Rekord-IPO
Älter als 7 Tage

SpaceX schraubt Erwartungen an Börsengang etwas zurück

SpaceX Starship
SpaceX Starship, © SpaceX

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AUSTIN - Elon Musks Weltraumfirma SpaceX plant - nach Medienberichten - noch in diesem Monat einen Mega-Börsengang. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA stoppt nach einer Panne beim letzten Teststart vorerst alle weiteren Flüge der Riesenrakete Starship. Auch bei der anfänglichen Bewertung muss SpaceX wohl Abstriche machen.

Vor dem geplanten Rekord-Börsengang von SpaceX zeigt der Investorenprospekt, dass die Weltraumfirma von Tech-Milliardär Elon Musk Milliardenverluste schreibt.

So gab es im vergangenen Jahr rote Zahlen von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro). Ein Grund für das Minus sind die hohen Kosten für die Entwicklung der großen Rakete Starship.

Die absolvierte gerade den ersten Teststart in neuester Ausführung "V3" - der war nur ein Teilerfolg.

Das Starship V3 startete vom Weltraumbahnhof des Unternehmens im US-Bundesstaat Texas, flog eine Weile durch das Weltall - und kam dann rund eine Stunde später wie geplant inmitten eines Feuerballs im Indischen Ozean auf. Die untere Raketenstufe landete im Meer nahe dem Startplatz.

Weil an beiden Raketenstufen aus zunächst unbekannter Ursache Triebwerke ausfielen, konnte der Test nicht komplett wie geplant verlaufen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat für eine Untersuchung die Starship-Testflüge zunächst gestoppt.

Mit dem Börsengang will SpaceX bis zu 80 Milliarden Dollar einnehmen. "Bloomberg" berichtet unter Berufung auf Insider aber, dass SpaceX die abgesetzte Bewertungserwartung von zuletzt 2,0 Billionen US-Dollar um zehn Prozent auf 1,8 Billionen garde nach unten korrigiert hat.

Musk kontrolliert SpaceX dem Börsenprospekt zufolge mit einem Stimmrechtsanteil von gut 85 Prozent. Grundlage dafür sind Aktien mit mehr Stimmrechten. Laut dem Prospekt wird Musk auch nach dem Börsengang das Sagen haben - und könnte nach Medienberichten eine Zusammenlegung von SpaceX und Tesla andenken.

SpaceX spielt mit seinen Raketen eine Schlüsselrolle für das amerikanische Raumfahrtprogramm. Das Unternehmen betreibt zudem den Satelliten-Internetdienst Starlink.

Im ersten Quartal dieses Jahres schrieb SpaceX einen Verlust von 4,28 Milliarden Dollar bei rund 4,7 Milliarden Dollar Umsatz. Starlink ist der zentraleGeldbringer: Im ersten Quartal stammten aus dem Geschäft mit Satelliten-Internet Erlöse von 3,26 Milliarden Dollar. Starlink hat inzwischen rund 10,3 Millionen Kunden in 164 Ländern.

Starship soll Satelliten günstiger in Umlaufbahnen absetzen

In die Riesen-Rakete Starship investierte SpaceX schon insgesamt mehr als 15 Milliarden Dollar. SpaceX geht davon aus, dass die Rakete nach Abschluss aller Tests im zweiten Halbjahr 2026 kommerzielle Flüge machen kann. Sie soll die Kosten für die Beförderung ins All deutlich senken.

Mit Starship sollen auch Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden, mit denen Internet aus dem All direkt auf Smartphones nutzbar wird.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: SpaceX | 01.06.2026 06:20


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