Wechsel auf A321neo
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Hat Spirit Airlines der A319neo den Todesstoß versetzt?

Airbus A319neo
Airbus A319neo, © Airbus

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TOULOUSE - Spirit Airlines zieht ihren Auftrag für den Airbus A319neo zurück. Der US-Preisbrecher bucht die Liefertermine auf A321neo um. Das Einstiegsmodell verliert auf einen Schlag ein Drittel der Bestellungen. Im A320neo-Programm verschieben sich die Gewichte weiter zur A321neo.

Die A319neo passt nicht mehr in die Strategie: Spirit Airlines hat Ende Juli mehrere Anpassungen an ihren Airbus-Aufträgen vorgenommen - und alle 31 A319neo auf A321neo umgebucht. Die Airline überspringt beim Upgrade sogar die A320neo und verdoppelt ihr A321neo-Los: Spirit plant jetzt mit 86 A320neo und 62 A321neo.

Mit der Verlegung einiger Liefertermine in den Zeitraum 2025 bis 2029 will der US-Preisbrecher seinern Flottenzustrom "gleichmäßiger über die nächsten sechs Jahre verteilen".

Die Entscheidung gegen die A319neo dürfte auch mit der Übernahme von Spirit Airlines durch den Konkurrenten JetBlue Airways in Zusammenhang stehen.

Airbus hat die Änderungen bereits im Auftragsbuch vermerkt - seit Anfang August klafft in der A319neo-Spalte eine gewaltige Lücke. Auf die A319neo entfallen mit 61 Bestellungen nur noch 0,6 Prozent Programmanteil, 47 A319neo-Lieferungen sind derzeit noch offen.

Das Einstiegsmodell leidet unter konzerninterner Konkurrenz durch die A220-300. Die verbliebenen A319neo-Bestellungen entfallen auf die Business-Jet-Ausführung und Asien - insbesondere in China ist die kleinste Neo noch bei Airlines gefragt. Vorschnell dürfte Airbus die A319neo daher nicht aufgeben.

Bestseller A321neo

Im A320neo-Programm trennen den weltgrößten Flugzeugbauer nur noch knapp 400 Aufträge von der 10.000er-Marke. Mehr als jede zweite Bestellung - aktuell exakt 5.259 Aufträge - entfallen auf das Topmodell A321neo und dessen Langstreckenableger A321LR und A321XLR.

Airbus will die A321neo künftig an allen vier Programmstandorten - Hamburg, Toulouse, Mobile (USA) und Tianjin (China) fertigen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 09.08.2023 16:02

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Beitrag vom 09.08.2023 - 19:36 Uhr
Das könnte auch interessant hinsichtlich einer gestreckten A220 sein. Die interne Konkurrenz wird da wahrscheinlich eher weniger zum Problem, wenn Kunden zum A220-500/A221 greifen, da man sich mehr auf die Produktion des (scheinbaren) Nischenproduktes A321neo (X)LR konzentrieren kann.

Anders rum wird ein Schuh draus.

Jeder verkaufte A225 macht einen Slot für einen A321neo frei.
Der hat jetzt 5300 orders - ungefähr soviel wie die Max insgesamt an Orders hat.
Beitrag vom 09.08.2023 - 18:34 Uhr
Das könnte auch interessant hinsichtlich einer gestreckten A220 sein. Die interne Konkurrenz wird da wahrscheinlich eher weniger zum Problem, wenn Kunden zum A220-500/A221 greifen, da man sich mehr auf die Produktion des (scheinbaren) Nischenproduktes A321neo (X)LR konzentrieren kann.
Beitrag vom 09.08.2023 - 16:31 Uhr
Für Airbus ein Problem das man sehr gerne hat.

Man verkauft Boeing an die Wand. Das Problem ist die Produktion, und da nicht mal die eigene, sondern die der Triebwerke.
Mit dem angenehmen nebeneffekt, das jeder verkaufte Neo mit Leap weniger Triebwerke für die Max ist.

Aktuell steht man mit knapp 11.000 Deliveries noch knapp hinter der B737 mit 11500, aber es ist nurnoch eine Frage der Zeit.

Bei den orders ist man bereits weit vorne.


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