Wiederzulassung
Älter als 7 Tage

EASA will im Januar über 737 MAX entscheiden

Norwegian Boeing 737 MAX 8
Norwegian Boeing 737 MAX 8, © Norwegian

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FRANKFURT - Die Boeing 737 MAX bleibt in Europa noch über den Jahreswechsel hinaus gesperrt. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) geht von einer "um einige Wochen" versetzten Wiederzulassung des Krisenjets in den Vereinigten Staaten und Europa aus - und bereitet eigene Testflüge vor.

Die EASA deutet eine Wiederzulassung der Boeing 737 MAX Anfang 2020 an. "Aus meiner Sicht wird es Anfang nächsten Jahres soweit sein - wenn alles gut geht", sagte Behördenchef Patrick Ky "Reuters" am Freitag. Die Entscheidung über eine Freigabe werde dann voraussichlich im Januar 2020 fallen.

Ky hat für Mitte Dezember Testflüge angesetzt, bei denen die EASA die von Boeing vorgenommenen Änderungen an der Flugsteuerung abnehmen will. "Das MCAS hätte niemals so konzipiert werden dürfen, wie es konzipiert wurde", übte Ky Kritik an der bisherigen Auslegung der umstrittenen MAX-Trimmautomatik.

Der EASA-Chef rechnet "wegen ablaufbestimmter und verwaltungstechnischer Fragen" mit einer zeitlich versetzten Wiederzulassung der 737 MAX in den Vereinigten Staaten und Europa. "Wir reden hier aber nicht über sechs Monate (...), sondern über einige Wochen (Abstand, Red.)."

In Europa gehören TUI, Ryanair, Norwegian und der British Airways-Konzern IAG zu den Großkunden der 737 MAX, für die nach zwei Totalverlusten mit 346 Opfern seit März 2019 ein faktisch weltweites Flugverbot gilt.

Derzeit prüfen EASA-Experten Modifikationen am Flugcomputer, die Boeing nach einem Zwischenfall bei Simulatortests im Sommer vornehmen musste. Angesichts neuer Handelsspannungen und US-Zöllen auf Airbus-Importe betonte Ky, dass sich die EASA bei der 737 MAX "allein von technischen Fragen" leiten lässt: "Wir betreiben keine Politik."

Boeing steht seit Freitag in den USA erneut in der Kritik, nachdem der Hersteller einen brisanten Schriftwechsel zwischen zwei technischen Piloten des 737-MAX-Programms aus dem November 2016 über Monate vor der US-Luftfahrtaufsicht FAA geheim gehalten hatte. Ky äußerte sich vor dieser jüngsten Entwicklung.
© aero.de | Abb.: Norwegian | 22.10.2019 09:15

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Beitrag vom 23.10.2019 - 08:44 Uhr
Derzeit prüfen EASA-Experten Modifikationen am Flugcomputer, die Boeing nach einem Zwischenfall bei Simulatortests im Sommer vornehmen musste.

Das müsste dann der zusätzlich aufgetauchte Bug sein, durch den der FCC autonom einen "Sinkflug druch 'Datenstau'" einleitet.

Sehe ich das richtig, dass es immer noch nichts offiziell Veröffentlichtes darüber gibt, wie genau das MCAS Verhalten bei fehlerhaftem Sensor-Input gefixt werden soll?
Oder darüber dass die FAA schon den finalen Fix prüfen würde?


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