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Airlines freunden sich mit "Hoffmann-Kurve" an

Easyjet Airbus A320
Easyjet Airbus A320, © Airbus

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BERLIN - Mit Starts und Landungen auf beiden Landebahnen sowie gut einer Million Fluggästen hat sich der BER im Dezember einem Normalbetrieb angenähert. Für Anwohner bedeutete das: Sie können nun klarer erkennen, wie sich der Fluglärm bei steigenden Passagierzahlen verteilt.

Ein Konfliktpunkt ist dabei entschärft, wie aus Betriebsdaten hervorgeht, die die Flughafengesellschaft am Mittwoch veröffentlichte.

Bei Starts von der Südbahn in Richtung Osten haben demnach fast alle Maschinen die fliegerisch anspruchsvolle "Hoffmann-Kurve" geschafft. Gemeinden wie Schulzendorf, Zeuthen und Eichwalde werden so von Fluglärm verschont.

Insgesamt gab es im Dezember 12.200 Starts und Landungen, gut halb so viele wie vor der Corona-Krise. "Die Auslastung des BER war in den morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten seit Juli immer wieder nahe an einem coronafreien Normalbetrieb", erklärte Flughafenchefin Aletta von Massenbach.

Im Gesamtjahr gab es 9,95 Millionen Fluggäste am BER, 900.000 mehr als im Vorjahr. Das war knapp ein Drittel der Vor-Corona-Zahl in Schönefeld und Tegel.

Die meisten startenden Maschinen flogen im Dezember nach Westen über Blankefelde-Mahlow und Dahlewitz, Richtung Osten überflogen die meisten Flugzeuge von der Südbahn mit der Hoffmann-Kurve weniger dicht besiedeltes Gebiet.

Nur 25 mal steuerten Piloten nach den Daten im Dezember den Kurs über Schulzendorf, Zeuthen und Eichwalde an. Aus diesen Gemeinden war im Sommer Kritik an zahlreichen Überflügen gekommen. Easyjet war vorübergehend auf diese Route umgeschwenkt, die eigentlich für besonders schwere Maschinen gedacht ist, wenn sie die steile Hoffmann-Kurve direkt nach dem Start nicht schaffen.

Steile Kurve aus BER

Seit Oktober wird von der Südbahn jedoch fast nur noch die Route geflogen, die ein Privatpilot aus der Region vorgeschlagen hatte. Die "Kotzkurve" vermeidet dicht besiedeltes Gebiet, Flugzeuge müssen dafür aber bei Starts Richtung Osten in einer steilen Rechtskurve Steigradienten von zehn Prozent fliegen.

Easyjet hatte mit dem Verfahren anfangs Schwierigkeiten. "Wir haben relativ viele Passagiere in den Flugzeugen und mehr Gepäck als andere in den Flugzeugen", sagte Easyjet-Deutschlandchef Stephan Erler im August 2021. "Das höhere Gewicht führt dazu, dass wir entweder die notwendige Höhe nicht haben oder die Wegpunkte nicht erreichen und es uns somit gesetzlich nicht erlaubt ist, diese Abflugroute zu fliegen."
© dpa-AFX | Abb.: FBB | 06.01.2022 10:37

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Beitrag vom 07.01.2022 - 07:58 Uhr
So viele Berichte über diese Hoffman-Kurve und nie sieht man eine bildliche Darstellung davon. Ist es so schwierig die Rechte von jeppeson oder Lido oder vom LBA dafür zu bekommen? Ich würde mir gerne meine eigene Meinung davon machen

Eine wenige Sekunden dauernde Google (Bilder-)Suche liefert dutzende Ergebnisse. Gleich das erste Suchergebnis (aerotelegraph) liefert sogar Kurs- und Höhenangaben.
Beitrag vom 07.01.2022 - 03:04 Uhr
So viele Berichte über diese Hoffman-Kurve und nie sieht man eine bildliche Darstellung davon. Ist es so schwierig die Rechte von jeppeson oder Lido oder vom LBA dafür zu bekommen? Ich würde mir gerne meine eigene Meinung davon machen


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