Gefährliches Manöver
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Chinesischer Jet drängt US-Aufklärer ab

US Air Force RC-135
US Air Force RC-135, © USAF

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WASHINGTON - Zwischenfall über dem Südchinesischen Meer: Eine J-11 kam einem amerikanischen RC-135-Aufklärer, der sich auf einem Routineflug befand, gefährlich nahe. Der US-Pilot war zu einem Ausweichmanöver gezwungen. Das US-Verteidigungsministerium hat ein Video des Vorfalls vom 21. Dezember 2022 veröffentlicht.

Auf dem ist zu sehen, wie das chinesische Kampfflugzeug sich zunächst auf die linke Seite des amerikanischen Aufklärers setzt. Dann verringert sich der Abstand zwischen beiden Flugzeugen auf wenige Meter.

Offenbar um die Distanz zwischen beiden Flugzeugen zu vergrößern, tauchte die RC-135 schließlich nach unten ab.

Der Pilot der chinesischen Volksarmee sei ein unsicheres Manöver geflogen, indem er vor der RC-135 und bis auf 20 Fuß an deren Nase heranflog. Das habe den Aufklärer zu einem Ausweichmanöver gezwungen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, schilderte das Ministerium die Situation.

Es betont in einer Erklärung, dass die RC-135 legal eine rechtmäßige Routineoperationen über dem Südchinesischen Meer im internationalen Luftraum durchführt habe, als sie von der chinesischen J-11 abgedrängt worden sei.

Die Volksrepublik China sieht Teile des Luftraums über dem Südchinesischen Meer als ihr Hoheitsgebiet an. Die USA widerum erkennen dies nicht an.

J-11 drängt RC-135 ab, © Pentagon
 
Die U.S. Indo-Pacific Joint Force setze sich für eine freie und offene indo-pazifische Region ein und werde weiterhin auf See und im internationalen Luftraum unter gebührender Berücksichtigung der Sicherheit aller Schiffe und Flugzeuge nach internationalem Recht operieren, so die USA. Sie erwartet von allen Ländern im indopazifischen Raum, dass sie den internationalen Luftraum sicher und im Einklang mit dem Völkerrecht nutzen.

Lizenzversion der Su-27SK

Die chinesische Shenyang J-11 ist ursprünglich eine von der Volksrepublik in Lizenz gebaute Suchoi Su-27SK. In dem Lizenzvertrag mit Russland über 200 Stück hatte sich China verpflichtet, für den Bau russische Komponenten zu verwenden. Nach 95 Flugzeugen gab China 2004 die Entwicklung einer eigenen Variante, der J-11B bekannt – Russland sah darin einen Vertragsbruch. Rund 90 Prozent aller verwendeten Teile der J-11B stammen nach Angaben Chinas heute aus eigener Produktion.
© FLUG REVUE | Abb.: USAF | 04.01.2023 07:22


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