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Kundgebung gegen Schließungspläne bei Lufthansa Technik

Ein Mechaniker der Lufthansa Technik bei der Arbeit
Ein Mechaniker der Lufthansa Technik bei der Arbeit, © Gregor Schläger, Lufthansa Technik

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HAMBURG - Beschäftigte der Lufthansa Technik haben am Mittwoch in Hamburg gegen Schließungspläne in der Flugzeugwartung protestiert.

Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 230 Mitarbeiter an der Kundgebung, wie Verdi-Sekretär Domenico Perroni berichtete. Die 100-prozentige Lufthansa-Tochter mit Sitz in Hamburg hatte in der vorigen Woche bestätigt, dass sie die Stationen Bremen, Düsseldorf, Leipzig, Hannover sowie Teilbetriebe in Hamburg und Frankfurt nicht mehr fortführen will. Verhandlungen zu Interessenausgleich und Sozialplan seien mit den Arbeitnehmervertretungen aufgenommen worden.

"Bundesweit sind von den Schließungsplänen der Lufthansa Technik AG etwa 1350 Arbeitsplätzen bedroht, in Hamburg sind es um die 150", kritisierte Verdi. Perroni wies darauf hin, dass Lufthansa in der Corona-Pandemie mehrere Milliarden Euro an staatlicher Unterstützung erhalten und Kurzarbeitsgeld bekommen habe, um Arbeitsplätze zu sichern.

"Jetzt zeigt sich einmal mehr, dass es ein Fehler war, den Erhalt der Arbeitsplätze nicht zur Bedingung für die Hilfszahlungen zu machen." Der Verdi-Fachbereichsleiter Verkehr, Natale Fontana, forderte den Lufthansa-Konzern auf, "die Entscheidung zu korrigieren beziehungsweise zu revidieren".

© dpa | 02.06.2021 15:09

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Beitrag vom 08.06.2021 - 21:54 Uhr
So einzigartig war/ist dieser Fall garnicht.

Man denke nur an Luft- und Raumfahrtindustrie, Rüstungsindustrie und vorallem: Energie

Genützt hats weder dem technischen Fortschritt noch der Gesellschaft.
Beitrag vom 08.06.2021 - 20:34 Uhr
Dummes populistisches Geschwätz einer untauglichen Gewerkschaft. Wenn ein Unternehmen aus betriebswirtschaftlichen Gründen kündigen muß, hat es entsprechend zu handeln. Andernfalls riskiert es die Insolvenz und damit den Totalausfall aller Arbeitsplätze.

Immer das Gequatsche mit den Staatshilfen. Erinnert sich mal jemand, daß diese Hilfen Lufthansa aufgezwungen wurden? Das ist sozialistischer Staatskapitalismus pur. Ein einzigartiger Fall an wirtschaftlicher Erpressung eines Unternehmens durch den Staat.

Erinnert sich mal jemand daran, daß der Staat überhöhte Zinsen für diese Liquiditätshilfen kassiert und daran sehr gut verdient? Erinnert sich vielleicht einmal jemand daran, daß ein Sozialstaat die sozialen Aufgaben zu übernehmen hat und NICHT ein Unternehmen? Erinnert sich einmal jemand daran, daß die AN bereits über ihre Arbeitslosenversicherung sozialstaatlich abgesichert werden und das Unternehmen immer mit 50% der Kosten für die Beiträge beteiligt ist. Wenn der Staat Versicherungen für seine politischen Zwecke mißbraucht kann ein privates Unternehmen nichts dafür.

Es ist inzwischen ungeheuerlich welche wirtschaftlichen Micky Mouse Kenntnisse sich erdreisten Forderungen zu erheben, die Gesetz und Recht widersprechen. Dabei die Forderungen nur einer persönlichen Moralvorstellung entsprechen. Wir haben immer noch eine freiheitliche, demokratisch individualistische Grundordnung und keine sozialistische kollektivistische staatliche Planwirtschaft.

Dieser Beitrag wurde am 08.06.2021 20:35 Uhr bearbeitet.


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