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Zuletzt hatte es im Oktober vergangenen Jahres Spekulationen über ein Übernahmeangebot der schweizerischen Großreederei MSC gegeben. Auch andere Akteure hätten ein Auge auf Easyjet geworfen, hatte die italienische Zeitung "Corriere della Sera" damals berichtet.
Easyjet wird an der Börse auf Basis des Schlusskurses vom Freitag mit drei Milliarden Britische Pfund (3,5 Milliarden Euro) bewertet. Auf Jahressicht hat die Aktie fast ein Drittel eingebüßt. Nach Bekanntwerden des Betaville-Berichts war das Easyjet-Papier am Freitag zunächst um bis zu sieben Prozent nach oben gesprungen. Aus dem Handel ging die Aktie ein Prozent höher.
Es gebe keine Gewissheit, dass es ein Gebot geben werde, hieß es in der Mitteilung von Castlelake weiter. Man habe noch nicht mit dem Verwaltungsrat gesprochen.
Vor gut einer Woche hatte Easyjet wegen hoher Kerosinpreise und später Buchungen weiterhin keine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 abgegeben. Für das wichtige Sommerquartal von Juli bis September seien erst 40 Prozent der Tickets verkauft und damit drei Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr, hatte die Rivalin von Ryanair und Eurowings mitgeteilt.
Die Last-Minute-Buchungen im Monat des Reisebeginns seien jedoch weiterhin stark. Das Management hat den Preis für die billigsten Tickets erhöht und setzt bei den hauseigenen Kosten den Rotstift an.
Wegen der stark gestiegenen Treibstoffpreise infolge des Iran-Kriegs und der schwer einschätzbaren Buchungslage hält Easyjet-Chef Kenton Jarvis es immer noch für unsicher, wie das Geschäftsjahr für das Unternehmen finanziell ausgeht.
In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres bis Ende September dürften die Stückkosten schon ohne Treibstoff um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigen, schätzt er. Die Treibstoffkosten seien erst recht schwer vorherzusagen, weil die Preise stark schwankten.
Gewinnwarnung
Easyjet hatte bereits Mitte April eine Gewinnwarnung veröffentlicht und den Aktienkurs damit auf den niedrigsten Stand seit 2022 geschickt. Im gewöhnlich reiseschwachen ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März hatte die Gesellschaft ihren Umsatz zwar um zwölf Prozent auf 3,95 Milliarden britische Pfund gesteigert.
Wegen deutlich höherer Betriebskosten wuchs der saisontypische Winterverlust vor Steuern aber um 40 Prozent auf 552 Millionen Pfund. Unter dem Strich legte der Fehlbetrag von 297 Millionen auf 377 Millionen Pfund zu.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 29.05.2026 21:20







Kommentare (10) Zur Startseite
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"Condor-Schulden erklärt: Was am 30. September alles abgerechnet wird"
antun.
Ist eine Recherche von zwei Journalisten ;)
Ein Muster dafür könnte auch eine Ferienfluggesellschaft sein, die ab 30. September genau vor diesem Problem steht.
Welche meinen Sie da?
Condor.
Hä? Hab ich irgendwas verpasst in Sachen Condor Eigentümer?
Sieht so aus. Der gepostete Link ist Murks und vieles darin falsch. Der beschreibt zB. was die polnische PLG alles mit Condor macht usw. Scheint ziemlich outdated, eine seriöse Quelle ist das jedenfalls nicht.
Das Ganze ist ziemlich komplex und verschachtelt. In a Nutshell - am 30. Sep 2026 muss Attestor ihre Kaufoption für die restlichen Condoranteile ausführen. Damit reißen sie aber die Ownership und Control Limits. Dafür braucht es eine Lösung.
Eine Lösung wäre ein EU-konformer Käufer von mindestens 51% der Anteile. Danach, stand heute, sieht es nicht aus, zumindest ist nichts bekannt. Aber eine Lösung muss her, sonst würde am 1. Oktober eine bekannte Airline vermutlich Klage wegen Verstoß EU-Recht einreichen.
Danach hätte Castlelake ein ähnliches Problem wie Attestor.
Ja das ist wohl so. Deshalb gibt es ja die 'Untegangsszenarien' ... .