Covid-19-Krise
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Ryanair rechnet mit rascher Erholung

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © Ingo Lang

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DUBLIN - Ryanair rechnet mit einer raschen Stabilisierung der Flugnachfrage nach der Covid-19-Krise. Airlinechef Michael O`Leary will im Sommer einen Preiskampf um Last-Minute-Buchungen entfachen - und die Auftragsflaute bei Boeing für eine Schnäppchenjagd auf weitere 737 MAX nutzen.

"Ob 9,99 Euro, 4,99, 1,99 oder 99 Cent pro Sitz ist uns fast egal - kurzfristig geht es nicht darum, Geld zu verdienen", sagte O`Leary "Reuters". Viel wichtiger: die Wiederaufname des Flugbetriebs, die Ryanair in "begrenztem" Umfang ab Juni erwartet.

O`Leary schreibt das Sommergeschäft noch nicht ab. "In der Minute, in der wir wieder mit dem Fliegen anfangen, werden wir auch wieder Sitze verkaufen - und das wird jede andere Airline auch", sagte der Manager. "Das Volumen wird wieder auf eine normale Größe zurückfinden, aber zu niedrigeren Preisen."

Diese Zuversicht teilen derzeit die wenigsten Airlinemanager in Europa. Lufthansa rechnet mit einem Normalbetrieb frühestens gegen 2023. Weil sich die Nachfrage auch dann unter den alten Normalwerten einpendeln werde, dünnt Lufthansa ihren Flugzeugpark für die Mittel- und Langstrecke kräftig aus.

Ryanair setzt im Sommer 2020 und für 2021 auf Nachholeffekte - Nordeuropäer werden laut O`Leary bei einer Lockerung der Reiseverbote spontan Flüge buchen. Der Konkurrent Easyjet meldete am Donnerstag "deutlich höhere" Buchungseingänge für die Wintersaison 2020/2021 als im Vorjahr.

Die Covid-19-Krise bedeutet für Airlines einen finanziellen Aderlass, doch schon für 2021 sagt O`Leary wieder sprudelnde Gewinne voraus: "Ticketpreise werden sinken, aber Treibstoff und Gebühren werden billiger ausfallen."

Ryanair rechnet mit der Auslieferung ihrer ersten von 135 bestellten Boeing 737 MAX im Winterflugplan. Boeing verzeichnet in dem Programm derzeit zahlreiche Stornierungen. O`Leary will die Bestellung "in einem günstigen Preisumfeld der nächsten zwölf Monate" hingegen aufstocken.
© aero.de | Abb.: Boeing | 16.04.2020 10:21

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Beitrag vom 19.04.2020 - 09:40 Uhr
Und genau das ist meines Erachtens der Punkt: Er respektiert seine potenziellen Kunden nicht.

Hat Ryanair im Allgemeinen und ihr Chef im Besonderen noch nie getan - ohne dass ihnen das bisher geschadet hätte...
Beitrag vom 19.04.2020 - 09:12 Uhr
( Achtung, kann teilweise Ironie enthalten )

Ich denke mal, 10% denken überhaupt noch an die Abstürze,
davon stellen vielleicht 10% noch einen Zusammenhang mit Boeing her,
10% davon machen sich Gedanken,
und 10% von denen fliegt dann bewußt mit keiner Max8

= es wird praktisch "niemanden" mehr interssieren wenn es wieder losgeht.
Beitrag vom 19.04.2020 - 01:34 Uhr
Es gibt noch jede Menge potentielle Kundschaft die zwar am Rande über die 737 MAX etwas mitbekommen haben, sich aber nicht weiter damit beschäftigten. Die würden nicht erkennen wenn eine MAX vor ihnen steht. Ich glaube aber trotzdem nicht dass die alle Analphabeten oder blind oder sonstwas sind.
Nein, das sind sie nicht. Andererseits wird seit mehr als einem Jahr gefühlt zumindest wöchentlich - bis Corona alle anderen Ereignisse in den Schatten stellte - in allen seriösen Medien darüber berichtet.
Wem diese Berichterstattung bisher entgangen ist, lebt m. E. in einem Paralleluniversum.
Es gibt eine gewisse Anzahl von Menschen (potentiellen Kunden), die sich nicht sonderlich für die Thematik 737 MAX interessieren, selbst wenn es passieren könnte dass sie unwissentlich in so ein Flugzeug einsteigen. Das können Sie wehement kritisieren, aber ändern werden Sie (leider?) nichts daran.
Die würden nicht erkennen wenn eine MAX vor ihnen steht.
Ja, und genau aus diesem Grund möchte der Ire da nicht "MAX 8", sondern -800 draußen d'raufschreiben. Und in den Flugplänen und auf den Tickets soll auch keine Unterscheidung möglich sein.
Ich glaube nicht dass man ihm vorschreiben kann ob er MAX draufschreibt oder nicht. Macht aber nichts. Leute denen das wichtig ist, die erkennen den Flieger schon.
Und genau das ist meines Erachtens der Punkt: Er respektiert seine potenziellen Kunden nicht.
MOL wird behaupten, LH respektiere ihre Kunden nicht, weil sie ihnen "völlig überteuerte Tickets andreht".
Ich bin kein Jurist, aber könnte man ihm das nicht auch als arglistige Täuschung auslegen? Sehr weit entfernt davon ist er mit seinem Geschäftsgebaren sicher nicht.
Wenn er den MAX Aufkleber entfernt oder nur 8 Millimeter groß auf die Tragfläche schreibt, was soll man machen.


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