Neues Drehkreuz
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Wie 400 Meter Unterschied Ethiopian Airlines helfen
BISHOFTU - 40 Kilometer südlich von Addis Abeba entsteht ein neues Megadrehkreuz für Ethiopian Airlines: Äthiopien baut seit Januar 2026 einen neuen Flughafen - bereits die Anfangskapazität liegt bei 60 Millionen Passagieren. Für Ethiopian Airlines bietet die Lage des Flughafens einen entscheidenden Vorteil.
Ethiopian Airlines entwächst ihrem Drehkreuz. Noch schöpft der Bole International Airport in Addis Abeba seine auf 22 bis 25 Millionen Jahrespassagiere geschätzte Kapazität zwar nicht vollständig aus - für die Wachstumspläne von Ethiopian Airlines ist das aber absehbar zu wenig.
Nach Medieninformationen verhandelt die Fluggesellschaft aktuell mit Airbus über eine künftige A220-Flotte - und weitere A350-900. Die Maschinen könnten bereits für einen neuen Flughafen bestimmt sein: Seit 10. Januar 2026 laufen 40 Kilometer südlich der Hauptstadt die Bauarbeiten für ein neues Ethiopian-Drehkreuz.
Der Flughafen Bishoftu (BIA) soll bereits 2030 mit zwei Parallelbahnen und einer Anfangskapazität von 60 Millionen Passagieren in Betrieb gehen - mittelfristig kann das neue Afrika-Drehkreuz auf vier Runways, 270 Parkpositionen und 110 Millionen Fluggäste pro Jahr wachsen.
Mehr Passagiere, mehr Fracht, längere StreckenHerzstück des von Zaha Hadid Architects geplanten Drehkreuzes ist ein Terminal in X-Form mit vier Flugsteigen. Die Flughafenmacher sprechen von einem "visionären Projekt" für ganz Afrika.
Mit 12,5 Milliarden US-Dollar zählt der Flughafen aktuell zu den größten Investitionsvorhaben auf dem Kontinent, Ethiopian Airlines steuert 30 Prozent zur Finanzierung bei. Das neue Drehkreuz ist für die Airline nicht nur unter Wachstumsgesichtspunkten sinnvoll.
Der Bole Airport liegt 2.334 Meter über Meer - die Höhe schränkt Ethiopian Airlines im Flugbetrieb ein. Der neue Flughafen entsteht rund 400 Meter tiefer. "Im Zusammenspiel mit den längeren Runways wird die geringere Höhe Ethiopian Airlines helfen, ihre maximalen Abfluggewichte zu optimieren und mehr Passagiere und Fracht auf längeren Strecken zu befördern", teilten die Flughafenplaner mit.
© aero.de | Abb.: Zaha Hadid Architects | 17.05.2026 00:34
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Beitrag vom 17.05.2026 - 16:55 Uhr
"Der neue Flughafen entsteht rund 400 Meter tiefer. "Im Zusammenspiel mit den längeren Runways ...."
Wirklich schade, dass ein Fachartikel die Länge der Runways auslässt. Ich habs mal selbst gegoogelt - Abschreiben ging nicht, da alle anderen Publikationen ähnlich faul waren, aber in nem PDF für Investoren stehen die Details:
Bishoftu International Airport is designed to be a state-of-the-art facility with a focus on high capacity and operational efficiency. The airport will ultimately feature four parallel runways, each designed to accommodate large wide body aircraft. These runways are strategically separated to maximize capacity and ensure smooth operations. Among the four runways, the two central runways will be 4,800 meters long, providing ample space for the largest aircraft. The southernmost runway will be slightly shorter at 4,250 meters, while the northernmost runway will be 3,800 meters long. Notably, only the two central runways will
be constructed during the first development phase, with the remaining runways to be added as part of future expansions.
P.S: Der Artikel darf gerne mit den obigen Daten aktualisiert werden.
Dieser Beitrag wurde am 17.05.2026 16:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.05.2026 - 13:42 Uhr
Das geht jetzt aber sehr in die Wirtschaftskritik. Auch wenn ich viele Punkte teile - andere nicht. Du füllst den Korb jetzt mit vielen verschiedenen Sorten Äpfeln und Birnen. Die kausalen Zusammenhänge, die Du voraussetzt, existieren nicht unbedingt.
Beitrag vom 17.05.2026 - 12:27 Uhr
Nun ja.
Das Geld von den Investoren kommt primär ja nicht aus Wertschöpfung durch steigende Produktion, sondern durch steigendes Finanztransaktionsvolumen. Und das kommt woher? Kleiner Tipp: Die Interventionsmilliarden der EZB haben sich ja nicht in Luft aufgelöst, sie liegen nur woanders. Und geradestehen tun dafür nicht die, die sie benutzen. Man sollte vor der Finanzindustrie vielleicht noch Respekt habe, aber keine Angst. Auch ein Leopard ist ausserhalb seines Lebensraums nur eine hungernde Katze und nicht überlebensfähig.
Die bloße Verlagerung von Luftverkehrs erhöht dessen Volumen übrigens auch nicht sonderlich.
Natürlich ist die Lage der entscheidente Punkt. Ausländische Investoren schöpfen auf Basis solcher geopolitischer Vorteile den Großteil des damit erzielbaren Gewinns ab, Gegenleistungen für Land und Leute sind zweifellos vorhanden, aber begrenzt. Nannte man früher Kolonialismus, heute internationale Verflechtung.
Ob ein Projekt, das nur den Kuchen anders verteilt statt neuen zu backen, indirekt von denen gesponsert werden muss, die einkaufen, backen und liefern, muss jeder selber beurteilen.
Und wenn alles so prächtig läuft fürs Land, dann ist es doch positiv, wenn es sich künftig selbst versrgen kann und auf ausländische Hilfe nicht mehr angewiesen sein wird.
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Wirklich schade, dass ein Fachartikel die Länge der Runways auslässt. Ich habs mal selbst gegoogelt - Abschreiben ging nicht, da alle anderen Publikationen ähnlich faul waren, aber in nem PDF für Investoren stehen die Details:
Bishoftu International Airport is designed to be a state-of-the-art facility with a focus on high capacity and operational efficiency. The airport will ultimately feature four parallel runways, each designed to accommodate large wide body aircraft. These runways are strategically separated to maximize capacity and ensure smooth operations. Among the four runways, the two central runways will be 4,800 meters long, providing ample space for the largest aircraft. The southernmost runway will be slightly shorter at 4,250 meters, while the northernmost runway will be 3,800 meters long. Notably, only the two central runways will
be constructed during the first development phase, with the remaining runways to be added as part of future expansions.
P.S: Der Artikel darf gerne mit den obigen Daten aktualisiert werden.
Dieser Beitrag wurde am 17.05.2026 16:56 Uhr bearbeitet.
Das Geld von den Investoren kommt primär ja nicht aus Wertschöpfung durch steigende Produktion, sondern durch steigendes Finanztransaktionsvolumen. Und das kommt woher? Kleiner Tipp: Die Interventionsmilliarden der EZB haben sich ja nicht in Luft aufgelöst, sie liegen nur woanders. Und geradestehen tun dafür nicht die, die sie benutzen. Man sollte vor der Finanzindustrie vielleicht noch Respekt habe, aber keine Angst. Auch ein Leopard ist ausserhalb seines Lebensraums nur eine hungernde Katze und nicht überlebensfähig.
Die bloße Verlagerung von Luftverkehrs erhöht dessen Volumen übrigens auch nicht sonderlich.
Natürlich ist die Lage der entscheidente Punkt. Ausländische Investoren schöpfen auf Basis solcher geopolitischer Vorteile den Großteil des damit erzielbaren Gewinns ab, Gegenleistungen für Land und Leute sind zweifellos vorhanden, aber begrenzt. Nannte man früher Kolonialismus, heute internationale Verflechtung.
Ob ein Projekt, das nur den Kuchen anders verteilt statt neuen zu backen, indirekt von denen gesponsert werden muss, die einkaufen, backen und liefern, muss jeder selber beurteilen.
Und wenn alles so prächtig läuft fürs Land, dann ist es doch positiv, wenn es sich künftig selbst versrgen kann und auf ausländische Hilfe nicht mehr angewiesen sein wird.