Rettungspaket
Älter als 7 Tage

Regierung bietet 2,56 Euro für neue Lufthansa-Aktien

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa und Bundesregierung setzen ihre Verhandlungen über ein milliardenschweres Rettungsprogramm fort. Knackpunkt bleibt die Höhe, in der sich der Staat direkt an Lufthansa beteiligt. Ein deutlicher Kursrabatt auf neue Aktien soll eingesetztes Steuergeld gegen Verluste sichern. 

Finanz- und das Wirtschaftsministerium hatten sich in der vergangenen Woche intern auf die Einzelheiten des bis zu 10 Milliarden Euro umfassenden Staatshilfe-Pakets geeinigt.

Als Eckpfeiler des Vorschlags würde die Bundesregierung 25 Prozent der Lufthansa-Anteile plus eine Aktie erhalten und damit ein Vetorecht über die Unternehmenspolitik erlangen. Unionsabgeordnete haben jedoch bemängelt, dass der Plan dem Staat zu viel politische Macht über Lufthansa geben würde.

Lufthansa-Vertreter streben eine geringere direkte Beteiligung an und würden es begrüßen, wenn die Regierungsbeteiligung unter 20 Prozent läge, heißt es seit Tagen aus dem Umfeld des Konzerns. Aus ihrer Sicht würde der geringere Anteil eine frühere Rückzahlung der Gelder in die Staatskasse erleichtern.

Das Gefeilsche sei der Grund dafür, dass ein Rettungspaket noch nicht steht, berichten Insider der Nachrichtenagentur "Bloomberg". Die Verhandlungen würden noch mindestens zwei Tage andauern und sich möglicherweise bis in die nächste Woche hinein hinziehen.

Nach dem Alternativplan würde sich an der Summe der Rettungsaktion nichts ändern, auch wenn die direkte Beteiligung geringer wäre. Lufthansa, die davor gewarnt hat, dass ihr innerhalb weniger Wochen das Geld ausgehen könnte, hätte keine Einwände, wenn zwei Sitze im Aufsichtsrat an die Regierung gehen würden, sagten die Personen.

Eine Sprecherin der Lufthansa sagte, die Gespräche seien im Gange, und lehnte es ab, sich weiter zu äußern. Die Fluggesellschaft hatte sich zuvor zuversichtlich gezeigt, eine Einigung erzielen zu können. Vertreter von Wirtschafts- und Finanzministerium lehnten Stellungnahmen ab.

Sowohl das Finanzministerium unter Führung des sozialdemokratischen Vizekanzlers Olaf Scholz als auch das Wirtschaftsministerium unter CDU-Mann Peter Altmaier hätten den ursprünglichen Vorschlag am Mittwoch in einer internen Sitzung verteidigt, hieß es.

Die Ressorts drängen nach wie vor auf eine Kapitalerhöhung, die der Regierung die Sperrminorität einräumt, zu einem potenziellen Preis von 2,56 Euro je Aktie, sagten die Insider.

Ein solch umfangreicher Rabatt würde eine Beteiligung der Bundesregierung nach unten hin absichern. Da der Kurs der Lufthansa-Aktie in diesem Jahr um 52 Prozent auf 7,82 Euro gefallen ist, würde bei diesem Einstiegspreis ein Puffer gegen weitere Kursverluste gebildet und die Chance auf einen Gewinn für die öffentlichen Kassen erhöht, wenn sich die Lufthansa von der Krise erholt.

Kredite, stille Beteiligung

Nach jedem der Pläne würde der größte Teil der Kapitalzuführung aus anderen Elementen der Rettungsaktion stammen: eine stille Einlage, von der KfW besicherte Darlehen, sowie Mittel aus Österreich, der Schweiz und Belgien, wo Tochtergesellschaften der Lufthansa angesiedelt sind, sagten die Personen.

Auf der Grundlage eines Entwurfs für ein neues Rettungsgesetz der Europäischen Union hätte eine stille Einlage einen Anfangszinssatz von 2,5 Prozent, der im Laufe der Zeit steigen könnte, wenn die Einlage nicht zurückgezahlt wird.
© aero.de, Bloomberg News | Abb.: Lufthansa | 07.05.2020 08:55
#15793
Beitrag vom 10.05.2020 - 17:26 Uhr
4 Beiträge gelöscht wegen OT.

Da seit längerem zum eigentlichen Thema nichts mehr geschrieben wird, ist dieser Thread nun Read-Only .

Dieser Beitrag wurde am 10.05.2020 17:26 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.05.2020 - 18:04 Uhr
Stimmt, Sie haben recht. Auch mit dem 'emotional werden'. Ich werde versuchen, nüchterner zu kommentieren. Versprochen.

Geschenkt!

Ich verlasse mich auf keine Glaskugel,ich habe nur einen klaren Blick auf die Realitäten, diese decken sich halt nicht mit Ihren Utopien.

Demokratie und soziale Marktwirtschaft waren auch einmal Utopien. Und immer gab es Menschen, die sich selbst offenbar das Weiter-Denken verboten hatten und dennoch meinten, sie hätten einen klaren Blick auf die Realitäten.

Geschenkt!
Beitrag vom 09.05.2020 - 17:30 Uhr
Stimmt, Sie haben recht. Auch mit dem 'emotional werden'. Ich werde versuchen, nüchterner zu kommentieren. Versprochen.

Geschenkt!

Ich verlasse mich auf keine Glaskugel,ich habe nur einen klaren Blick auf die Realitäten, diese decken sich halt nicht mit Ihren Utopien.

Demokratie und soziale Marktwirtschaft waren auch einmal Utopien. Und immer gab es Menschen, die sich selbst offenbar das Weiter-Denken verboten hatten und dennoch meinten, sie hätten einen klaren Blick auf die Realitäten.


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