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Lufthansa: Notlandung in Athen ging Fehlalarm voraus

Lufthansa Airbus A321
Lufthansa Airbus A321, © Lufthansa

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ATHEN - Erst eine Warnleuchte im Cockpit, dann starker Geruch: Warum eine Lufthansa-Crew in Athen auf Notrutschen setzte und wie sich der Vorfall am Ende aufklärte.

Nach dem vermuteten Notfall in einem Lufthansa-Flugzeug auf dem Weg von Athen nach München sind nach Angaben der Airline alle Passagiere an ihren Zielorten angekommen. Das gelte auch für die drei Passagiere, die leicht verletzt worden waren, als die Insassen das Flugzeug über Notrutschen verlassen mussten, wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte.

Das Flugzeug war am Montagnachmittag nach einer Warnmeldung im Cockpit kurz nach dem Start zurückgekehrt. Wegen starken Geruchs in dem Flugzeug, der an Kerosin erinnert haben könne, habe sich die Crew nach Ankunft in Athen für den Einsatz von Notrutschen entschieden, erklärte die Lufthansa.

Passagiere konnten Krankenhaus rasch verlassen

Dabei verletzten sich drei Passagiere leicht. Sie kamen in ein Krankenhaus, das sie nach kurzer Zeit wieder verlassen konnten, wie die Sprecherin nun auf Anfrage mitteilte.

Während des Fluges habe eine Warnleuchte ein Feuer in einem Hilfstriebwerk angezeigt - ein Fehlalarm, wie sich nach der Landung herausgestellt habe, erklärte die Sprecherin. Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass der Geruch von außen in das Flugzeug gedrungen sei. Er stammte den Angaben zufolge von einem dieselbetriebenen Fahrzeug, das in der Nähe stand.

Flugzeug bald wieder im Regelbetrieb

An Bord des Airbus A321 waren laut Lufthansa 177 Passagiere und 7 Crew-Mitglieder. Das Flugzeug soll den Angaben zufolge heute nach München überführt und voraussichtlich gegen Ende der Woche wieder im Linienbetrieb eingesetzt werden.

"Nach eingehender Untersuchung des Flugzeugs und Rekonstruktion der Geschehnisse können wir sagen, dass die Sicherheit an Bord zu keiner Zeit gefährdet war", erklärte die Sprecherin. Die Situation sei zu jeder Zeit unter Kontrolle gewesen.
© dpa | 14.05.2026 17:08

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Beitrag vom 15.05.2026 - 17:19 Uhr
Ganz genau. Es geht einzig und allein um die Einschätzung der Piloten und damit der genannten Meldung (hier Mayday). Nur die Crew kann die Situation einschätzen und sie entscheidet.

Es erfolgt keine Diskussion ob der Klassifizierung. Auch im Nachgang nicht..

Ja es war ein Fehlmeldung des Systems. Das kann man in der Luft aber unmöglich feststellen. Von daher ist Mayday hier auch richtig gewählt..es erfolgte eine Notlandung inkl allen Verfahren am Boden.

Vielleicht hat sich der Fehler dann selbst gelöscht oder verschwand nach Abschuss des Löschers. Dann wäre das Abrollen zum Parkplatz erklärbar. Aber LAND ASAP stand sicher auf dem ECAM und das hat die Crew auch getan.

Der Rest ist Aufarbeiten der Ereignisse

Beitrag vom 15.05.2026 - 10:28 Uhr
Es gibt durchaus Berichte, in denen Notlandung mit Sicherheitslandung verwechselt wird.
Hier ist dies aber nicht der Fall.

In diesem Fall hat der Pilot eine Luftnotlage erklärt, weil er zum Zeitpunkt des Vorfalls vom Schlimmsten ausgegangen ist und wie bereits menschmeier und Heinzi geschreiben haben, ist es dabei irrelevant, ob sich der Vorfall später als Fehlalarm herausgestellt hat.

Entscheidend ist, wie der Pilot die Situation einschätzt und welche Meldung er dann absetzt.

Beitrag vom 15.05.2026 - 10:04 Uhr
Das war immer noch keine Notlandung.

Doch war es, sie Crew declared Mayday (laut Aviation Herald) und damit ist es ein Notfall und eine Notlandung.

Bei PanPan oder sonstiger außerplanmäßiger Landung spricht man dann von Sicherheitslandung.


Nein, das hat nichts mit der Meldung einer Notlage zu tun sondern mit der Art des Problems. Bei einer Notlandung besteht eine akute Gefahr für Leib und Leben, die sofortiges Handeln erzwingt. Eine Sicherheitslandung ist eine bewusste, geplante Entscheidung, um eine potenzielle Gefahrensituation zu vermeiden. Den Unterschied sollte ein Luftfahrt-Portal kennen.>

In dem Moment der APU fire Warning bestand aus Sicht der Piloten und des ECAM "Land asap" eine Gefahr für Leib und Leben und deswegen auch der Mayday Call und sofortige Landung. Insofern war es eine Notlandung. Dass sich dies später als eine Fehlwarnung ohne Faeur und tatsächliche Gefahr herausstellt, ist da mal unerheblich.


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