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Grüne schäumen über Absenkung der Ticketsteuer

Passagiere am BER
Passagiere am BER, © FBB

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BERLIN - Rot-Grün hatte die Ticketsteuer angehoben, Schwarz-Rot dreht die Erhöhung der Vorgängerregierung um 350 Millionen Euro zurück. Die Branche spricht von einem "Beginn einer echten Trendwende" in der deutschen Luftfahrtpolitik, Kritiker von einem "schlechten Scherz" und "Konsumgeschenk".

Kritik von Grünen und Umweltschützern und Lob von der Luftfahrbranche: Mit den Ergebnissen des Koalitionsausschusses hat das schwarz-rote Regierungsbündnis unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

or allem an der Ankündigung, die von der Ampel-Regierung beschlossene Erhöhung der Luftverkehr-Ticketsteuer zurückzunehmen, scheiden sich die Geister. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD hatten am Abend rund dreieinhalb Stunden beraten. Einige ihrer Vorhaben waren zuvor bereits grundsätzlich angekündigt gewesen.

Der Grünen-Chef Felix Banaszak warf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und den Koalitionsspitzen von CDU, CSU und SPD Mutlosigkeit vor. "Zu glauben, die Wirtschaftskrise mit dem Rasieren der Luftverkehrsabgabe und einem Deutschlandfonds zu beenden, ist schon stark vermessen", sagte er.

Greenpeace nannte die Rücknahme der Luftverkehrsteuer-Erhöhung ein fatales Signal und nahm Bezug auf die laufende Weltklimakonferenz in Brasilien: "Während die Staatengemeinschaft auf der COP30 in Belém um die Reduktion von CO2-Emissionen ringt, verteilt die Bundesregierung Steuer- und Preisgeschenke an die fossilen Industrien", sagte der deutsche Greenpeace-Chef Martin Kaiser der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist wohl ein schlechter Scherz".

Auch die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer teilte aus: "Mal wieder beweist der Kanzler sein feines Gespür für explosive Rückwärtspolitik. Den Preis dafür zahlen wir alle, direkt und im übertragenden Sinne", sagte sie der dpa und bezeichnete die Pläne als ein "als Konsumgeschenk getarntes Steuergeschenk an die Flugindustrie". "Nichts anderes ist diese Entscheidung, die wenige Monate nach der erneuerten Verteuerung des 49-Euro-Tickets erneut den fossilen Kurs der Regierung verstärkt."

Von wem Lob kommt

In der Luftfahrtbranche hingegen löste das Vorhaben einer Ticketsteuer-Senkung erwartungsgemäß Freude aus. Ihre Verbände lobten das als wichtigen Schritt zur Stärkung der Branche und des Luftfahr-Standorts Deutschland.

Der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel, sprach vom "Beginn einer echten Trendwende". Sein Kollege vom Branchenverband BDL, Joachim Lang, befand jedoch auch: "Damit Deutschland am anhaltenden Boom des Luftverkehrs in Europa teilhaben kann, sind in den kommenden Jahren aber noch weitere Schritte erforderlich." Bei der Lufthansa hieß es, die Bundesregierung zeige, dass sie den Ernst der Lage im Luftverkehr erkannt habe.

Worum es bei der Ticketsteuer geht

Die Koalition will zum 1. Juli 2026 die Steuer senken. Merz sprach von einer Größenordnung von etwa 350 Millionen Euro zugunsten der Luftverkehrsindustrie in Deutschland. Zudem soll bei den Flugsicherungskosten dafür gesorgt werden, dass es 2026 zu keinem weiteren Anstieg der Gebühren, sondern einer ersten Reduzierung kommt. Die Steuer für Starts von deutschen Flughäfen war 2011 von der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung zur Etatsanierung eingeführt worden.

Im Inland und auf Kurzstrecken sind aktuell pro Flug 15,53 Euro fällig, für Mittelstrecken 39,34 Euro und für fernere Ziele 70,83 Euro. Zahlen müssen dies die Fluggesellschaften.

Die Branche fordert seit langem eine Senkung der Luftverkehrssteuer. International tätige Airlines stationieren ihre Flugzeuge zunehmend an Standorten mit niedrigeren Einstiegskosten, dies geht zu Lasten deutscher Flughäfen. Gestrichen wurden hierzulande besonders innerdeutsche Flüge und Direktverbindungen kleiner und mittlerer Flughäfen ins europäische Ausland.
© dpa, aero.de | Abb.: FBB, Günter Wicker | 14.11.2025 06:29

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Beitrag vom 21.11.2025 - 11:25 Uhr
MDR:

 https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/was-macht-china-klimapolitik-klimaziele-ambitionen-green-tech100.html

Jetzt bin ich baff! Der Artikel gibt 1:1 das wieder was ich oben geschrieben habe. Danke!

Warum? Oder habe ich Sie wohl völlig falsch verstanden -
Haben Sie. Jetzt habe ich meine Zweifel, ob Sie ihr geposteten Links überhaupt alle komplett gelesen haben.

Warum haben nur aber ausgerechnet die Chinesen jetzt offensichtlich einen anderen Weg eingesschlagen?
Ich habe geschrieben
Die haben keinen anderen Weg eingeschlagen. Denen geht es in erster Linie immer noch um strategische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Dominanz.
Der Artikel sagt „“
Gleich im Subtitel „Die Motivation dahinter ist aber vor allem wirtschaftlicher Natur.“ Danach „Schon seit den frühen 2000er Jahren arbeitet China daran, diesen strategischen Sektor zu entwickeln, der idealerweise dabei helfe, das Klimaproblem zu lösen, aber vor allem einen strategischen Vorteil im internationalen Wettbewerb biete.“ „"China betreibt eine Klimapolitik, die klar auf Wirtschaftspolitik ausgerichtet ist"“

Nicht das die vielleicht die (weltweiten) Gefahren und die geschäftlichen Möglichkeiten erkannt haben!?
Die Geschäftlichen auf jeden Fall.
„China hat also durchaus ambitionierte Klimaziele, doch der größte Treiber der Klimapolitik ist ein anderer: Ökonomische Interessen bestimmen die Strategie der Staatsführung.
Die Regierung weiß, saubere Luft ist politisch wichtig, um Legitimität zu erhalten. Gleichzeitig vergrößert „grüne“ Energie die internationale Reputation (siehe ja auch hier)
„Die Staatsführung hat vor allem das wirtschaftliche Potenzial erkannt. Und nicht zuletzt wird das Thema auch international wohlwollend aufgenommen. "Im ganz eigenen Interesse engagiert sich die chinesische Regierung international, um sich als Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu präsentieren", bilanziert Voß.

Aber, China baut parallel auch viele neue Kohlekraftwerke. Aktuell sind über 500GW in Bau oder Planung, je nach Leistung eines Blockes etwa 600 - 800 Blöcke. das ist etwa das 15fache der aktuellen Kohleleistung in D. Zusätzlich zum Bestand. Mit der Umwelt haben nix am Hut.
„“Allerdings muss man auch dazu sagen, dass China sich sehr schwer damit tut, sich von der Kohleenergie zu verabschieden", so Voß. Ein Grund dafür sei, dass sich rund um den Kohlestrom eine politische Ökonomie begründet hat, die an Kohleverstromung festhalten will. "Vielfältige Interessengruppen hängen auch auf provinzieller Ebene lokal sehr an diesem wirtschaftlichen Modell der Stromerzeugung." Und so bleibt die Kohle aktuell ... eine der Grundsäulen der Energieversorgung.“

Vielleicht erweitern diese Artikel Ihr Bild zum Thema
Nicht wirklich. Ich habe mal zufällig eine ihrer Quellen gewählt. Da bezieht sich die Aussage auf einen X Post. Es wird die Verschiebung von Fossil zu Erneuerbar gelobt. In Zahlen bedeutet das, in den letzten 5 Jahren waren das 3% Anteilverschiebung. Allerdings hat sich die Menge an fossiler Energie in China um 3%/Jahr erhöht, ist netto also beträchtlich gewachsen.
„Doch zur Wahrheit gehört auch, dass die chinesischen Emissionen noch im vergangenen Jahr weiter angestiegen sind, die Netto-Null ist in weiter Ferne.“

Ich sehe meine Aussagen da hervorragend bestätigt

Möglicherweise haben wir inhaltlich aneinander vorbei geschrieben:

Ich meine, und das belegen die Artikel, das mit Klimatechnik/Industrie auch sehr gute Geschäfte (Wirtschaft!) gemacht werden können/kann.
Was ja hier öfters, ala: 'Die links-grün versiffte Klimapolitik schadet unserer Wirtschaft nur'.

Sie haben das so nie geschrieben,
Stimmt
allerdings habe ich Sie auch in dieser Ecke verortet.
Das ist hier ein sehr verbreiteter Trend, @ FloCo hat das mal sehr gut beschrieben.
Jetzt kann ich das einordnen, alles gut.
Beitrag vom 21.11.2025 - 11:00 Uhr
MDR:

 https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/was-macht-china-klimapolitik-klimaziele-ambitionen-green-tech100.html

Jetzt bin ich baff! Der Artikel gibt 1:1 das wieder was ich oben geschrieben habe. Danke!

Warum? Oder habe ich Sie wohl völlig falsch verstanden -
Haben Sie. Jetzt habe ich meine Zweifel, ob Sie ihr geposteten Links überhaupt alle komplett gelesen haben.

Warum haben nur aber ausgerechnet die Chinesen jetzt offensichtlich einen anderen Weg eingesschlagen?
Ich habe geschrieben
Die haben keinen anderen Weg eingeschlagen. Denen geht es in erster Linie immer noch um strategische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Dominanz.
Der Artikel sagt „“
Gleich im Subtitel „Die Motivation dahinter ist aber vor allem wirtschaftlicher Natur.“ Danach „Schon seit den frühen 2000er Jahren arbeitet China daran, diesen strategischen Sektor zu entwickeln, der idealerweise dabei helfe, das Klimaproblem zu lösen, aber vor allem einen strategischen Vorteil im internationalen Wettbewerb biete.“ „"China betreibt eine Klimapolitik, die klar auf Wirtschaftspolitik ausgerichtet ist"“

Nicht das die vielleicht die (weltweiten) Gefahren und die geschäftlichen Möglichkeiten erkannt haben!?
Die Geschäftlichen auf jeden Fall.
„China hat also durchaus ambitionierte Klimaziele, doch der größte Treiber der Klimapolitik ist ein anderer: Ökonomische Interessen bestimmen die Strategie der Staatsführung.
Die Regierung weiß, saubere Luft ist politisch wichtig, um Legitimität zu erhalten. Gleichzeitig vergrößert „grüne“ Energie die internationale Reputation (siehe ja auch hier)
„Die Staatsführung hat vor allem das wirtschaftliche Potenzial erkannt. Und nicht zuletzt wird das Thema auch international wohlwollend aufgenommen. "Im ganz eigenen Interesse engagiert sich die chinesische Regierung international, um sich als Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu präsentieren", bilanziert Voß.

Aber, China baut parallel auch viele neue Kohlekraftwerke. Aktuell sind über 500GW in Bau oder Planung, je nach Leistung eines Blockes etwa 600 - 800 Blöcke. das ist etwa das 15fache der aktuellen Kohleleistung in D. Zusätzlich zum Bestand. Mit der Umwelt haben nix am Hut.
„“Allerdings muss man auch dazu sagen, dass China sich sehr schwer damit tut, sich von der Kohleenergie zu verabschieden", so Voß. Ein Grund dafür sei, dass sich rund um den Kohlestrom eine politische Ökonomie begründet hat, die an Kohleverstromung festhalten will. "Vielfältige Interessengruppen hängen auch auf provinzieller Ebene lokal sehr an diesem wirtschaftlichen Modell der Stromerzeugung." Und so bleibt die Kohle aktuell ... eine der Grundsäulen der Energieversorgung.“

Vielleicht erweitern diese Artikel Ihr Bild zum Thema
Nicht wirklich. Ich habe mal zufällig eine ihrer Quellen gewählt. Da bezieht sich die Aussage auf einen X Post. Es wird die Verschiebung von Fossil zu Erneuerbar gelobt. In Zahlen bedeutet das, in den letzten 5 Jahren waren das 3% Anteilverschiebung. Allerdings hat sich die Menge an fossiler Energie in China um 3%/Jahr erhöht, ist netto also beträchtlich gewachsen.
„Doch zur Wahrheit gehört auch, dass die chinesischen Emissionen noch im vergangenen Jahr weiter angestiegen sind, die Netto-Null ist in weiter Ferne.“

Ich sehe meine Aussagen da hervorragend bestätigt

Möglicherweise haben wir inhaltlich aneinander vorbei geschrieben:

Ich meine, und das belegen die Artikel, das mit Klimatechnik/Industrie auch sehr gute Geschäfte (Wirtschaft!) gemacht werden können/kann.
Was ja hier öfters, ala: 'Die links-grün versiffte Klimapolitik schadet unserer Wirtschaft nur'.

Sie haben das so nie geschrieben, allerdings habe ich Sie auch in dieser Ecke verortet.
Beitrag vom 21.11.2025 - 06:12 Uhr
MDR:

 https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/was-macht-china-klimapolitik-klimaziele-ambitionen-green-tech100.html

Jetzt bin ich baff! Der Artikel gibt 1:1 das wieder was ich oben geschrieben habe. Danke!

Warum? Oder habe ich Sie wohl völlig falsch verstanden -
Haben Sie. Jetzt habe ich meine Zweifel, ob Sie ihr geposteten Links überhaupt alle komplett gelesen haben.

Warum haben nur aber ausgerechnet die Chinesen jetzt offensichtlich einen anderen Weg eingesschlagen?
Ich habe geschrieben
Die haben keinen anderen Weg eingeschlagen. Denen geht es in erster Linie immer noch um strategische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Dominanz.
Der Artikel sagt „“
Gleich im Subtitel „Die Motivation dahinter ist aber vor allem wirtschaftlicher Natur.“ Danach „Schon seit den frühen 2000er Jahren arbeitet China daran, diesen strategischen Sektor zu entwickeln, der idealerweise dabei helfe, das Klimaproblem zu lösen, aber vor allem einen strategischen Vorteil im internationalen Wettbewerb biete.“ „"China betreibt eine Klimapolitik, die klar auf Wirtschaftspolitik ausgerichtet ist"“

Nicht das die vielleicht die (weltweiten) Gefahren und die geschäftlichen Möglichkeiten erkannt haben!?
Die Geschäftlichen auf jeden Fall.
„China hat also durchaus ambitionierte Klimaziele, doch der größte Treiber der Klimapolitik ist ein anderer: Ökonomische Interessen bestimmen die Strategie der Staatsführung.
Die Regierung weiß, saubere Luft ist politisch wichtig, um Legitimität zu erhalten. Gleichzeitig vergrößert „grüne“ Energie die internationale Reputation (siehe ja auch hier)
„Die Staatsführung hat vor allem das wirtschaftliche Potenzial erkannt. Und nicht zuletzt wird das Thema auch international wohlwollend aufgenommen. "Im ganz eigenen Interesse engagiert sich die chinesische Regierung international, um sich als Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu präsentieren", bilanziert Voß.

Aber, China baut parallel auch viele neue Kohlekraftwerke. Aktuell sind über 500GW in Bau oder Planung, je nach Leistung eines Blockes etwa 600 - 800 Blöcke. das ist etwa das 15fache der aktuellen Kohleleistung in D. Zusätzlich zum Bestand. Mit der Umwelt haben nix am Hut.
„“Allerdings muss man auch dazu sagen, dass China sich sehr schwer damit tut, sich von der Kohleenergie zu verabschieden", so Voß. Ein Grund dafür sei, dass sich rund um den Kohlestrom eine politische Ökonomie begründet hat, die an Kohleverstromung festhalten will. "Vielfältige Interessengruppen hängen auch auf provinzieller Ebene lokal sehr an diesem wirtschaftlichen Modell der Stromerzeugung." Und so bleibt die Kohle aktuell ... eine der Grundsäulen der Energieversorgung.“

Vielleicht erweitern diese Artikel Ihr Bild zum Thema
Nicht wirklich. Ich habe mal zufällig eine ihrer Quellen gewählt. Da bezieht sich die Aussage auf einen X Post. Es wird die Verschiebung von Fossil zu Erneuerbar gelobt. In Zahlen bedeutet das, in den letzten 5 Jahren waren das 3% Anteilverschiebung. Allerdings hat sich die Menge an fossiler Energie in China um 3%/Jahr erhöht, ist netto also beträchtlich gewachsen.
„Doch zur Wahrheit gehört auch, dass die chinesischen Emissionen noch im vergangenen Jahr weiter angestiegen sind, die Netto-Null ist in weiter Ferne.“

Ich sehe meine Aussagen da hervorragend bestätigt


Dieser Beitrag wurde am 21.11.2025 06:14 Uhr bearbeitet.


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