Ticketerstattungen
Älter als 7 Tage

Lufthansa schuldet Passagieren 200 Millionen Euro

Lufthansa Airbus A320neo
Lufthansa Airbus A320neo, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die Lufthansa macht Fortschritte in ihrem Bemühen, den Berg offener Ticketerstattungen abzubauen. Aktuell sind noch rund 500.000 Fälle offen, sagte ein Konzernsprecher dem Tagesspiegel.

Dabei geht es den Angaben zufolge um etwa 200 Millionen Euro. Insgesamt haben die Airlines der Lufthansa-Gruppe (Eurowings, Germanwings, Austrian, Swiss, Brussels, Edelweiss) im laufenden Jahr über 3,5 Milliarden Euro an mehr als 8,4 Millionen Kunden erstattet, teilte die Lufthansa auf Anfrage weiter mit.

Die Lufthansa steht in der Kritik von Verbraucherschützern, weil der Konzern trotz staatlicher Milliardenhilfe seinen Kunden nur schleppend und mit großer Verzögerung Geld für Tickets ersetzt hatte. Seit Ausbruch der Coronakrise hatte die Lufthansa Millionen Flüge und damit Tickets stornieren müssen.

"Unvermeidliche Flugstriechungen"

Nach EU-Recht müssen Airlines ihren Kunden eigentlich innerhalb von sieben Tagen das Geld für stornierte Tickets zurückzahlen.

Nach den neuerlichen Reisewarnungen sei die Lufthansa auch aktuell gezwungen, ihre Flugpläne zu ändern, hieß es. Das führe zu neuen, unvermeidlichen Flugstreichungen. "Die damit verbundenen Erstattungsanträge werden so schnell wie möglich bearbeitet", versicherte der Sprecher jedoch. Die Zahl der offenen Erstattungsanträge werde sich weiter "dynamisch" entwickeln und in den kommenden Wochen weiter abnehmen, aber nicht gänzlich null erreichen.
© aero.de | 18.11.2020 07:32

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Beitrag vom 20.11.2020 - 14:47 Uhr
Computer scheinen seltsame Wesen zu sein, sie können realtime Geld abbuchen, Kunde und Flug einander zuordnen, Profile erstellen über Kundenwünsche, umbuchen auf andere Flüge, aber sich einfach nicht daran erinnern, woher bei der Buchung das Geld gekommen ist, wenn mal ein Flug nicht durch Verfall, sondern durch ordre de mufti gestrichen wurde. Trotz gesetzlicher Regelung wird denen das einfach nicht beigebracht. Vielleicht hätte der Bundescomputer mit seinen neun Mrd. doch besser dasselbe Tempo an den Tag legen sollen?
Beitrag vom 18.11.2020 - 16:48 Uhr
Sehr geehrter Herr SENflyer
Derzeit liegt die Schwelle für die Beantragung von KUG bei 10% der Belegschaft.
Beitrag vom 18.11.2020 - 09:16 Uhr
Wichtig in dem gesamten Artikel ist der letzte Satz! Es wird nie "Keine ausstehenden Rückzahlungen" geben.

Danke, kurzer aber guter Artikel!

P.s.: Ich bin nicht pro LH, es geht nur darum, dass klar dargestellt wird, dass die Rückzahlungen nie bei 0 sein werden, gerade jetzt nicht, da mehr als weniger Fluege gestrichen werden. Ebenso kann der Konzern nicht beliebig viele Mitarbeiter zur Erstattung einsetzten, da sich der Grossteil in Kurzarbeit befindet und auf Grund der Regularien müssen quasi alle Mitarbeiter "sozialistisch" in Kurzabreit sein.


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