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N3 baut Triebwerkswartung aus

Pratt & Whitney PW1100G
Pratt & Whitney PW1100G, © Airbus

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ANRSTADT - Mitte in Thüringen werden große Triebwerke für Flugzeuge gewartet. Der Bedarf steigt. Das Unternehmen N3 wird ausgebaut - und es gibt neue Jobs.

Der Standort für Triebwerkswartung von Lufthansa Technik AG und Rolls-Royce bei Arnstadt wird erweitert, fast 300 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Die N3 Engine Overhaul Services, die Flugzeugantriebe überholt und repariert, plane Investitionen in den nächsten beiden Jahren, teilte das Unternehmen am Donnerstag im Gewerbegebiet "Erfurter Kreuz" mit.

Es würden neue Fabrikbereiche errichtet, bestehende Gebäude erweitert sowie Maschinen und Anlagen angeschafft. Die Zahl der Beschäftigten solle von aktuell 920 auf 1.200 Fachkräfte steigen.

Nach Unternehmensangaben wollen die Muttergesellschaften Lufthansa Technik und Rolls-Royce insgesamt rund 150 Millionen Euro in den Thüringer Standort stecken. N3 werde sich damit weiter als wichtiger europäischer Standort im weltweiten Instandhaltungsnetzwerk für Rolls-Royce Flugzeugmotoren profilieren.

Das Wartungsgeschäft habe 2022 nach den Corona-Jahren sehr schnell wieder Fahrt aufgenommen, erklärte N3-Geschäftsführer Carsten Behrens. Der Bedarf an Triebwerksüberholung sei in den nächsten Jahrzehnten riesig. Mit der Investition werde die Kapazität von N3 auf die Überholung von 250 Triebwerken pro Jahr hochgefahren. Aktuell seien es maximal 160 Triebwerke pro Jahr.

2023 seien etwa 140 Triebwerke überholt worden, 2024 würden knapp 200 angepeilt. "Die umfangreiche Erweiterung im laufenden Betrieb mit steigender Auslastung und vielen neuen Mitarbeitenden ist eine Herausforderung für das gesamte Team", erklärte der Geschäftsführer. Zudem gebe es eine gute und enge Abstimmung mit den lokalen Behörden und Institutionen.

Die etwa 300 zusätzlichen Stellen sollen durch eigene Ausbildung, Qualifizierung und Neueinstellungen besetzt werden. Um Fachkräfte auch aus anderen Bundesländern und dem Ausland für N3 und Thüringen gewinnen zu können, sei eine Willkommenskultur wichtig. Hilfreich wäre, wenn Bundes- und Landespolitik die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüssen und die Visavergabe vereinfachten, so das Management.

N3 war 2007 am Erfurter Kreuz gestartet. In den 15 Jahren seither seien mehr als 1.400 Triebwerke überholt worden.
© dpa | 14.12.2023 14:07

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Beitrag vom 16.12.2023 - 17:15 Uhr
Bemerkenswert. In Erfurt scheint der Underdog zu deutschen Löhnen konkurrenzfähig zu sein, während der Marktführer dazu ins Ausland muß.
Beitrag vom 15.12.2023 - 18:35 Uhr
Naja, das Werk befindet sich in Arnstadt, südlich vom Autobahnkreuz Erfurt (A4 & A71). Super Anbindung für LKW also.
Triebwerke fliegt man nur zum Wechsel im AOG-Fall, also wenn ein Flugzeug gestrandet ist und dann sicher auch nur, wenn man da nicht mit dem LKW hinkommt.
Beitrag vom 15.12.2023 - 17:40 Uhr
Weiß jemand, ob die Triebwerke nach Erfurt geflogen und von dort per LKW transportiert werden oder wie das sonst läuft?


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