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Airbus erhält für Forschung und Entwicklung neuer Technologien mit drei Milliarden Euro eine Rekordsumme von der Europäischen Investitionsbank (EIB).
Eine Vereinbarung zu einer ersten Kredittranche in Höhe von einer Milliarde Euro wurde diese Woche in Brüssel von der EU-Förderbank und Airbus unterzeichnet.
Mit dem zinsgünstigen Darlehen soll Airbus seine technologische Führungsrolle in der zivilen und militärischen Luftfahrt weiter ausbauen, hieß es. Die Finanzierung stärke Europas technologische Souveränität und industrielle Exzellenz in der Fertigung, hieß es weiter.
Eine konkrete Mittelverwendung wird nicht genannt. Aus dem Kredit finanzierbare Teilprojekte, etwa Investitionen in ein modernes Produktionssystem und effiziente Antriebssysteme, lassen die Szene aber aufhorchen.
"Das ist eine große Anschubfinanzierung für den Nachfolger des A320", sagte Michael Santo von der Münchner Beratung H&Z der "WirtschaftsWoche".
Airbus plant komplette Neuentwicklung
Airbus spricht inzwischen offen und bisweilen recht detailtief über einen A320neo-Nachfolger. Das Modell werde in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre serienreif und "signifikant anders" als die aktuelle Generation sein, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury erst im Februar 2026 der "Flug Revue".
Ein Eckpunkt des Konzepts sind Kohlefaser-Flügel mit sehr großer Spannweite, die ein komplexes Produktionssystem erfordern: Airbus muss die Tragflächen in höchster Qualität und großen Stückzahlen herstellen können.
Das nächste Airbus-Standardmodell werde "20 bis 25 Prozent" effizienter fliegen als die keinesfalls überdurstige aktuelle A320neo, sagte Faury 2025 bei einer Luftfahrtkonferenz der US-Handelskammer in Washington.
Die Effizienzvorgaben an die Konstrukteure will Airbus je zur Hälfte über Triebwerkstechnologie und "aerodynamische Verbesserungen, ein geringeres Gewicht und längere Tragflächen" erreichen. Für einen Open-Rotor-Ansatz bei den Triebwerken, wie ihn CFM im Forschungsprogramm RISE verfolgt, zeigt sich Airbus technologieoffen.
Ein Blended-Wing-Design, in dem Tragflächen und Kabine eine Einheit bilden, schloss Faury hingegen schon aus. Der Ansatz eigne sich eher "für größere Großraumflugzeug", sagte der Manager. Als Blended Wing verpackte kleinere Maschinen würden zu dick, die aerodynamischen Eigenschaften seien hier nicht ideal.
EIB: Europa unterstützt seine Champions
Der Airbus-Kredit ist die bisher größte Unternehmensfinanzierung der EIB. EIB-Präsidentin Nadia Calviño sagte, das Leuchtturm-Projekt sei innerhalb von rund sechs Monaten genehmigt worden. "Das zeigt, dass Europa schnell und in großem Umfang handeln kann, um seine Champions zu unterstützen und sich im neuen geopolitischen Umfeld stärker zu positionieren."
Der Betrag spiegle den hohen Investitionsbedarf von Europas führendem Luft- und Raumfahrtkonzern wider, der sich im globalen Wettbewerb weiterhin behaupten will, so die EIB.
Konkret soll die Finanzierung den weltgrößten Flugzeugbauer Airbus bei bis 2030 geplanten Investitionen in Spitzentechnologien und integrierte Systeme für die zivile Luftfahrt sowie für Sicherheits- und Verteidigungslösungen unterstützen, hieß es.
Die Zeitachse bis 2030 deckt sich mit Airbus-Plänen, zwischen 2027 und 2030 Eckpfeiler für den A320neo-Nachfolger zu setzen.
Die EIB mit Sitz in Luxemburg ist nach eigenen Angaben die weltgrößte Förderbank und als EU-Institution für langfristige Finanzierungen zuständig - und war auch bei früheren Airbus-Programmen mit an Bord. Die Eigentümer sind die Mitgliedstaaten. Die Bank soll grundsätzlich Investitionen unterstützen, die zur Erreichung der politischen Ziele der EU beitragen.
Keine direkte Anschubfinanzierung möglich
Die Entwicklungskosten für einen A320neo-Nachfolger werden auf bis zu 20 Milliarden Euro geschätzt.
Direkte staatliche Anschubhilfen für die Auflage neuer Flugzeugprogramme sind dabei ausgeschlossen. Deutschland, Frankreich und Spanien hatten sich nach langem Rechtsstreit und einer Beschwerde der USA innerhalb der WHO verpflichtet, Airbus keine programmgebundenen Entwicklungskredite mehr zu gewähren.
© aero.de, dpa | Abb.: Airbus | 01.07.2026 10:38








Kommentare (3) Zur Startseite
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Ich denke es wird sich zwischen Uktrafan oder Open Rotor entscheiden. Ggf. Ja sogar beide Optionen. Open Rotor für Kurz- und Mittelstrecke und Uktrafan für Langstrecken? Man weiß es halt noch nicht, das werden die nächsten Jahre dann zeigen.
hoffentlich ist Merz dann ein besserer Interessenvertreter als Merkel. Das FCAS stimmt mich optimistisch.