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Airbus-Chef: A320neo-Nachfolger wird "signifikant anders"

Airbus plant A320neo-Nachfolger
Airbus plant A320neo-Nachfolger, © Airbus

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TOULOUSE - Kohlefaser-Flügel mit extremer Spannweite, sparsame Triebwerke - und im Hintergrund ein neues Produktionssystem: Airbus steckt Eckpunkte für einen A320neo-Nachfolger enger ab. Das Flugzeug soll spätestens Ende der 2030er Jahre in Serie gehen. Das lässt Airbus über den aktuellen Projektstand durchklingen.

Als die erste A320 abhob, lief auf Computern noch MS-DOS. Technisch hielt Airbus das Flugzeug mit neuen Triebwerken fit, hat Plattform inzwischen aber ausgereizt - der Konzern nimmt einen Nachfolger in Angriff.

Das Modell soll in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre serienreif und "signifikant anders" als die aktuelle Generation sein, um 25 bis 30 Prozent Treibstoffersparnis zu erzielen, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury diese Woche der "Flug Revue".

Ein Konzeptpunkt sind Kohlefaser-Flügel mit sehr großer Spannweite - und das dahiner stehende Produktionssystem: Airbus muss die Tragflächen in höchster Qualität und großen Stückzahlen herstellen können.

Ein Blended-Wing-Design, in dem Tragflächen und Kabine eine Einheit bilden, hatte Faury für das neue Airbus-Standardmodell bereits ausgeschlossen.

Der Ansatz eigne sich eher "für größere Großraumflugzeug", sagte der Manager 2025. Als Blended Wing verpackte kleinere Maschinen würden zu dick, die aerodynamischen Eigenschaften seien hier nicht ideal. Die nächste "A320" wird daher konventionellen Designprinzipien des Flugzeugbaus folgen.

Faury: Open Rotor oder Getriebefan

Die Bordsysteme will Airbus hingegen auf eine neue, hauseigene Plattform stellen. "Fly-by-wire ist nicht das Ende der Fahnenstange", hieß es hierzu schon im März 2025 aus Toulouse. Künftige Systeme sollen "hochintegriert" und mit KI-Unterstützung den Betrieb der Flugzeuge sicherer und effizienter, Wartungen "planbarer" machen.

Für den Antrieb arbeite Airbus mit CFM bei der Entwicklung des "Rise"-Triebwerks mit Open-Rotor-Technologie zusammen, sagte Faury am Donnerstag. Eine Vorfestlegung auf den Open Rotor bedeute das aber nicht: Airbus erwäge weiterhin Getriebefans als Alternative. Airbus peilt einen Programmstart gegen Ende des Jahrzehnts an.
© aero.de | Abb.: Airbus | 21.02.2026 07:24


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