Schwere Mängel
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Boeing zieht acht 787 aus dem Verkehr

Singapore Airlines Boeing 787-10
Singapore Airlines Boeing 787-10, © Singapore Airlines

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SEATTLE – Boeing wird von Qualitätsproblemen bei der 787 eingeholt. Der Hersteller hat Anfang der Woche acht Dreamliner aus dem Verkehr gezogen – gleich zwei Produktionsfehler bergen Gefahren für die strukturelle Stabilität der Flugzeuge. Der Vorgang rückt den Standort Charleston erneut in ein schlechtes Licht.

Everett oder Charleston - zwei 787-Endlinien sind für die Zeit nach der Krise eine zu viel: Boeing will in wenigen Tagen über die weitere Produktionsstrategie für das wichtigste Langstreckenprogramm entscheiden.

Auf das Werk in South Carolina fallen nun "zwei voneinander unabhängige Fertigungsfehler im Bereich von Hecksektionen einiger 787" zurück, "die im Zusammenspiel zu einem Zustand führen, der nicht unseren Designstandards entspricht", bestätigte Boeing brisante Informationen der Nachrichtenseite "The Air Current".

Acht jüngere 787 - betroffen sind unter anderem Flugzeuge von United Airlines, Singapore Airlines und Air Canada - hat Boeing demnach zu Wochenbeginn mit sofortiger Wirkung aus dem Verkehr gezogen.

Doppelfehler lässt die Alarmglocken schrillen

Laut "The Air Current" sind an einigen Flugzeugen die Übergänge zwischen der Hecksektion 47/48 und dem Schott der Druckkabine mangelhaft verarbeitet.

Das allein sei noch kein großes Problem. An den acht Flugzeugen habe der Hersteller an den Sektionen aber zudem in einer Lage des Kohlefasergewebes, aus dem Boeing die Rümpfe rollt, zu spröde Strukturen feststellt.

Von diesem doppelten Fertigungsproblem betroffene Dreamliner sind offenbar nicht flugsicher. Tritt über die Zeit Materialermüdung ein, könnten sich Belastungslimits
in Bereiche verschieben, die im Flugbetrieb überschritten werden
könnten.

Boeing schlägt sich in Charleston immer wieder mit Verarbeitungsmängeln und Schlampereien herum. Airlines fanden bei der Abnahme werksneuer Dreamliner zurückgelassene Werkzeuge und Gratstellen im Bereich elektrischer Leitungen vor. Mehrere Kunden beschwerten sich bei Boeing zudem über mangelhaft installierte Kabinenteile und Sitzreihen.
© aero.de | Abb.: Boeing | 28.08.2020 10:24

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Beitrag vom 31.08.2020 - 21:43 Uhr
Die Übergänge sind fließend. Mal geht es um die acht-sieben, mal um den Golf 7. Oder um nicht vorhandene Sicherheitsvorteile bei swiss. Oder eben mal kurz um MCAS.
Beitrag vom 31.08.2020 - 21:03 Uhr

Dank an A320Fam für endlich mal bashing freie und vernünftige Beiträge !

Ja und dass er sich die Zeit genommen hat, unseren sehr selbstbewusten Youngsters Nachhilfe zu erteilen, denn das Thema wurd im letzten Jahr bis zum Exzess durchgenommen. Auch dieses Verhalten der MAX.
Aber es geht hier doch eigentlich um die 787?
Beitrag vom 31.08.2020 - 13:09 Uhr
FCC#1 und FCC#2 werden seit dem Update abgeglichen.(Mit der Option AOA Sensor auch schon vor dem Update).
Wenn AOA1 und AOA2 für mehr als 10 Sekunden über 10 Grad Abweichung haben gibt es „AOA Disagree“ Warnung auf dem PFD.

Dank an A320Fam für endlich mal bashing freie und vernünftige Beiträge !


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