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Die Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu hat die Türkei in eine politische Krise gestürzt. Am Wochenende kam erneut zu landesweiten Protesten, die Opposition forderte Neuwahlen - mehrere Hunderttausend Menschen gingen auf die Straße.
Die Situation veranlasst das Auswärtige Amt zu verschärften Reisehinweisen für die Türkei.
"In Ankara, Istanbul, Izmir und anderen Städten kommt es derzeit im Zusammenhang mit politischen Protestaktionen und Versammlungsverboten zu Absperrungen von Straßen sowie U-Bahn-Stationen und Ausfällen im öffentlichen Nahverkehr", teilte das Auswärtige Amt mit. "Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen und seien Sie in deren Umfeld äußerst vorsichtig."
In den klassischen Touristenregionen ist die Lage entspannter. Auslöser der größten Massenproteste in der Türkei seit Jahren ist die Verhaftung Imamoglus am 19. März. Der abgesetzte Istanbuler Bürgermeister, der nach seiner Festnahme zum Präsidentschaftskandidaten der größten Oppositionspartei CHP ernannt wurde, gilt als wichtigster innenpolitischer Rivale Erdogans.
Seine Partei ging als stärkste Kraft aus den landesweiten Regionalwahlen 2024 hervor - Erdogans Partei AKP landete erstmals nur auf dem zweiten Platz.
Die Demonstranten werfen dem Präsidenten vor, sich mit Hilfe des Justizapparats und der Polizei seines aussichtsreichsten Herausforderers bei der nächsten Wahl entledigen zu wollen. Gegen Imamoglu wird wegen Korruptions- und Terrorvorwürfen ermittelt, er weist alle Vorwürfe von sich.
© dpa, aero.de | 31.03.2025 06:44







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