"Die Party ist vorbei"
Älter als 7 Tage

Fraport fühlt sich von Lufthansa übervorteilt

Lufthansa in Frankfurt
Lufthansa in Frankfurt, © Fraport AG

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FRANKFURT - Die Bodenabfertigung von Lufthansa-Flügen in Frankfurt ist für Fraport ein Verlustgeschäft. Flughafenbetreiber und Airline verhandeln "intensiv" über einen neuen Vertrag - Fraport wertet die bisherigen Lufthansa-Konditionen als "Subvention" und fordert ab 2027 eine "vollständige Kostendeckung".

Lufthansa und Fraport handeln neue Konditionen für die Bodenabfertigung am Drehkreuz Frankfurt aus. Und dabei geht es zwischen den Systempartnern offenbar ordentlich zur Sache.

"Wir stehen derzeit in engem Kontakt mit der Lufthansa", sagte Fraport-Finanzvorstand Matthias Zieschang am Dienstag in Frankfurt. "Wir befinden uns in intensiven Verhandlungen."

Unter den aktuellen Lufthansa-Konditionen zahlt Fraport laut Zieschang seit fünf Jahren gewaltig drauf.

"Es handelt sich um einen enormen kumulierten Verlust, den wir erlitten haben", sagte Zieschang. "Sozusagen war das eine Subvention für Lufthansa. Und wir haben klargestellt, dass die Party jetzt vorbei ist. Ab 1. April nächsten Jahres muss der neue Vertrag eine vollständige Kostendeckung gewährleisten."

In diesem Punkt gebe es für Fraport auch "keinen Spielraum" für Kompromisse, stellte Zieschang klar. "Das Ergebnis ist Kostendeckung oder kein Vertrag."

Insgesamt habe Fraport mit Lufthansa eine "gute, produktive und kooperative Beziehung", sagte Zieschang. "Am Ende des Tages reden wir (bei der Abfertigung, Red.) aber über ein personalintensives Geschäft."

Wechselt Lufthansa zu Swissport?

Lufthansa könne die Frankfurter Bodenabfertigung wie in München auch selbst in die Hand nehmen - oder an einen externen Dienstleister vergeben. "Dann stellen wir unser Geschäft ein, das ist auch ok", sagte Ziescheng. "Aber wir sind nicht länger bereit, eine Airline weiterhin zu bezuschussen."

Neben Fraport bietet Swissport Abfertigungsdienste am Frankfurter Flughafen an, hat laut Zieschang aber nur 10 Prozent Marktanteil. Über Nacht könnte Swissport die Lufthansa-Abfertigung in Frankfurt kaum übernehmen - Zieschang rechnet daher mit einer zeitnahen Entscheidung.
© aero.de | Abb.: Lufthansa, A. Mohl | 07.05.2026 14:38

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Beitrag vom 08.05.2026 - 09:07 Uhr
Hoffentlich wird das quasi Monopol der Fraport bald beendet. Als LH Passagier versuche ich immer in München statt in Frankfurt umzusteigen.
Welches Monopol. Es gibt in FRA neben FRAport mindestens 6 weitere Bodendienstleister für Flugzeug- und Passagierabfertigung. Davon, mit Vollabfertigungslizenz, Swissport und WISAG.
Beitrag vom 08.05.2026 - 07:03 Uhr
Hoffentlich wird das quasi Monopol der Fraport bald beendet. Als LH Passagier versuche ich immer in München statt in Frankfurt umzusteigen.
Beitrag vom 07.05.2026 - 22:04 Uhr
Die Wartezeiten auf Koffer sind in Frankfurt oft eine Zumutung. Woran es liegt mag nicht zu beurteilen.


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