Flugerprobung
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Airbus verstärkt A321XLR-Testflotte

Airbus A321XLR
Airbus A321XLR, © Airbus

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HAMBURG - Airbus holt bis Jahresende zwei weitere A321XLR-Prototypen in die Flugerprobung des neuen Langstreckenjets. Ende 2023 will der Hersteller die Flugtests abschließen, 2024 die ersten Flugzeuge ausliefern. Damit das klappt, spannt Airbus noch eine reguläre A321neo in die Zulassungsflüge ein.

Airbus sammelt mit der A321XLR seit Mitte Juni erste Praxiserfahrung. Der Prototyp MSN11000 fliegt bald nicht mehr allein.

"Bis Jahresende konzentrieren wir uns auf die Fertigstellung und die anschließende Flugfreigabe für die verbleibenden (zwei) Prototypen", sagte A321XLR-Flugtestleiter Gary O'Donnell. FTV2 und FTV3 werden im vierten Quartal "einsatzbereit" sein.

Airbus stellt den drei A321XLR sogar noch eine "aufgerüstete" reguläre A321neo zur Seite. Die MSN6839 "wurde bereits mit mehreren wichtigen neuen Funktionen ausgestattet, die wir für die A321XLR entwickelt haben", sagte O'Donnell. Airbus will die Flugtests Ende 2023 abschließen - danach ist die EASA am Zug.

Die EU-Luftfahrtaufsicht hatte zusätzliche Absicherungen des Integraltanks gefordert, für die Airbus den Zeitplan erweitern musste. "Um Zertifizierungsanforderungen nachzukommen, wird die zunächst für 2023 geplante Indienststellung (der A321XLR) Anfang 2024 erfolgen", räumte Airbus Anfang Mai eine Verzögerung ein.

Der "Rear Center Tank" reicht bis unter den Kabinenboden und die Rumpfwände. Damit bietet er auf kurzer Länge mit 12.900 Litern relativ viel Tankvolumen, lässt aber wenig Raum für Isolationsschichten.

Airbus verspricht für die A321XLR echte Transatlantikreichweite: 8.700 Kilometer nonstop mit bis zu 244 Passagieren.

"Um ein Langstreckenflugzeug zu werden, muss die A321XLR mehr Treibstoff mitführen, was eine Erhöhung des maximalen Startgewichts der A321 nach sich zieht", sagte Chefingenieur Philippe Pupin. "Dies wiederum erfordert ein verbessertes Fahrwerk und verbesserte Bremssysteme."

Laut Kreisen hebt Airbus das maximale Startgewicht von 101,0 auf 101,7 Tonnen an. An der Triebwerksleistung dreht Airbus hingegen nicht.

Modifizierte Auftriebshilfen

"Aber wir haben aerodynamische Anpassungen vorgenommen, um die gewünschte Startleistung zu erreichen", sagte Pupin. "Dies bedingt Änderungen am Hochauftriebssystem - den Vorflügeln und Klappen - sowie eine Neuprogrammierung der Flugsteuerung. Das alles muss im Flug erprobt und zertifiziert werden."

Airbus testet beide Triebwerksvarianten des A321XLR parallel. Der Prototyp FTV3 wird mit einer Passagierkabine ausgestattet und für das Route Proving einsetzt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 09.09.2022 08:28


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