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Turkish Airlines entscheidet noch 2021 über 737 MAX

Turkish Airlines Boeing 737 MAX
Turkish Airlines Boeing 737 MAX, © Anna Zvereva

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ISTANBUL - Turkish Airlines hat ihre 737-MAX-Positionen bei Boeing in der Krise von 75 auf 25 Flugzeuge gekürzt. Über Optionen könnte die Airline den Auftrag zu einem Großteil wiederherstellen - inzwischen hat Turkish Airlines nur noch wenige Monate Bedenkzeit für eine Entscheidung in der Flottenfrage.

Turkish Airlines lässt die Boeing 737 MAX seit Juni wieder starten. Das Grounding hatte den Aufbau der Teilflotte 2019 bei zwölf Flugzeugen jäh gestoppt. Seither hadert die Airline mit der 737 MAX - und hat den Auftrag Anfang 2021 zunächst radikal umstrukturiert.

Zehn 737 MAX will Turkish Airlines inzwischen gar nicht mehr, 40 Flugzeuge nur noch vielleicht - und die übrigen 13 später. Im Juni nahm Turkish Airlines Boeing immerhin drei 737 MAX 8 und eine 737 MAX 9 ab, die in der Groundingphase fertig wurden, aber nicht ausgeliefert werden konnten.

Interessant ist die Regelung, die Turkish Airlines und Boeing zu den 40 Wackelkandidaten getroffen haben.

Die 40 Flugzeuge wurden "in Optionen bis Dezember 2021 umgewandelt", teilte Turkish Airlines diese Woche im Quartalsbericht mit. Heißt: Boeing hat Turkish Airlines im Frühjahr nur eine relativ kurze Bedenkzeit eingeräumt, sich doch noch für - oder endgültig gegen - die Flugzeuge zu entscheiden.

Turkish Airlines setzt in der Mittelstreckenflotte bisher Flugzeuge von Airbus und Boeing ein. Lässt die Airline die Optionen auf die 40 737 MAX verfallen, könnte dies ein starkes Indiz dafür sein, dass Turkish Airlines in diesem Segment in Zukunft nur noch auf Airbus A320 und A321 setzen will.

Unterdessen kommt Turkish Airlines mit dem Krisenumfeld besser zurecht. Im zweiten Quartal 2021 flog die Airline im Interkontverkehr immerhin wieder 55 Prozent ihres Vorkrisenangebots und stellte 62 Prozent der Inlandkapazität wieder her.

Schwarze Zahlen

"Dank einer niedrigeren Kostenbasis und des ausgedehnten Flugnetzes konnte die Airlinegruppe eine schnellere Erholung ihrer finanziellen und operativen Ergebnisse als ihre Wettbewerber erreichen", informierte Turkish Airlines ihre Aktionäre diese Woche über die Rückkehr in die Gewinnzone.

Im zweiten Quartal hat Turkish Airlines 159 Millionen US-Dollar Betriebgewinn erzielt - und Verluste vom Jahresanfang wettgemacht.
© aero.de | Abb.: Anna Zvereva | 13.08.2021 09:17

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Beitrag vom 14.08.2021 - 11:44 Uhr
Richtig.
Außerdem fliegen z.Zt. noch alle MAX unter Vorbehalt.
Der 3. Anstellwinkelsensor, für den es noch keine Zulassung gibt, muss noch in allen Fliegern nachgerüstet werden.

Beitrag vom 14.08.2021 - 07:52 Uhr
Da hat TK wohl etwas zu "hoch gepokert" und steckt jetzt in einem gewissen Dilemma. Interessant ist, das Boeing - seit längerer Zeit mal wieder - quasi am "längeren Hebel" (zumindest in diesem einen Fall) sitzt.
Obwohl das m.E. auch eine riskantes Spiel ist, denn noch sind die MAX in China ja noch nicht wieder zugelassen und es sind immer noch ein Haufen Aufträge storniert.
Beitrag vom 13.08.2021 - 18:37 Uhr
Das Problem wird sein, die Alternative von Airbus ist mangels Verfügbarkeit keine. Von Leasingfirmen hört man in der Presse das sie für die nächsten Jahre bereits (wieder) alle noch auszuliefernden Flugzeuge platziert haben. Airbus streitet sich ja nicht aus Spass mit seinen Zulieferern um eine weitere Erhöhung der Produktionsrate.


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