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Dieser Beitrag wurde am 06.12.2025 16:00 Uhr bearbeitet.
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Eine dramatische Klimavorhersage des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung machte weltweit Schlagzeilen und beeinflusste Politik und Banken. Jetzt muss die Studie zurückgezogen werden – die Affäre
offenbart ein zweifelhaftes Netzwerk.
I
m April 2024 erschien im bedeutenden Wissenschaftsmagazin „Nature“ eine Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die weltweit Schlagzeilen machte. Selbst bei sofortigem Rückgang der CO?
Emissionen sei die Weltwirtschaft bis 2050 aufgrund des bereits verursachten Klimawandels zu einem Einbruch um 19 Prozent verdammt.
„Der Klimawandel bedroht die Weltwirtschaft“, titelte die „Tagesschau“, „Klimakrise kostet 38 Billionen Dollar pro Jahr“, schlagzeilte der „Spiegel“. Die Arbeit avancierte zur am zweitmeisten zitierten Klimastudie 2024 und
fand hohe Beachtung in Politik und Finanzwelt. Nun hat „Nature“ die Studie von PIK-Forscher Anders Levermann und seinen Kollegen nach heftigen Protesten aus der Fachwelt wegen schwerer Mängel
(
https://www.nature.com/articles/s41586-024-07219-0)
.
zurückgezogen
Die Affäre offenbart bedenkliche Verstrickungen. „Nature“ hatte die Studie trotz der Einsprüche von begutachtenden Forschern publiziert und monatelange Kritiken ignoriert. Internationale Institutionen wie OECD und
Weltbank sowie die US-Regierung nahmen die Zahlen der Studie als orientierende Richtwerte, und das „Network for Greening the Financial System“ (NGFS), ein Zusammenschluss von Zentralbanken, integrierte die
Ergebnisse in seine Klimarisikoszenarien.
Studien wie jene des PIK haben damit Auswirkungen auf jeden Bürger: Beispielsweise lässt die Europäische Zentralbank EZB ihre Banken-Stresstests von NGFS-Szenarien ableiten, um Geldpolitik auf Klimarisiken zu testen.
Wissenschaftler melden „große Bedenken“
Die Politikforscherin Jessica Weinkle von der University of North Carolina-Wilmington
sieht
(
https://www.breakthroughjournal.org/p/a-climate-related-financial-risk)
„schwerwiegende Interessenkonflikte“, denn das PIK
ist wirtschaftlich mit dem NGFS verflochten – über die einflussreiche Klimaschutz-Stiftung „Climate Works“, ein wichtiger Sponsor des NGFS, die auch das PIK für die Berechnung von NGFS-Szenarien bezahlt.
Schon vor Veröffentlichung hatten alle vier begutachtenden Wissenschaftler gravierende Mängel an der Studie
(
https://static-content.springer.com/esm/art%3A10.1038%2Fs41586-024-07219-0/
festgestellt
. „Leider muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die statistische Methodik, auf die sich die Forschungsarbeit mit dem Titel stützt, keinerlei wissenschaftliche
Grundlage hat“, monierte ein Gutachter in erstaunlicher Deutlichkeit. Ein weiterer schrieb: „Ich habe große Bedenken hinsichtlich der Unsicherheit und Gültigkeit des empirischen Modells, das sie erstellt und für die
Prognosen verwendet haben“.
MediaObjects/41586_2024_7219_MOESM2_ESM.pdf)
„Nature“ habe sich „in einen Fußabtreter verwandelt“, lästert Weinkle über die Ignoranz des Wissenschaftsmagazins. Denn auch direkt nach Veröffentlichung der Studie hagelte es Proteste.
Gregory Hopper vom Bank Policy Institute schickte eine
Kritik
(
https://bpi.com/the-ngfss-new-climate-damage-function-a-flawed-analysis-with-massive-economic-consequences/)
an die „Nature“-Redakteure, ebenso
Christof Schötz von der Technischen Universität München und eine Gruppe um Tom Bearpark von der Princeton University. Doch „Nature“ hielt die Kritiken zurück. Als „wissenschaftlich völlig ungültig“
bewertete
(
http://www.researchgate.net/
publication/384052212_September_15_2024_Response_by_Rosen_to_the_Nature_Authors_Response_to_Rosen_Climate_econometrics_has_a_robust_foundation_for_estimating_the_impacts_of_climate_on_the_economy)
der Ökomom Richard Rosen vom Tellus Insitute im September 2024 die PIK-Studie.
Probleme seien „zu erheblich für eine Korrektur“
(
https://zenodo.org/records/15984134)
Trotz der heftigen Warnungen warnte Nature erst am 6. November 2024, dass die „Zuverlässigkeit der Daten und Methoden“ angezweifelt werde. Im August 2025 legten die PIK-Autoren um Anders Levermann eine
korrigierte Fassung
vor, einen „Pre-Print“ ohne Begutachtung. Doch die Änderungen konnten die Studie nicht retten, „Nature“ widerrief sie nun, die Probleme seien „zu erheblich für
eine Korrektur“.
Levermann und seine Kollegen streben mit ihrer neuen Analyse eine neue Begutachtung an. Ihr korrigiertes Ergebnis weiche nicht stark ab, betonen sie: Der zu erwartende wirtschaftliche Verlust betrage bis 2050 immer noch
rund 17 Prozent, allerdings seien die Unsicherheiten erheblich größer als in der ersten Studie.
Die Methode blieb grundsätzlich die gleiche: Die PIK-Forscher ermitteln aus historischen Veränderungen von Klimavariablen der vergangenen Jahrzehnte und Variationen des Wirtschaftswachstums in der gleichen Zeit
statistische Beziehungen zwischen Wetter und regionalem BIP-Wachstum.
Ob es sich dabei um kausale Zusammenhänge, oder zufällige Korrelationen handelt, und ob die ermittelten Relationen auch für die Zukunft gelten, bleibt unklar. Dennoch schließen die Forscher aufgrund dieser Basis mit
Klimasimulationen auf die Wirtschaftskraft im Jahr 2050 im Vergleich zu Szenarien ohne menschengemachte Erwärmung.
Medien eilen zu Hilfe
erklärt
Für ihre korrigierte Arbeit mussten die PIK-Forscher Fehler korrigieren, etwa eine Datenreihe aus Usbekistan, die das Ergebnis übermäßig beeinflusst haben soll. Doch andere Probleme blieben anscheinend bestehen. Schötz
hat
(
https://retractionwatch.com/2025/12/03/authors-retract-nature-paper-projecting-high-costs-of-climate-change/
#:~:text=Sch%C3%B6tz%20told%20Retraction%20Watch%20the,that%20might%20be%20farther%20apart)
, sein Hinweis auf ungeklärte Abhängigkeiten der Statistiken einzelner Regionen voneinander sei nicht gelöst
worden.
Kritiker Hopper merkte an, die Autoren hätten beim neuen Modell „auf den Punkt genau“ Parameter angepasst, wohl um erhoffte Resultate zu erzielen. Unklar bleibt auch, ob auf die Kritik von Tom Bearpark und Kollegen
eingegangen wurde, dass Ergebnisse der PIK-Arbeit um den Faktor drei
danebenlagen
(
https://www.nature.com/articles/s41586-025-09320-4)
1 von 2
.
06.12.2025, 12:54
Skandalöse Klimastudie: Dubiose Verstrickungen hinter widerrufener K...
https://www.welt.de/wissenschaft/plus69330e05bdb9c3d5970e55b1/ska...
Ungeklärt also, wie vertrauenswürdig die neue Arbeit ist, dennoch eilen die Nachrichtenagentur AP und andere Medien den PIK-Forschern bereits
(
https://apnews.com/article/climate-change-economic-impact
zu Hilfe
: Der „Kern der Aussage“ bliebe gleich, greifen sie den Spin der PIK-Pressemitteilung auf. Über ihre eigenen Artikel zu den in Aussicht gestellten Klimaschäden,
die sich nun als voreilig erwiesen haben, gehen die Medien hinweg.
global-emissions-nature-3b99e4c317214554d28decf253bad3bb)
Dabei bleiben neben der zurückgezogenen Studie auch deren Umstände problematisch. Auf seine Verflechtungen mit dem Bankennetzwerk NGFS ging das PIK bislang nicht ein. Auch das NGFS äußerte sich nicht transparent
über den Umgang mit der zurückgezogenen Studie. Nutzer ihrer Szenarien sollten sich der Rücknahme der PIK-Studie „bewusst sein“,
estimates-phase-v-ngfs-long-term-scenarios)
der Verband lapidar. Ist den Klima-Berechnungen der Finanzinstitute zu trauen?
„Deindustrialisierung als ökologische Rettung“
Er habe „zu viele Geschichten gehört“ von Fällen, in denen Finanzinstitute versucht hätten, die akademische Freiheit zu untergraben,
erklärt
(
https://www.ft.com/content/eee948a1-c70a-44f5-96f7-482ae13d5db0)
unlängst
Ben Caldecott, Direktor der Oxford Sustainable Finance Group, in der „Financial Times“. „Sie haben dies getan, indem sie versucht haben, die Forschungsergebnisse vor der Veröffentlichung zu ändern, oder sie haben
versucht, die Veröffentlichung überhaupt zu verhindern, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu schützen.“
Das NGFS orientiert sich am PIK-Konzept der „Planetaren Grenzen“, eine in der Fachwelt
hochumstrittene (
https://www.welt.de/wissenschaft/plus247465962/Klimawandel-Wie-Wissenschaftler-mit-Apokalypse-Studien
Karriere-machen.html) aber bei Massenmedien beliebte Theorie des PIK-Chefs Johan Rockström. Sie verlangt Einhegung wirtschaftlicher Aktivität, weil die Menschheit angeblich Kapazitäten der Erde überschreite. Eine
politisch nützliche Theorie: Die Behauptung von Grenzen – also von Knappheit – verleiht Macht, den Mangel zu verwalten: Wissenschaftler, die derlei aufzeigen, sind beliebte Autoritätsressource für Politiker.
Die Theorie der Planetaren Grenzen verfolge „Deindustrialisierung als ökologische Rettung“, erläutert Politikforscherin Weinkle. Wirtschaftliche Transformation gelte als „Rettung vor der kapitalistischen Ausbeutung“ in der
Tradition der „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome – einer einflussreichen Theorie der 1970er-Jahre, die das Versiegen der wichtigsten Rohstoffe vorhersah, aber von der Wirklichkeit
widerlegt wurde (
http://www.welt.de/wissenschaft/plus251070952/Rohstoffe-Warum-die-Ressourcen-nicht-knapp-werden.html) .
Mission des PIK
In dieser Tradition sei der Zentralbanken-Zusammenschluss „eine Drehscheibe für fehlerhafte Regulierung“, meint Weinkle. Die NGFS können Politikwandel bewirken, indem es zum Beispiel sicherstellt, dass Banken aufgrund
vermeintlich hoher Klimarisiken höheres Eigenkapital bilden müssen, was Wirtschaftswachstum bremsen kann - was der
einflussreiche-klima-institut-das-wirtschaftswachstum-ueberwinden-will.html) entsprechen würde.
Mission des PIK (
https://www.welt.de/wissenschaft/plus68b843b40648574ee41a67a8/pik-das
Vergangenes Jahr veröffentlichte PIK-Chef Rockström zusammen mit seinem Mitarbeiter Stefan Rahmstorf und anderen Forschern einen
Aufsatz
(
https://academic.oup.com/bioscience/article/74/12/812/7808595)
(
https://axelbojanowski.substack.com/p/klimakatastrophe-politisierung-studie-fuer-degrowth-politik)
Fachzeitschrift „BioScience“, in dem sie anhand
zweifelhafter Grafiken
in der
eine Klimakatastrophe beschworen – ein
Großteil des Lebens auf der Erde sei gefährdet.
Rockström und Rahmstorf nennen in dem Aufsatz ausdrücklich ihr politisches Ziel: die Überwindung des Wirtschaftswachstums. Sie fordern „die Einführung eines ökologischen und postwachstumsorientierten
Wirtschaftsrahmens, der soziale Gerechtigkeit gewährleistet“. Insofern scheint auch die zurückgezogene Studie mit der Warnung vor weniger Wachstum ganz in ihrem Sinne.
Was im Bohei allerdings unterging: Selbst das pessimistische Szenario der PIK-Studie verhandelte nur einen klimabedingten Rückgang des Wirtschaftswachstums. Insgesamt werde die Welt gängigen Szenarien
zufolge
ihre Wirtschaftsleistung bis Mitte des Jahrhunderts global mehr als verdoppeln. Selbst dem PIK zufolge könnte die
(
https://www.pwc.com/gx/en/world-2050/assets/pwc-the-world-in-2050-full-report-feb-2017.pdf)
Erwärmung das Wachstum also allenfalls etwas bremsen.
Dieser Beitrag wurde am 06.12.2025 16:01 Uhr bearbeitet.
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Eine dramatische Klimavorhersage des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung machte weltweit Schlagzeilen und beeinflusste Politik und Banken. Jetzt muss die Studie zurückgezogen werden – die Affäre
offenbart ein zweifelhaftes Netzwerk.
I
m April 2024 erschien im bedeutenden Wissenschaftsmagazin „Nature“ eine Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die weltweit Schlagzeilen machte. Selbst bei sofortigem Rückgang der CO?
Emissionen sei die Weltwirtschaft bis 2050 aufgrund des bereits verursachten Klimawandels zu einem Einbruch um 19 Prozent verdammt.
„Der Klimawandel bedroht die Weltwirtschaft“, titelte die „Tagesschau“, „Klimakrise kostet 38 Billionen Dollar pro Jahr“, schlagzeilte der „Spiegel“. Die Arbeit avancierte zur am zweitmeisten zitierten Klimastudie 2024 und
fand hohe Beachtung in Politik und Finanzwelt. Nun hat „Nature“ die Studie von PIK-Forscher Anders Levermann und seinen Kollegen nach heftigen Protesten aus der Fachwelt wegen schwerer Mängel
(
.
zurückgezogen
Die Affäre offenbart bedenkliche Verstrickungen. „Nature“ hatte die Studie trotz der Einsprüche von begutachtenden Forschern publiziert und monatelange Kritiken ignoriert. Internationale Institutionen wie OECD und
Weltbank sowie die US-Regierung nahmen die Zahlen der Studie als orientierende Richtwerte, und das „Network for Greening the Financial System“ (NGFS), ein Zusammenschluss von Zentralbanken, integrierte die
Ergebnisse in seine Klimarisikoszenarien.
Studien wie jene des PIK haben damit Auswirkungen auf jeden Bürger: Beispielsweise lässt die Europäische Zentralbank EZB ihre Banken-Stresstests von NGFS-Szenarien ableiten, um Geldpolitik auf Klimarisiken zu testen.
Wissenschaftler melden „große Bedenken“
Die Politikforscherin Jessica Weinkle von der University of North Carolina-Wilmington
sieht
(
„schwerwiegende Interessenkonflikte“, denn das PIK
ist wirtschaftlich mit dem NGFS verflochten – über die einflussreiche Klimaschutz-Stiftung „Climate Works“, ein wichtiger Sponsor des NGFS, die auch das PIK für die Berechnung von NGFS-Szenarien bezahlt.
Schon vor Veröffentlichung hatten alle vier begutachtenden Wissenschaftler gravierende Mängel an der Studie
(
festgestellt
. „Leider muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die statistische Methodik, auf die sich die Forschungsarbeit mit dem Titel stützt, keinerlei wissenschaftliche
Grundlage hat“, monierte ein Gutachter in erstaunlicher Deutlichkeit. Ein weiterer schrieb: „Ich habe große Bedenken hinsichtlich der Unsicherheit und Gültigkeit des empirischen Modells, das sie erstellt und für die
Prognosen verwendet haben“.
MediaObjects/41586_2024_7219_MOESM2_ESM.pdf)
„Nature“ habe sich „in einen Fußabtreter verwandelt“, lästert Weinkle über die Ignoranz des Wissenschaftsmagazins. Denn auch direkt nach Veröffentlichung der Studie hagelte es Proteste.
Gregory Hopper vom Bank Policy Institute schickte eine
Kritik
(
an die „Nature“-Redakteure, ebenso
Christof Schötz von der Technischen Universität München und eine Gruppe um Tom Bearpark von der Princeton University. Doch „Nature“ hielt die Kritiken zurück. Als „wissenschaftlich völlig ungültig“
bewertete
(
publication/384052212_September_15_2024_Response_by_Rosen_to_the_Nature_Authors_Response_to_Rosen_Climate_econometrics_has_a_robust_foundation_for_estimating_the_impacts_of_climate_on_the_economy)
der Ökomom Richard Rosen vom Tellus Insitute im September 2024 die PIK-Studie.
Probleme seien „zu erheblich für eine Korrektur“
(
Trotz der heftigen Warnungen warnte Nature erst am 6. November 2024, dass die „Zuverlässigkeit der Daten und Methoden“ angezweifelt werde. Im August 2025 legten die PIK-Autoren um Anders Levermann eine
korrigierte Fassung
vor, einen „Pre-Print“ ohne Begutachtung. Doch die Änderungen konnten die Studie nicht retten, „Nature“ widerrief sie nun, die Probleme seien „zu erheblich für
eine Korrektur“.
Levermann und seine Kollegen streben mit ihrer neuen Analyse eine neue Begutachtung an. Ihr korrigiertes Ergebnis weiche nicht stark ab, betonen sie: Der zu erwartende wirtschaftliche Verlust betrage bis 2050 immer noch
rund 17 Prozent, allerdings seien die Unsicherheiten erheblich größer als in der ersten Studie.
Die Methode blieb grundsätzlich die gleiche: Die PIK-Forscher ermitteln aus historischen Veränderungen von Klimavariablen der vergangenen Jahrzehnte und Variationen des Wirtschaftswachstums in der gleichen Zeit
statistische Beziehungen zwischen Wetter und regionalem BIP-Wachstum.
Ob es sich dabei um kausale Zusammenhänge, oder zufällige Korrelationen handelt, und ob die ermittelten Relationen auch für die Zukunft gelten, bleibt unklar. Dennoch schließen die Forscher aufgrund dieser Basis mit
Klimasimulationen auf die Wirtschaftskraft im Jahr 2050 im Vergleich zu Szenarien ohne menschengemachte Erwärmung.
Medien eilen zu Hilfe
erklärt
Für ihre korrigierte Arbeit mussten die PIK-Forscher Fehler korrigieren, etwa eine Datenreihe aus Usbekistan, die das Ergebnis übermäßig beeinflusst haben soll. Doch andere Probleme blieben anscheinend bestehen. Schötz
hat
(
#:~:text=Sch%C3%B6tz%20told%20Retraction%20Watch%20the,that%20might%20be%20farther%20apart)
, sein Hinweis auf ungeklärte Abhängigkeiten der Statistiken einzelner Regionen voneinander sei nicht gelöst
worden.
Kritiker Hopper merkte an, die Autoren hätten beim neuen Modell „auf den Punkt genau“ Parameter angepasst, wohl um erhoffte Resultate zu erzielen. Unklar bleibt auch, ob auf die Kritik von Tom Bearpark und Kollegen
eingegangen wurde, dass Ergebnisse der PIK-Arbeit um den Faktor drei
danebenlagen
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1 von 2
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06.12.2025, 12:54
Skandalöse Klimastudie: Dubiose Verstrickungen hinter widerrufener K...
Ungeklärt also, wie vertrauenswürdig die neue Arbeit ist, dennoch eilen die Nachrichtenagentur AP und andere Medien den PIK-Forschern bereits
(
zu Hilfe
: Der „Kern der Aussage“ bliebe gleich, greifen sie den Spin der PIK-Pressemitteilung auf. Über ihre eigenen Artikel zu den in Aussicht gestellten Klimaschäden,
die sich nun als voreilig erwiesen haben, gehen die Medien hinweg.
global-emissions-nature-3b99e4c317214554d28decf253bad3bb)
Dabei bleiben neben der zurückgezogenen Studie auch deren Umstände problematisch. Auf seine Verflechtungen mit dem Bankennetzwerk NGFS ging das PIK bislang nicht ein. Auch das NGFS äußerte sich nicht transparent
über den Umgang mit der zurückgezogenen Studie. Nutzer ihrer Szenarien sollten sich der Rücknahme der PIK-Studie „bewusst sein“,
estimates-phase-v-ngfs-long-term-scenarios)
der Verband lapidar. Ist den Klima-Berechnungen der Finanzinstitute zu trauen?
„Deindustrialisierung als ökologische Rettung“
Er habe „zu viele Geschichten gehört“ von Fällen, in denen Finanzinstitute versucht hätten, die akademische Freiheit zu untergraben,
erklärt
(
unlängst
Ben Caldecott, Direktor der Oxford Sustainable Finance Group, in der „Financial Times“. „Sie haben dies getan, indem sie versucht haben, die Forschungsergebnisse vor der Veröffentlichung zu ändern, oder sie haben
versucht, die Veröffentlichung überhaupt zu verhindern, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu schützen.“
Das NGFS orientiert sich am PIK-Konzept der „Planetaren Grenzen“, eine in der Fachwelt
hochumstrittene (
Karriere-machen.html) aber bei Massenmedien beliebte Theorie des PIK-Chefs Johan Rockström. Sie verlangt Einhegung wirtschaftlicher Aktivität, weil die Menschheit angeblich Kapazitäten der Erde überschreite. Eine
politisch nützliche Theorie: Die Behauptung von Grenzen – also von Knappheit – verleiht Macht, den Mangel zu verwalten: Wissenschaftler, die derlei aufzeigen, sind beliebte Autoritätsressource für Politiker.
Die Theorie der Planetaren Grenzen verfolge „Deindustrialisierung als ökologische Rettung“, erläutert Politikforscherin Weinkle. Wirtschaftliche Transformation gelte als „Rettung vor der kapitalistischen Ausbeutung“ in der
Tradition der „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome – einer einflussreichen Theorie der 1970er-Jahre, die das Versiegen der wichtigsten Rohstoffe vorhersah, aber von der Wirklichkeit
widerlegt wurde (
Mission des PIK
In dieser Tradition sei der Zentralbanken-Zusammenschluss „eine Drehscheibe für fehlerhafte Regulierung“, meint Weinkle. Die NGFS können Politikwandel bewirken, indem es zum Beispiel sicherstellt, dass Banken aufgrund
vermeintlich hoher Klimarisiken höheres Eigenkapital bilden müssen, was Wirtschaftswachstum bremsen kann - was der
einflussreiche-klima-institut-das-wirtschaftswachstum-ueberwinden-will.html) entsprechen würde.
Mission des PIK (
Vergangenes Jahr veröffentlichte PIK-Chef Rockström zusammen mit seinem Mitarbeiter Stefan Rahmstorf und anderen Forschern einen
Aufsatz
(
(
Fachzeitschrift „BioScience“, in dem sie anhand
zweifelhafter Grafiken
in der
eine Klimakatastrophe beschworen – ein
Großteil des Lebens auf der Erde sei gefährdet.
Rockström und Rahmstorf nennen in dem Aufsatz ausdrücklich ihr politisches Ziel: die Überwindung des Wirtschaftswachstums. Sie fordern „die Einführung eines ökologischen und postwachstumsorientierten
Wirtschaftsrahmens, der soziale Gerechtigkeit gewährleistet“. Insofern scheint auch die zurückgezogene Studie mit der Warnung vor weniger Wachstum ganz in ihrem Sinne.
Was im Bohei allerdings unterging: Selbst das pessimistische Szenario der PIK-Studie verhandelte nur einen klimabedingten Rückgang des Wirtschaftswachstums. Insgesamt werde die Welt gängigen Szenarien
zufolge
ihre Wirtschaftsleistung bis Mitte des Jahrhunderts global mehr als verdoppeln. Selbst dem PIK zufolge könnte die
(
Erwärmung das Wachstum also allenfalls etwas bremsen.
Dieser Beitrag wurde am 06.12.2025 16:01 Uhr bearbeitet.
„Alarmismus hilft niemandem – außer denen, die davon leben“
wenn inzwischen sogar Gates es eingesehn hat ...