Weltraum
Älter als 7 Tage
Virgin Galactic startet Allflüge
MOJAVE - Richard Bransons Weltraumunternehmen Virgin Galactic will noch Ende diesen Monats seinen kommerziellen Flugbetrieb ins All aufnehmen.
Der Start des ersten Fluges "Galactic 01" sei zwischen dem 27. und 30. Juni geplant, teilte das Unternehmen des britischen Milliardärs mit Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien mit.
Bei "Galactic 01" handele es sich um eine Forschungsmission mit drei Angehörigen der italienischen Luftwaffe. Beim darauf folgenden, für Anfang August geplanten Flug seien dann "private Astronauten" an Bord, hieß es weiter. Von da an sollen monatlich kommerzielle Flüge in den Weltraum starten.
Tickets für den Touristenflug ins All hatte Virgin Galactic schon im Februar 2022 angefangen zu verkaufen. Laut den damals angegebenen Preisen kostet die rund 1,5 stündige Tour inklusive Schwerelosigkeit 450 000 US-Dollar (400 000 Euro) pro Person.
Bransons Unternehmen ist nicht das erste, das zahlungskräftigen Privatiers Weltraumreisen ermöglicht. Amazon-Gründer Jeff Bezos und sein Unternehmen Blue Origin schickten schon mehrere Passagiere ins All. Konkurrent ist auch Elon Musks Raumfahrtsfirma SpaceX, die bislang zwei komplett private Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS) durchgeführt hat.
Dennoch gilt der 72-jährige Branson als Pionier auf dem Gebiet der privaten Raumfahrt, seine Firma Virgin Galactic gründete er für diesen Zweck bereits 2004. Im Juli 2021 schaffte es Branson in einem Quasi-Wettrennen unter Milliardären zehn Tage vor Jeff Bezos in einem eigenen Raumschiff ins All. Der früher noch für das dritte Quartal 2022 anvisierte Testflug mit den italienischen Luftstreitkräften war allerdings wegen technischer Nachbesserungen auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
© dpa-AFX | 16.06.2023 14:23
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Beitrag vom 19.06.2023 - 11:05 Uhr
Man sollte aber erwähnen, dass die Virgin Galactic Flüge gemäß FAI-Definition keine Allflüge sind und die Bezeichnung "private Astronauten" nur innerhalb der US Airforce, die den Weltraum bereits ab 80km Höhe beginnen lassen, legitim ist. Das ist eine Menge Geld für einen wertlosen Titel.
Und genau deswegen bin ich auch sehr skeptisch für einen Erfolg dieses Unternehmens, obwohl ich Richard Branson schon sehr bewundere. Aber auch er hat ja schon heftige Rückschläge einstecken müssen, wie das Beispiel Virgin Orbit zeigt.
Wie hoch diese Flüge wirklich gehen, wird man sehen, aber wie Sie schon schrieben, beginnt der Weltraum laut FAI erst ab 100km Höhe, obwohl das nur eine theoretische Abgrenzung zwischen Erdatmosphäre und Weltraum darstellt.
Die â??Kármán Linieâ?? wurde vom Namensgeber auf 83,6km errechnet.
Darüber gibt es keinen dynamischen Auftrieb mehr, und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Virgin Galactic Flüge höher gehen.
ich glaube gelinde gesagt, den Kunden ist es scheixxxegal.
Ob die einen jetzt ab 80km sagen oder die anderen ab 100km.
Man wird die annähenrde Schwerelosigkeit spüren und das berühmte Horizont Bild der Erde mit der Krümmung sehen.
Ich denke für eine Reiche, abenteuerlustige Elite die schon alles hat, ist genau sowas der nervenkitzel den sie brauchen.
Wenn mich jedenfalls jemand fragen würde, ob ich das machen möchte, ich würde sofort ja sagen.
Müsste ich nicht mal eine Sekunde überlegen.
Nur die 400.000â?¬ dafür, das würde ich halt nicht bezahlen, dafür ist das zuviel Geld und ich habe davon leider noch nicht genug;)
Beitrag vom 19.06.2023 - 10:04 Uhr
Dieser Definition liegt die Annahme zugrunde, dass für die aerodynamische Steuerung eines
Luftfahrzeugs ein dynamischer Druck auf die Steuerflächen von mindestens 1 lbF/ft² (47,88 Pa)
nötig ist.
Eine halbwegs vernünftige Definition, aber ich bin überzeugt davon, daß auch schon bei 47,80 und sogar auch bei 47,00 Pa kein spürbarer Unterschied festzustellen ist.
Mathematische Grenzen braucht man manchmal zweifellos, aber das penible Interpretieren der dritten oder gar vierten Dezimale ist technischer Blödsinn. Wobei hinzukommt, daß auch die o.g. Grenze noch immer recht willkürlich gesetzt ist.
Sich wegen der dritten Dezimale über etwas zu streiten ist blanke Korinthenkackerei und ohne jeden technisch-physikalischen Wert. Deshalb ist die Frage, ob 80 oder 100 km Höhe schon den Weltraum beginnen lassen, ziemlich zweitrangig.
Beitrag vom 18.06.2023 - 23:10 Uhr
Darüber gibt es keinen dynamischen Auftrieb mehr
Diese Aussage ist, mit Verlaub, genauso sinnlos wie die Dskussion, ob die Trennlinie bei 80 oder 100 km liegt. Erstens kennt die Natur keine am Dezimalsystem orientierten Vorgänge, und zweitens ist schon bei 30 km der erzielbare Auftrieb ziemlich mau, und je höher desto mauer wird er. Physikalische Zusammenhänge sind üblicherweise eben analog, gleitend, und nicht digital, binär, und relativ selten auch mal sprunghaft innerhalb geringer Ã?bergangszone.
Um sicher zu gehen, nichts falsches zu schreiben, habe ich doch bei Wiki recherchiert, und da steht u.a. Folgendes über die Kaâ??rmaâ??n Linie:
Während die Auslegung der FAI bei 100 km liegt, gibt es auch andere Definitionen. So verliehen die Streitkräfte der Vereinigten Staaten das Astronautenabzeichen ab einer ebenfalls in den 1950er-Jahren vom National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) festgelegten Flughöhe von 50 Meilen (etwa 80 km). Dieser Definition liegt die Annahme zugrunde, dass für die aerodynamische Steuerung eines Luftfahrzeugs ein dynamischer Druck auf die Steuerflächen von mindestens 1 lbF/ft² (47,88 Pa) nötig ist.
Dieser Beitrag wurde am 18.06.2023 23:12 Uhr bearbeitet.
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Und genau deswegen bin ich auch sehr skeptisch für einen Erfolg dieses Unternehmens, obwohl ich Richard Branson schon sehr bewundere. Aber auch er hat ja schon heftige Rückschläge einstecken müssen, wie das Beispiel Virgin Orbit zeigt.
Wie hoch diese Flüge wirklich gehen, wird man sehen, aber wie Sie schon schrieben, beginnt der Weltraum laut FAI erst ab 100km Höhe, obwohl das nur eine theoretische Abgrenzung zwischen Erdatmosphäre und Weltraum darstellt.
Die â??Kármán Linieâ?? wurde vom Namensgeber auf 83,6km errechnet.
Darüber gibt es keinen dynamischen Auftrieb mehr, und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Virgin Galactic Flüge höher gehen.
ich glaube gelinde gesagt, den Kunden ist es scheixxxegal.
Ob die einen jetzt ab 80km sagen oder die anderen ab 100km.
Man wird die annähenrde Schwerelosigkeit spüren und das berühmte Horizont Bild der Erde mit der Krümmung sehen.
Ich denke für eine Reiche, abenteuerlustige Elite die schon alles hat, ist genau sowas der nervenkitzel den sie brauchen.
Wenn mich jedenfalls jemand fragen würde, ob ich das machen möchte, ich würde sofort ja sagen.
Müsste ich nicht mal eine Sekunde überlegen.
Nur die 400.000â?¬ dafür, das würde ich halt nicht bezahlen, dafür ist das zuviel Geld und ich habe davon leider noch nicht genug;)
Luftfahrzeugs ein dynamischer Druck auf die Steuerflächen von mindestens 1 lbF/ft² (47,88 Pa)
nötig ist.
Eine halbwegs vernünftige Definition, aber ich bin überzeugt davon, daß auch schon bei 47,80 und sogar auch bei 47,00 Pa kein spürbarer Unterschied festzustellen ist.
Mathematische Grenzen braucht man manchmal zweifellos, aber das penible Interpretieren der dritten oder gar vierten Dezimale ist technischer Blödsinn. Wobei hinzukommt, daß auch die o.g. Grenze noch immer recht willkürlich gesetzt ist.
Sich wegen der dritten Dezimale über etwas zu streiten ist blanke Korinthenkackerei und ohne jeden technisch-physikalischen Wert. Deshalb ist die Frage, ob 80 oder 100 km Höhe schon den Weltraum beginnen lassen, ziemlich zweitrangig.
Diese Aussage ist, mit Verlaub, genauso sinnlos wie die Dskussion, ob die Trennlinie bei 80 oder 100 km liegt. Erstens kennt die Natur keine am Dezimalsystem orientierten Vorgänge, und zweitens ist schon bei 30 km der erzielbare Auftrieb ziemlich mau, und je höher desto mauer wird er. Physikalische Zusammenhänge sind üblicherweise eben analog, gleitend, und nicht digital, binär, und relativ selten auch mal sprunghaft innerhalb geringer Ã?bergangszone.
Um sicher zu gehen, nichts falsches zu schreiben, habe ich doch bei Wiki recherchiert, und da steht u.a. Folgendes über die Kaâ??rmaâ??n Linie:
Während die Auslegung der FAI bei 100 km liegt, gibt es auch andere Definitionen. So verliehen die Streitkräfte der Vereinigten Staaten das Astronautenabzeichen ab einer ebenfalls in den 1950er-Jahren vom National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) festgelegten Flughöhe von 50 Meilen (etwa 80 km). Dieser Definition liegt die Annahme zugrunde, dass für die aerodynamische Steuerung eines Luftfahrzeugs ein dynamischer Druck auf die Steuerflächen von mindestens 1 lbF/ft² (47,88 Pa) nötig ist.
Dieser Beitrag wurde am 18.06.2023 23:12 Uhr bearbeitet.