmer verstirbt mit 70
Älter als 7 Tage

Zum Tod von Niki Lauda

Niki Lauda
Niki Lauda, © Ingo Lang

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WIEN - Rennfahrer, Airliner, Geschäftsmann: Niki Lauda ist am Montag im Alter von 70 Jahren verstorben. Parallel zu einer Karriere in der Formel 1 entdeckte Lauda seine Talente als Unternehmer - sein Name ist mit der Luftfahrt ebenso eng verknüpft wie mit dem Rennsport.

"In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.05.2019, im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist", bestätigten Niki Laudas Angehörige den Todesfall. "Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich."

Dreimal ist Niki Lauda am Saisonende als WM-Sieger über die Zielllinie gefahren. Zu seinen Titeln in der Formel 1 kommt eine nicht weniger erfolgreiche Unternehmerkarriere in der Luftfahrt: 1979 gründete Lauda - selbst Pilot - Lauda Air.

Anfangs konnte Austrian Airlines den neuen Wettbewerber noch auf Abstand halten, Lauda Air verleaste ihre Fokker 27 notgedrungen an Egypt Air. Doch Niki Lauda ließ nicht von seinem Vorhaben ab: Lauda Air sortierte sich neu, flog ab 1986 mit Boeing 737 einen zeitgemäßen Jet und betrat mit der 767-300ER die Weltbühne.

Der Absturz einer 767, Lauda Air Flug 004 von Hongkong über Bangkok nach Wien, gehörte zu den bittersten Erfahrungen des Managers: alle 223 Menschen an Bord starben am 26. Mai 1991, nachdem sich im Flug die Schubumkehr aktiviert hatte.

Doch wieder kam Lauda Air zurück. 1993 steigt Lufthansa über Condor bei Lauda Air ein und stockt zwischenzeitlich bis auf 40 Prozent auf. Mit dem einstigen Rivalen Austrian Airlines hat Lauda längst eine Kooperation eingefädelt: 2001 übernimmt Austrian Airlines Lauda Air komplett.

Nur zwei Jahre später gründet Lauda mit flyniki die nächste Airline - vor vielen anderen erkennt der Unternehmer den Trendwechsel in der Luftfahrt hin zu günstigen Tickets. Dieses Mal gewinnt Lauda Air Berlin als Partner - 2004 steigt Air Berlin ein, 2011 geht "Niki" vollständig in der Airlinegruppe auf.

Lauda holt sich Niki zurück

Im Januar 2018 gelingt Lauda ein letzter großer Coup als Luftfahrtunternehmer. Nach der Insolvenz von Air Berlin darf Lufthansa Niki nicht übernehmen. Aus einer nächtlichen Bieterschlacht um Niki in Wien geht Lauda als Sieger hervor: Lauda sticht mit Hartnäckigkeit erst Ryanair, dann IAG aus, die ebenfalls für Niki geboten hatten.

Der Flugbetrieb wird unter der Lauda-Business-Charterfirma Laudamotion neu aufgesetzt, wenig später landet Laudamotion dann doch bei Ryanair: die Iren übernehmen erst 24,9 Prozent und im Dezember 2018 schließlich 100 Prozent an Laudamotion - Andreas Nikolaus Lauda ist tot, der Name Lauda lebt in der Luftfahrt weiter.

Laudamotion: "Einzigartiger Visionär"

Die Fluglinie Laudamotion trauert um ihren Namensgeber Niki Lauda. "Niki Lauda war für die gesamte Airline-Branche eine große Inspiration und ein einzigartiger Visionär", teilte Laudamotion am Dienstag mit.

"Wir werden alles unternehmen, um seine Visionen fortzuführen und den Namen Lauda stolz in die Welt hinauszutragen", sagte demnach Geschäftsführer Andreas Gruber. Die gesamte Laudamotion-Familie sei stolz und dankbar auf "ihren zukunftsweisenden Gründer und außergewöhnlichen Mentor. Niki, wir vermissen dich!".
© aero.de, dpa | Abb.: Ingo Lang | 21.05.2019 06:55
#14312
Beitrag vom 21.05.2019 - 23:25 Uhr
Reden (Schreiben) ist Silber, Schweigen ist Gold --- was auch besser hier im Chat wäre! Ruhe in Frieden Andreas Nikolaus „Niki“ Lauda.

Modhinweis
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Ich denke, damit ist für diesen Thread das richtige Schlußwort gesetzt.Die letzten 2 Beiträge wurden gelöscht.
Der Thread auf "read-only" gesetzt.
Fly-away
Moderator
Beitrag vom 21.05.2019 - 21:07 Uhr
Reden (Schreiben) ist Silber, Schweigen ist Gold --- was auch besser hier im Chat wäre! Ruhe in Frieden Andreas Nikolaus „Niki“ Lauda.
Beitrag vom 21.05.2019 - 20:02 Uhr
Ich finde es auch etwas seltsam, warum sich nur seine alten Rennfahrer Freunde in den Mainstream Medien wie WeltOnline produzieren durften. Selbst diese Frage nach dem warum, wurde abgewürgt und herausgefiltert. Eigentlich ziemlich traurig, wie scheinheilig die Welt doch ist. Der tolle Niki, der auch bei seiner fünften Airlines den Crews nicht mal das Wasser gönnen wollte.
Als Rennfahrer fand ich ihn aber sympathisch.


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