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Ryanair hilft Nürnberg auf die Sprünge

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © Max Haselmann, NUE

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NÜRNBERG - Nach pandemiebedingten Einbrüchen in den Jahren 2020 und 2021 rechnet der Flughafen Nürnberg in diesem Jahr wieder mit rund drei Millionen Passagieren.

Das wären zwei Millionen mehr als jeweils in den beiden vergangenen Jahren, als der Flugbetrieb in Nürnberg während der Corona-Lockdowns phasenweise fast komplett stillstand, sagte Flughafen-Geschäftsführer Michael Hupe am Donnerstag bei der Jahres-Pressekonferenz in Nürnberg.

Wann das Vorkrisenniveau von vier Millionen Passagieren wieder erreicht werden könne, sei noch nicht klar. Es zeige sich, dass zwar der Touristenverkehr wieder anziehe, aber im Bereich der Geschäftsreisen wegen der zunehmenden Nutzung digitaler Möglichkeiten das Aufkommen dauerhaft niedriger sei.

Der Flughafen versuche dem mit einem Ausweiten des Streckennetzes zu begegnen, etwa auch für die Heimflüge von Migranten in die Türkei oder auf den Balkan. Für Aufkommen sorgen im Sommer zwei von Ryanair fest in Franken stationierte 737-800.

Wirtschaftlich schreibt der Flughafen weiterhin rote Zahlen. Unter dem Strich habe das Minus aus dem Jahr 2020 um 26,3 Millionen Euro auf noch 14,9 Millionen Euro reduziert werden können. Dazu habe auch der Abbau von Personal beigetragen, sagte Hupe. In diesem Jahr sollen jedoch wieder 140 Leute eingestellt werden. Auch der Rückgang der Investitionen von 32 auf 9 Millionen Euro trage zur Ergebnisverbesserung bei.

Wann die hälftig von der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern getragene Gesellschaft wieder in den schwarzen Zahlen agiert, wollte Hupe auch angesichts der insgesamt schwierigen Situation im Luftverkehr mit drastisch gestiegenen Energiekosten nicht prognostizieren. Der Flughafen werde jedoch sein Ziel, bis 2045 klimaneutral zu fliegen, nicht aus den Augen lassen. Eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines neu errichteten Parkhauses, ein bereits im Betrieb befindliches Blockheizkraftwerk sowie der Einsatz größerer und effizienterer Flugzeuge auf durchschnittlich längeren Strecken seien Schritte in diese Richtung.
© dpa-AFX, aero.de | 05.05.2022 13:37


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