Pilotenstreik
Älter als 7 Tage

Lufthansa findet wieder in normalen Flugplan zurück

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Nach dem zweitägigen Pilotenstreik läuft der Lufthansa-Flugbetrieb wieder wie geplant. Die gröbsten Folgen hat Lufthansa mit einem Sonderflugplan umschifft, die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit spricht gleichwohl von einem "sehr erfolgreichen" Arbeitskampf. Doch der Tarifkonflikt bleibt ungelöst.

Nach dem Ende des zweitägigen Streiks der Lufthansa-Piloten ist der Flugbetrieb nach Unternehmensangaben am Samstag normal angelaufen. Die Flüge würden gemäß Flugplan durchgeführt, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Der Streik betraf vor allem die Drehkreuze Frankfurt und München.

"An den beiden vergangenen Streiktagen konnten mehr als 50 Prozent des ursprünglich geplanten Flugprogramms angeboten werden. Bei Langstreckenverbindungen lag der Anteil sogar bei 60 Prozent", sagte ein Unternehmenssprecher. "Lufthansa Cargo flog mehr als 80 Prozent ihres Frachtflugprogramms."

Die Regionaltochter Lufthansa Cityline, die nur am Donnerstag bestreikt wurde, habe bereits am Freitag wieder nahezu ihr komplettes Flugprogramm anbieten können, hieß es weiter.

VC zieht positives Streik-Fazit

Dem widersprach die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC): Am ersten Streiktag seien von den ursprünglich von Lufthansa geplanten 800 Flügen knapp 80 Prozent ausgefallen - mit über 600 Ausfällen damit mehr als doppelt so viele wie von VC prognostiziert, hieß es in einem Streik-Fazit.

Auch der zweite Streiktag bei Lufthansa und Lufthansa Cargo habe sich deutlich stärker entwickelt als vorhergesagt, so die Gewerkschaft. "Von den etwa 700 geplanten Flügen sind über 550 ausgefallen, ein Ausfall von ebenfalls knapp 80 Prozent." VC bezeichnete den Streik als "insgesamt sehr erfolgreich".

Keine Lösung im Tarifkonflikt

Während es in dem Konflikt bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft effektiv um höhere Betriebsrenten.

Bis zum Ende der Streikmaßnahmen habe weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite zur betrieblichen Altersversorgung der Kolleginnen und Kollegen bei Lufthansa und Lufthansa Cargo sowie zum Vergütungstarifvertrag der Kolleginnen und Kollegen bei Lufthansa Cityline vorgelegen, teilte VC mit. "Unser Ziel ist keine Eskalation, sondern eine faire Lösung auf Augenhöhe. Dafür stehen wir jederzeit bereit", sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro.
© dpa, aero.de | Abb.: Lufthansa | 14.03.2026 18:39


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