Flughafen München
13:13 Uhr

"Es ist ein Skandal, dass die Feuerwehr nicht alarmiert wurde"

Flughafen München
Flughafen München, © Flughafen München

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MÜNCHEN - 600 Passagiere und sechs Flugbesatzungen verbringen eine Schneenacht auf dem Münchner Flughafen - in Flugzeugen. Die Aufarbeitung läuft. Deutliche Kritik kommt von der Feuerwehr. Deren Gewerkschaft sieht ein "Versagen des Flughafens".

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) geht nach der Zwangsübernachtung von 600 Passagieren in sechs Flugzeugen am Flughafen München hart mit dem Flughafen ins Gericht. Die Flughafenfeuerwehr hätte wohl helfen können.

"Es ist ein Skandal, dass die Feuerwehr nicht alarmiert wurde", sagte Siegfried Maier, Bundesvorsitzender der DFeuG, der "Bild". "Es gibt extra Rettungstreppen der Feuerwehr, um Passagiere aus den Flugzeugen zu holen. Meines Wissens haben einige der insgesamt 250 Feuerwehrleute eine Einweisung für Notfahrten, um auch Busse vor Ort zu fahren."

Im Gegensatz zur Bundespolizei am Flughafen München war die Flughafenfeuerwehr über die Lage auf dem Vorfeld in der Nacht von Donnerstag auf Freitag offenbar nicht informiert.

Flughafen und Lufthansa, die das T2 gemeinsam betreiben, zeigen sich zerknirscht. Die Situation sei "kaum nachvollziehbar" und "umzumutbar", teilten die Pressestellen der Unternehmen bereits am Montag mit. Lufthansa will die Passagiere entschädigen.

Der Flughafen vermutet "Defizite bei der Kommunikation" und will die Prozesskette überprüfen. Parallel hat die Staatsanwaltschaft Landshut ein Prüfverfahren zu den Vorgängen eingeleitet.
© aero.de | Abb.: FMG | 26.02.2026 13:13

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Beitrag vom 26.02.2026 - 14:37 Uhr
Vermutlich hätten 20 zupackende Feuerwehrleute 600 Menschen eine fünfstündige Festsetzung erspart - hätten nicht eine Kohorte von Paragraphen-Reitern und "Ist nicht mein Kompetenzbereich"-Bürokraten für dieses extrem peinliches Totalversagen gesorgt.
Warum nur hat sich bisher keiner der unmittelbar Betroffenen öffentlich geäußert oder gar Anzeige erstattet? Nur Außenstehende scheinen das bisher im höchsten Empörungsgrad zu diskutieren. Aber ja, wahrscheinlich hätte die Feuerwehr das Problem lösen können....
Beitrag vom 26.02.2026 - 14:31 Uhr
Vermutlich hätten 20 zupackende Feuerwehrleute 600 Menschen eine fünfstündige Festsetzung erspart - hätten nicht eine Kohorte von Paragraphen-Reitern und "Ist nicht mein Kompetenzbereich"-Bürokraten für dieses extrem peinliches Totalversagen gesorgt.
Beitrag vom 26.02.2026 - 13:28 Uhr
Das passt genau zu meinen Erinnerungen an den Flughafen München.
"Mir san mir!", deswegen kümmern wir uns auch um allen Kram, der uns gar nichts angeht, nur wenn wir wirklich mal gebraucht werden, sind wir nicht da / zuständig / etc. Anmaßendes Auftreten inbegriffen.
Die BPOL beziehe ich da ausdrücklich mit ein.
MUC war irgendwie immer grauslich - lauter Dampfplauderer. Offenbar hat sich da nichts verändert.


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