Luftfahrtkrise
Älter als 7 Tage

Air France-KLM erwartet weitere schwierige Jahre

KLM Boeing 777-300ER
KLM Boeing 777-300ER, © KLM

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AMSTERDAM - Harte Deadline: KLM muss bis 01. Oktober mit Personalvertretern eine Einigung über Kostensenkungen erzielen - andernfalls stehen Staatshilfen in Frage. Der Mutterkonzern rechnet unterdessen mit einer deutlich langsameren Erholung.

Die Niederlande haben KLM zur Bewältigung der Corona-Krise 3,4 Milliarden Euro Kredit bewilligt. "Eine der zentralen Voraussetzungen dafür sind Sparbeiträge der Mitarbeiter", sagte KLM-Chef Pieter Elbers der Nachrichtenagentur "Bloomberg". Die Personalkosten sollen um 20 Prozent sinken.

Im Laufe des Jahres 2021 müsse die Zahl der Vollzeitstellen in der KLM-Gruppe um 4.500 bis 5.000 auf dann noch 28.000 sinken. Laut Elbers sind die niederländischen Staatshilfen direkt an Kostensenkungen gekoppelt. Eine Einigung muss demnach bis 01. Oktober vorliegen. "Das ist eine harte Deadline."

Die Folgen der Pandemie werden die Luftfahrt laut Elbers bis weit in das Jahr 2021 hinein beschäftigen. Der aktuelle "Krisenmodus" werde für Europas Airlines mindestens noch bis in die nächste Sommersaison gelten, sagte Elbers am Donnerstag bei einer virtuell abgehaltenen Branchenkonferenz.

Die Schwesterfirma Air France erhält in der Krise zwar mit 7,0 Milliarden Euro ebenfalls umfangreiche Staatshilfe. Air-France-KLM-Chef Ben Smith hatte diese Woche in einem Zeitungsinterview allerdings gewarnt, dass die Mittel den Konzern nur über ein Jahr tragen werden. Smith rechnet mit einer vollständigen Erholung der Luftfahrt frühestens 2024.
© aero.de | 25.09.2020 10:38


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