Zwischenfall von Kavala
Älter als 7 Tage

Schwere Strukturschäden an A320 von Condor

Condor Airbus A320
Condor Airbus A320, © Condor

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BRAUNSCHWEIG - Mitten im Sommerflugplan strich Condor einen Airbus A320 aus der Flugplanung. Das Flugzeug hat bei einem Vorfall in Griechenland im Juli gravierende Strukturschäden davongetragen. Ein Vorabbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) stellt einen Bezug zum Vortag her.

Kavala, 11. Juli 2021: Condor-Flug 1763 verlässt die nordgriechische Hafenstadt mit Ziel Düsseldorf. Direkt nach dem Start kreisen die Piloten in Flughafennähe - das Fahrwerk lässt sich nicht einfahren. Rund 50 Minuten nach dem Start setzt die D-AICP wieder in Kavala auf.

Mehr als zwei Monate nach dem Vorfall steht die A320 dort noch immer. "Nach der Landung auf dem Flughafen Kavala mit einem drucklosen Bugfahrwerksdämpfer wurden schwere Beschädigungen der Rumpfstruktur im Bereich des Bugfahrwerks festgestellt", teilte die BFU am Dienstag in ihrem Juli-Bericht mit.

"Äußerlich sichtbare Überlastschäden"

Condor hatte sich zu dem Vorfall unter Verweis auf die laufende Untersuchung durch die Behörden zunächst nicht näher geäußert. Die Schäden an der A320 aus dem Produktionsjahr 2004 sind offenbar gravierend. "Im Bug- und Fahrwerksbereich sind äußerlich sichtbare Überlastschäden eingetreten", sagte ein Insider aero.de.

Die BFU will Ende Oktober einen ersten Zwischenbericht vorlegen und wird dabei auch auf ein Ereignis im Vorfeld des Unfalls eingehen. "Am Vortag fand ein Startabbruch mit dem betroffenen Flugzeug statt, bei dem das Bugfahrwerk hohen vertikalen und seitlichen Lasten ausgesetzt wurde", teilte die Behörde mit.
© aero.de | 29.09.2021 08:32

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Beitrag vom 08.10.2021 - 15:47 Uhr

Dass das drucklose Federbein nach dem Start in Kavala das Einfahren des Bugfahrwerks verhindert hat ist für mich soweit verständlich und dass das Flugzeug das Einfahren aufgrund seiner Sensorik unterdrückt hat genauso.

Für mich ist das nicht ohne weiteres klar, weil auch ein druckloses Federbein sollte nach dem Abheben fully extended sein aufgrund der Schwerkraft. Wäre eventuell möglich, das die Kolbenstange während des Einfahrens durch die Luftkräfte wieder reingedrückt wird. Dann gebe es natürlich ne Fehlermeldung...
Beitrag vom 08.10.2021 - 15:24 Uhr
Mit einem drucklosen Federbein startet kein Pilot. Nicht in Heraklion und nicht in Kavala. Ein druckloses Federbein ist einfach zu erkennen und dürfte an keinem Outside-Check vorbeigehen. Somit ist das Problem nach dem Start in Kavala zu sehen.
Dann gab es noch den Startabbruch am Vortag. Laut AVH bei Low-Speed, Grund dafür nicht bekannt. Danach war das Flugzeug außer Betrieb. Genauer Grund schon wieder unbekannt. Zu spät für eine Landung in Deutschland, Vogelschlag, oder der Grund für den Startabbruch war der Grund für den 22-stündigen Aufenthalt am Boden. Oder irgendetwas anderes.
Dass das drucklose Federbein nach dem Start in Kavala das Einfahren des Bugfahrwerks verhindert hat ist für mich soweit verständlich und dass das Flugzeug das Einfahren aufgrund seiner Sensorik unterdrückt hat genauso.
Beitrag vom 08.10.2021 - 15:00 Uhr
Einen drucklosen strut hätte man aber doch vor dem Start festgestellt. Oder nach dem Startabbruch. Gab es denn da irgendwelche Feststellungen? Soweit ich weiß bringt man dieses Thema erstmalig mit der harten Landung in Verbindung.


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