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Wizz Air baut in Wien weiter aus

Wizz Air Airbus A321neo
Wizz Air Airbus A321neo, © Airbus S.A.S.

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WIEN - Osteuropas größte Budgetairline sieht am Flughafen Wien noch Luft nach oben. Mit dicht bestuhlten Airbus A321 hält Wizz Air die Kosten unten und die Konkurrenz auf Abstand. Gegenüber dem Vorjahr will Wizz Air bis Juli 2020 ihre Flotte in Wien von fünf auf neun Flugzeuge aufstocken.

Unter den sieben größten Anbietern sei Wizz Air die einzige Airline, die auf dem stark umkämpften Wiener Markt auch Geld verdient, sagte Wizz Air-Chef Joszef Varadi bei einem Pressetermin in Wien.

Bis Juli dieses Jahres wird Wizz Air in Wien neun Airbus-Jets im Einsatz haben, darunter acht Airbus A321 mit 240 Sitzen. Im zweiten Jahr ihres Markteintritts rangiert Wizz Air am Flughafen Wien mit einem Marktanteil von acht Prozent bereits am dritten Platz, nach Austrian und Lauda.

Ihr  Flottenschnitt von 230 Sitzen pro Flieger und eine Auslastung von 96 Prozent - bringen dem ungarischen Carrier in Wien einen markanten Wettbewerbsvorteil: Spritkosten von 1,1 Cent pro Passagierkilometer halten die Sitzkosten (CASK) auf 3,4 Cent, europweit ein Spitzenwert. In der Branche ist Wizz Air allerdings auch nicht dafür bekannt, ihr Personal überdurchschnittlich gut zu bezahlen.

Keine wesentliche Veränderung sieht Varadi bei den Ticketpreisen. Mit zwölf zusätzlichen Maschinen fahren Austrian, Lauda und Wizz in diesem Jahr ihre Kapazität nochmals um vier Millionen Sitze hoch. Nach einem Jahrzehnte langen Dornröschenschlaf könne Wien das aber gut vertragen, meint Varadi.

Suche nach neuen Märkten


Für das laufende Jahr plant der ungarische Preisbrecher am Standort Wien eine Verdoppelung seiner Kapazität auf 4,2 Millionen Sitze. Das Angebot werde dann 49 Ziele in 27 Ländern umfassen, von Island bis Armenien.

Systemweit betreibt Wizz Air derzeit 49 240-sitzige A321, davon acht A321neo sowie 72 180-sitzige Airbus A320. Nach Gründung der Wizz Air UK geht die Airline im kommenden Herbst auch in Nahost mit einer Tochter an den Start, in Form eines Joint Venture mit der Abu Dhabi Development Holding ADDH.

In Abu Dhabi will der ungarische Golfableger mit vorerst zwei Airbus A321neo neue Märkte erschließen. Geplant sei eine flächendeckende Anbindung der Heimatmärkte von Wizz an die Golfregion.

Anders als im Vorfeld kolportiert sei ein Nahost-Drehkreuz aber nicht geplant, so Varadi zu aero.at. Für Selbstumsteiger biete Abu Dhabi aber attraktive Möglichkeiten. So plant auch Etihad mit einer Lowcost-Tochter ab Abu Dhabi zahlreich neue Verbindungen in regionale Märkte.

Für Osteuropa plant Wizz ebenfalls einen Ausbau, mit Fokus auf Russland und die zentralasiatischen GUS-Staaten. Wien ist bislang die einzige Basis der Airline mit Flügen innerhalb Westeuropas. Laut Varadi soll es dabei auch bleiben - so verfolge Wizz Air insbesondere keine Pläne für eine Basis in Berlin.
© aero.at | Abb.: Wizz Air | 19.01.2020 12:29


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