Iran-Krieg
Vor 7 Tagen

Lufthansa und Condor setzen Nahost-Linien aus

Condor Airbus A330-900
Condor Airbus A330-900, © Condor

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FRANKFURT - Die Lufthansa meidet wegen des Iran-Kriegs den Nahen Osten weitgehend. Bis einschließlich 8. März werde der Luftraum über Israel, Libanon, Jordanien und Irak nicht von den Airlines der Lufthansa-Gruppe genutzt, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft in Frankfurt mit.

Auch Qatar, Kuweit, Bahrain, Dammam und Iran seien von dieser Vorsichtsmaßnahme betroffen. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate bis einschließlich 4. März nicht genutzt.

Flüge zu Zielen im Nahen Osten nimmt die Lufthansa - wie teils bereits verkündet - weitgehend aus ihrem Programm. So setzen die Airlines des Konzerns Verbindungen nach Tel Aviv (Israel), Beirut (Libanon), Amman (Jordanien), Erbil (Irak), Dammam (Saudi Arabien) und Teheran (Iran) bis 8. März aus. Das gelte auch für Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 4. März.

Kunden können kostenlos umbuchen oder bekommen Geld zurück

Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten den vollständigen Ticketpreis zurück, so die Lufthansa. "Die Sicherheit für Passagiere und Crews hat für die Lufthansa Group stets oberste Priorität."

Wegen des Iran-Kriegs sind viele Reisende, darunter auch Urlauber aus Deutschland, im Nahen Osten gestrandet. Angaben zu betroffenen Kunden machte die Lufthansa nicht. Der Konzern beobachte kontinuierlich die Sicherheitslage im Nahen Osten und stehe in engem Kontakt mit den Behörden, so die Lufthansa. "Sobald es die Lage vor Ort und die damit verbundenen Luftraumsperrungen erlauben, werden wir über zusätzliche Flüge aus der Region entscheiden, um unseren Gästen baldmöglichst eine Heimreise anbieten zu können."

Am Flughafen Frankfurt lief der Betrieb am Montag trotz des Iran-Kriegs weitgehend normal. Es seien heute 19 ankommende und 17 abfliegende Flüge annulliert, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport. Insgesamt gebe es mehr als 1100 Flüge. Der restliche Betrieb laufe normal. "Wir haben vereinzelt Passagiere, die zu uns an die Serviceschalter kommen und nach Unterstützung fragen."

Condor sagt Flüge ab

Auch Condor streicht wegen des Kriegs im Nahen Osten mehrere Verbindungen aus ihrem Programm. Flüge zwischen Berlin sowie Stuttgart und Dubai würden bis einschließlich 5. März ausgesetzt, teilte die Airline in Frankfurt mit. Verbindungen von und nach Sulaymaniyah (Irak) fänden zudem bis einschließlich 3. März 2026 nicht statt.

Betroffene Gäste würden direkt informiert. Für Flüge von und nach Dubai, Beirut (Libanon) oder Sulaymaniyah mit Abflugdatum bis einschließlich 28. März biete Condor zudem kostenfreie Umbuchungen auf alternative Ziele im Streckennetz an. Gäste, die ihren Flug über eine Pauschalreise gebucht hätten, sollten sich an ihren Reiseveranstalter wenden.

Condor stehe in engem Austausch mit Behörden und Partnern und beobachte die Entwicklung kontinuierlich, hieß es. "Abhängig von der Lage kann es in den kommenden Tagen zu weiteren Anpassungen im Flugplan kommen." Die Sicherheit der Gäste und Besatzungsmitglieder habe oberste Priorität.
© dpa | Abb.: Condor | 02.03.2026 15:12


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