Rechenleistung
11:42 Uhr

SpaceX schließt Milliardendeal mit Google

SpaceX Starship
SpaceX Starship, © SpaceX

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AUSTIN - Elon Musk hat mehr Computer-Kapazität als seine KI-Aktivitäten brauchen. Nun gibt es schon den zweiten Riesen-Deal, in dem die Rechenzentren an Rivalen vermietet werden: Elon Musks Weltraumfirma SpaceX wird in den kommenden Jahren jeden Monat 920 Millionen Dollar von Google für vermietete Rechenleistung kassieren.

Google braucht die Computer-Kapazität für seine Dienste mit Künstlicher Intelligenz. Die Vereinbarung läuft von Oktober dieses Jahres bis Ende Juni 2029. In einem ähnlichen Deal bezieht auch die KI-Firma Anthropic für 1,25 Milliarden Dollar pro Monat in einem mehrjährigen Deal Rechenleistung von SpaceX.

Musk ließ in SpaceX seine eigene KI-Firma xAI aufgehen, für die mehrere Rechenzentren gebaut wurden. Nach der vor einigen Wochen bekanntgegebenen Abmachung mit Anthropic erklärte er, dass für die KI-Aktivitäten von SpaceX eines der Rechenzentren ausreiche.

Bei xAI und nun SpaceX wird der KI-Chatbot Grok entwickelt, der weniger genutzt wird als ChatGPT von OpenAI, Anthropics Claude und Googles Konkurrenzsoftware Gemini.

Indem Musk Anthropic und Google dringend benötigte Rechenleistung vermietet, hilft er den Unternehmen zugleich im Wettbewerb mit dem Konkurrenten OpenAI, gegen den er als einstiger Mitgründer seit Jahren eine Fehde führt. KI-Infrastruktur ist teuer. Google stellte allein für dieses Jahr Kapitalinvestitionen von bis zu 190 Milliarden Dollar in Aussicht, die vor allem in Rechenzentren gehen sollen.

SpaceX kann das Geld gut gebrauchen

SpaceX will kommende Woche an die Börse gehen und strebt dabei eine Gesamtbewertung von 1,7 Billionen Dollar sowie Rekordeinnahmen von 75 Milliarden Dollar an. Die reinen Geschäftszahlen von SpaceX stehen in einem krassen Kontrast zu dem angestrebten Börsenwert - die Anleger sollen eher für die Hoffnung auf künftige Erfolge zahlen.

So gab es im vergangenen Jahr rote Zahlen von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar. Allein schon die Vermietung der Rechenzentren wird diese Zahlen deutlich aufbessern.
© dpa, aero.de | Abb.: SpaceX | 07.06.2026 11:42

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Beitrag vom 07.06.2026 - 12:36 Uhr
Zusätzlich zu den aktuell auflaufenden Verlusten durch xAI beruht die von SpaceX im IPO-Prospekt genutzte Bewertung von 1,700 Mrd$ ebenfalls zu satten 86% auf angeblich durch Grok/AI erzielbaren Umsätzen/Gewinnen, die etwa auf Höhe des weltweit existierenden IT Gesamtmarkts für Software "geschätzt" wurden.

Da sich nun rausstellt, dass heute so wenige Kunden Grok von xAI nutzen, dass xAI jetzt schon massiv freie Rechenzentrums-Kapazitäten hat, während OpenAI, Anthropic und Google Gemini aus allen Nähten platzen, sollte das die Güte dieser Schätzung doch erheblich in Frage stellen und die Bewertung des Raumfahrt-AI Konglomerats deutlich nach unten korrigieren.

Dazu die ganzen offenen Baustellen und ausbleibenden Durchbrüche beim über-ambitionierten Starship
 https://www.bernd-leitenberger.de/blog/2026/05/30/wenn-ihr-geld-zum-verbrennen-habt/
Bin mal gespannt, ob der IPO nicht doch noch abgesagt wird, bis zumindest das Starship seine LEO Fähigkeiten nachgewiesen hat oder xAI brauchbare Frontier-Modelle veröffentlicht, die sich nicht nur durch ihre fehlenden Missbrauchs-Sicherungen auszeichnen.

Dieser Beitrag wurde am 07.06.2026 12:51 Uhr bearbeitet.


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