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Zu wenige Buchungen: Skyhub PAD zieht die Reißleine

DAT ATR 72-600 für Skyhub PAD in München
DAT ATR 72-600 für Skyhub PAD in München, © Flughafen München

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PADERBORN - "Unausweichlicher Schritt": Skyhub PAD stellt den Flugbetrieb zum 10. Juni 2026 ein. Damit endet ein deutschlandweit einzigartiges Airlineprojekt - eine Initiative der lokalen Wirtschaft hatte eine Hubanbindung an das Lufthansa-Hub München sichergestellt. Am Aus sind nicht nur gestiegene Kerosinkosten schuld.

Skyhub PAD stellt ihren Betrieb - und damit die Zubringerflüge von Padeborn/Lippstadt nach München - zum 10. Juni ein.

Als Grund gibt die Airline "die zu hohen Kosten am Standort Deutschland" an, die "den weiteren Flugbetrieb unmöglich" machen.

Skyhub PAD hatte Ende 2025 an die von Lufthansa aus wirtschaftlichen Gründen eingestellten Zubringerflüge mit Gerät und Flugpersonal von DAT angeknüpft. Lufthansa zollte der Initiative der lokalen Wirtschaft mit einem Codeshare Respekt.

"Unabhängig von vielen positiven Entwicklungen hat sich in den vergangenen Monaten gezeigt, dass das Geschäftsmodell von Skyhub PAD für den innerdeutschen Flugverkehr nicht trägt", heißt es in einer Mitteilung. "Auch durch den Iran-Krieg und eine signifikante Erhöhung der Kerosinpreise haben sich die Kosten ungünstig entwickelt."

Geringe Nachfrage, hohe Kosten

Vor allem blieben aber die Buchungszahlen hinter den Erwartungen der Skyhub-Macher zurück. Skyhub PAD hatte die München-Strecke mit 90.000 Jahrespassagieren kalkuliert. Die Kalkulation war knapp - Erlöse von 13,5 Millionen Euro sollten 13,2 Millionen Euro Betriebskosten decken.

"Die finanzielle Entwicklung macht (...) die Einstellung des Flugbetriebs erforderlich", erklärte die Airline.

Die Initiative Skyhub PAD hatte im März 2025 konkrete Formen angenommen. Damals gründeten 36 Unternehmen und Privatpersonen die Skyhub PAD GmbH & Co. KG. Im April 2025 folgte die Vertragsunterzeichnung mit der ausführenden Fluggesellschaft DAT, am 1. September 2025 startete der Flugbetrieb.

Seitdem fanden mehrere Kapitalerhöhungen statt, in deren Rahmen die Zahl der Gesellschafter auf 103 angewachsen war.

Das innerdeutsche Zubringergeschäft rechnet sich auch für Lufthansa immer weniger. Zuletzt stellte der Konzern die hochfrequente Verbindung Bremen-Frankfurt zur Disposition.
© aero.de | Abb.: Flughafen Paderborn | 27.05.2026 14:34

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Beitrag vom 29.05.2026 - 08:54 Uhr
Die Verbindung Lübeck - München hat das gleiche Schicksal getroffen. Kein Bedarf, zu hohe Kosten.
Aber wieso, das ist doch das Flugzeug, was sich hier Viele wünschen? Das klappt auch nicht? Obwohl hier die vermeintlichen Kunden in Vorleistung gegangen sind?

Da steht (noch) "Macht die Landratswiesen endlich dicht.", nicht: legt die Flieger still!

Vielleicht gibt es einfach Strecken, die sich nicht rechnen, wie BRE, DRS oder LEJ nach FRA. Wenn man 700Mio Verlust auf der Kurzstrecke macht, dann fliegt einfach alles raus, was Geld kostet und keines verdient und somit entbehrlich ist. Am Ende sind es die Zahlen.

Eben, und die machen auch weitere - immer wieder geforderte - Subventionssenkungen, auf Kosten der Allgemeinheit, nicht rentabel !
Einfache Marktwirtschaft: wo keine Nachfrage, da braucht es auch kein Angebot.
Schön das Sie das endlich akzeptieren.
Beitrag vom 29.05.2026 - 08:47 Uhr
... Stellt man eine Verbindung ein, fehlt womöglich genau der Grenzpassagier, der als Umsteiger eine andere Verbindung erst profitabel gemacht hätte ...

Und Sie meinen, die Verantwortlichen bei LH würden genau das nicht berücksichtigen, also blind alles kürzen was auf den ersten Blick eun Minus zeigt?
Ich persönlich glaube _das_ nicht ...
Beitrag vom 28.05.2026 - 14:46 Uhr

... dann fliegt einfach alles raus, was Geld kostet und keines verdient und somit entbehrlich ist. Am Ende sind es die Zahlen.

Grundsätzlich richtig, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht mit der Entbehrlichkeit.
Auch der defizitär beförderte Passagier leistet einen Deckungsbeitrag.
Auch die defizitäre Verbindung leistet einen Deckungsbeitrag.
Stellt man eine Verbindung ein, fehlt womöglich genau der Grenzpassagier, der als Umsteiger eine andere Verbindung erst profitabel gemacht hätte.
Die Kette ließe sich beliebig fortsetzen...
Im Grenzbereich braucht man, wenn alles mit allem zusammenhängt, schon ziemlich gute Instrumente, um das genau messen zu können.


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