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Keine Einigung zu FCAS

FCAS-Modell auf der Paris Air Show 2019
FCAS-Modell auf der Paris Air Show 2019, © Airbus

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BERLIN - Mehrere Fristen sind ohne Einigung verstrichen. Nun steht das europäische Fighter-Projekt FCAS laut einem Medienbericht vor dem Abbruch - nach "Handelsblatt"-Informationen ist ein letzter Dialog zwischen Deutschland und Frankreich gescheitert, sich auf ein gemeinsames Vorgehen zu verständigen.

Das europäische Kampfjetprojekt FCAS steht vor dem Aus.

Wie das "Handelsblatt" berichtet, lief ein finaler Vermittlungsversuch zwischen Deutschland und Frankreich vor einem Spitzentreffen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim anstehenden EU-Gipfel ins Leere.

Merz hatte den Ex-Chef des Rüstungskonzerns KMW, Frank Haun, beauftragt, mit der französischen Seite Wege für eine Fortsetzung des Projekts zu finden. Für Frankreich verhandelte der frühere Direktor der Rüstungseinkaufsbehörde Laurent Collet-Billon. 

FCAS steht für "Future Combat Air System" und wäre bei einer Realisierung das größte und teuerste europäische Rüstungsprojekt. Die Gesamtkosten werden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt. Deutschland, Frankreich und Spanien ringen seit Monaten um eine Realisierung des Projekts.

Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Der Plan ist, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französische Rafale ab 2040 ablöst.

Im Industriekonsortium bestehen Spannungen zwischen Airbus und Dassault. Dassault beansprucht die alleinige technologische Projektleitung, Airbus pocht auf verhandelte Arbeits. und Kompetenzpakete.

Als Grundsatzproblem hatte Merz zuletzt genannt, dass Frankreich ein anderes Flugzeug vorschwebt als Deutschland. "Ganz konkret, die Franzosen brauchen in der nächsten Generation der Kampfflugzeuge ein atomwaffenfähiges und ein flugzeugträgerfähiges Flugzeug. Das brauchen wir in der deutschen Bundeswehr gegenwärtig nicht."

Von deutscher Seite wurde deswegen die Option ins Spiel gebracht, FCAS mit zwei Flugzeugen zu realisieren. Frankreich will nach Angaben von deutscher Seite aber nur eins bauen - und dies auf seine eigenen Bedürfnisse ausrichten.

Wenn FCAS tatsächlich abgeblasen wird, könnte Airbus im Auftrag der Bundeswehr ein eigenes Luftkampfsystem entwickeln - und gegebenenfalls Saab als neuen Parnter einspannen.
© aero.de | Abb.: FCAS | 20.04.2026 08:44

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Beitrag vom 21.04.2026 - 16:16 Uhr
Wer einen langen, blutigen Stellungskrieg wie in der Ukraine oder in Frankreich haben will weil er garkeine politischen Lösungen sucht sondern den Gegner einfach nur ausbluten will braucht natürlich keine modernen und komplexen Waffen und auch keine moderne und kompexe Ausbildung und in Stellvertreterkriegen ist das von den lachenden Dritten auch meistens so gewollt.

Nachdem sich aber weder der erste Weltkrieg noch der Ukrainekrieg für irgendeine kriegsführende Partei so wirklich gelohnt haben meine ich es wäre seeehr viel schlauer sich an Fall Gelb, Dessert Storm, Absolute Resolve und ähnlichen Aktionen welche im Rückblick meistens zwar nur temporäre aber grundsätzlich durchaus nachhaltige politische Lösungen ermöglicht haben orientieren.


Was war dann das für ein Spaghetti-Schwurbel?
Weder im Irak 1991 noch in Venzuela 2026 haben unbemannte, automatische Systeme in hoher Stückzahl irgendeine Rolle gespielt.
Im Iran und in der Ukraine spielen sie dagegen eine entscheidende Rolle.


Sowohl im Iran als auch in der Ukraine haben Minen bzw. die Unfähigkeit diese schnell und viel zu räumen (aufgrund mangelhafter Angriffsvorbereitung) eine entscheidende Rolle gespielt wobei Drohnen erst lange danach ins Spiel kommen und dann lediglich eine weiterentwickelte bzw. fliegende Form der IEDs darstellen.
Demensprechend durchwachsen ist dann auch deren Bilanz gegen alles was halbwegs modern und kein 'weiches Ziel' ist.


Die Amerikaner haben schon Maduros Leibwächter aus dem Hubi heraus mit Mikrowellen gegrillt (scheint also doch sicher anwendbar zu sein ... deine Zitate kannst du selber suchen) und werden das in Zukunft dann auch mit Drohnen machen und dann ist das Thema auch wieder vom Tisch.
Die Lektion dabei wird sein dass man mit ziviler Technik doch einiges reißen kann und in Zukunft zumindest bei Verbrauchsmaterial wie z.B. den Mini-Marschflugkörpern welche gerade aufkommen stark darauf achten wird.
Wenn man sich mal anschaut was im Automobilbereich mit ebenfalls hohen Anforderungen an Feuchtigkeit, Temperatur, Schwingung usw. inzwischen alles möglich ist hätte man das aber auch vorhersehen können.
Ein Augsburger Startup names "RFA" ist gerade sogar dabei eine Orbitalrakete mit über einer Tonne Nutzlast aus Automotive Teilen zu bauen ...


Ich finds immer lustig wenn behauptet wird die Drohnen würden sich ja ach so schnell weiterentwickeln oh Gott oh Gott denn zum einen entwickeln die sich mangels Finanzierung und Kapazitäten (in) der Ukraine nicht besonders schnell wenn man bedenkt was dieselbe zivile Technologie in anderen Anwendungen alles hergibt und zum anderen entwickeln die sich ganz klar in die Richtung konventioneller Waffensysteme.
Bei deren neueren Designs ist schon nicht mehr ganz klar was eine Langstreckendrohne und was ein Marschflugkörper sein soll und Abfangdrohnen schauen auch immer mehr wie Raketen aus und sind es z.B. im Fall der "Cicada" von Diehl teilweise sogar schon.
Beitrag vom 21.04.2026 - 14:01 Uhr
Man sollte daher das ganze FCAS Debakel beerdigen und das Geld in 10-20 kleinere und strukturell einfachere Projekte aufteilen, sofern 5-10 Mrd ein kleines Projekt sind, und Zukunftsfähigere Lösungen entwickeln als ein als ein bemanntes Kampfflugzeug, das bestenfalls 2040 fertig wird.

Das kann man machen, damit begiebt man sich allerdings in eine 100% Abhängigkeit der USA, da europa kein 5. Generation Flugzeug im Angebot hat. Diese Systeme sind nicht wichtig für die Kriegsführung in der Breite, sie spielen aber aufgrund ihrer Fähigkeiten eine zentrale Schlüsselrolle.

Für mich stellt sich genau wie bei Patriot und Starlink bei solchen Projekten eigentlich nur die Gegenfrage: kann man sich die Abhängigkeit leisten?
Beitrag vom 20.04.2026 - 22:53 Uhr
Wer einen langen, blutigen Stellungskrieg wie in der Ukraine oder in Frankreich haben will weil er garkeine politischen Lösungen sucht sondern den Gegner einfach nur ausbluten will braucht natürlich keine modernen und komplexen Waffen und auch keine moderne und kompexe Ausbildung und in Stellvertreterkriegen ist das von den lachenden Dritten auch meistens so gewollt.

Nachdem sich aber weder der erste Weltkrieg noch der Ukrainekrieg für irgendeine kriegsführende Partei so wirklich gelohnt haben meine ich es wäre seeehr viel schlauer sich an Fall Gelb, Dessert Storm, Absolute Resolve und ähnlichen Aktionen welche im Rückblick meistens zwar nur temporäre aber grundsätzlich durchaus nachhaltige politische Lösungen ermöglicht haben orientieren.


Was war dann das für ein Spaghetti-Schwurbel?
Weder im Irak 1991 noch in Venzuela 2026 haben unbemannte, automatische Systeme in hoher Stückzahl irgendeine Rolle gespielt.
Im Iran und in der Ukraine spielen sie dagegen eine entscheidende Rolle.

Spektakuläre Erfolge sind möglich aber sie benötigen eine spektakuläre Vorbereitung auf Übungsplätzen, in Labors, Hinterzimmern usw.

Es mag sein dass spektakuläre Vorbereitung von Industrie und Militär (wieder) fehlende Vorbereitung der Politik zu einem großen Teil ausgleichen kann aber nachdem wir in Deutschland ja schon fest mit politischer Inkompetentz planen müssen können wir uns einfach keine Inkompetenz der Industrie mehr erlauben.

Das sind so spektakulär nichtssagende Sätze, dass die nicht mal von einer KI stammen können...

Dieser Beitrag wurde am 20.04.2026 23:06 Uhr bearbeitet.


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