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Die "Maetiga" fährt unter libyscher Flagge. Aktuell passiert der Tanker Portugal - und wird in den nächsten 48 Stunden an einem britischen Hafen anlegen.
Nach Informationen der "Financial Times" liefert die "Maetiga" die vorerst letzte bekannte Ladung Flugtreibstoff für den britischen Markt. Die Zeitung beruft sich auf Daten von Kpler und Vortexa.
Weitere für Großbritannien bestimmte Lieferungen hängen wegen der Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran seit Wochen im Persischen Golf fest. Als Reaktion auf Angriffe der USA und Israels hat Teheran die Meerenge geschlossen, durch die in Normalzeiten 20 bis 25 Prozent der globalen Öllieferungen laufen.
Großbritannien ist wegen rückläufiger Raffineriekapazität im Land in hohem Grad auf Importe angewiesen. Bis zu 70 Prozent des an britischen Flughäfen vertankten Kerosins wird aus dem Ausland geliefert, rund jeder zweite Liter Flugtreibstoff stammt aus Bezugsquellen im Nahen Osten.
Wie viel Kerosin Großbritannien noch in Reserve hat, ist nicht ganz klar. Die "Financial Times" zitiert aber Marktbeobachter, nach denen Fluggesellschaften in Großbritannien - bei anhaltenden Lieferausfällen - bereits Ende April 2026 mit Kerosinengpässen konfrontiert werden könnten. Soweit muss es aber nicht kommen.
Importe aus den USA
Regierung und Importeure suchen derzeit unter Hochdruck alternative Bezugsquellen. "Das System kommt nicht zum Erliegen - es sortiert sich neu", sagte Kpler-Analyst Matt Stanley der "Financial Times".
Am Montag dockte ein Schiff mit einer Kerosinlieferung aus Lagos am walisischen Ölhafen Milford Haven an. Auch die Kerosinimporte aus Indien, den USA und den Niederlanden liefen derzeit hoch, hieß es.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 31.03.2026 12:41







Kommentare (2) Zur Startseite
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Die aktuelle Weltlage ist wirklich zirkusreif.
Dann kann es ja nicht so schlimm sein, wird nur ziemlich teuer werden...