Geschwader 51
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Bundeswehr trainiert mit Tornados am Flughafen Hamburg

Tornado der Luftwaffe
Tornado der Luftwaffe, © Bundeswehr

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HAMBURG - Sechs Tornado-Kampfflugzeuge der Bundeswehr trainieren diese Woche am Hamburger Flughafen - parallel zum regulären Flugbetrieb. Was hinter der Übung steckt.

Am Hamburger Flughafen ist es diese Woche etwas lauter als sonst. Seit Montag sind am zivilen Helmut-Schmidt-Airport sechs Tornado-Kampfflugzeuge der Bundeswehr stationiert, die noch bis Freitag zwischen 9.00 und 18.00 Uhr parallel zum normalen Flugbetrieb Starts und Landungen üben.

"Das taktische Luftwaffengeschwader 51 Immelmann hat für diese Woche den Trainings- und Übungsflugbetrieb hier an den Flughafen Hamburg verlegt", sagte der Geschwader-Kommodore, Oberst Jens Schumacher.

Morgens und nachmittags bis zu vier Tornados in der Luft

Jeweils morgens und nachmittags seien bei der Übung "Dispersed Operations 2026 - Panther Shield" bis zu vier Tornados im Einsatz, um ihr übliches Trainingsprogramm abzuspulen. Für die Logistik und Wartung seien rund 100 Soldatinnen und Soldaten vom eigentlichen Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein abgeordnet. Ziel der Übung sei, die Zusammenarbeit der zivilen Partner und der Bundeswehr zu verstärken, "um in einem Verteidigungsfall oder Ernstfall flexibel reagieren zu können", sagte Schumacher.

Luftstreitkräfte zeichne aus, dass sie agil und flexibel seien. Und dazu gehörten auch Übungen auf ziviler Infrastruktur, sagte Oberst Schumacher. Und dass die Abschreckungsfähigkeit im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung gestärkt werden müsse, "können Sie tagtäglich in den Nachrichten verfolgen".

Schumacher wies aber auch darauf hin, dass die Tornados, die von Jagel nach Hamburg nur etwa fünf Flugminuten brauchten, ohne Waffen trainieren.

Leonhard: "Sicherheit braucht Übung"

Die für den Flughafen zuständige Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) sagte: "Sicherheit braucht Übung." Und zivile Flughäfen seien im Ernstfall wichtige Start- und Landeoptionen. Es gehe vor allem darum, die Abläufe zu proben, insbesondere die Logistik. "Diese Übung ist deswegen ein konkreter Baustein für den Schutz des Luftraums in Norddeutschland."

Der Flughafen stehe ausdrücklich für solche Zwecke zur Verfügung, sagte Leonhard. "Die Betriebsgenehmigung des Flughafens umfasst die zivile Nutzung in bestimmten Uhrzeiten, aber eben auch zu jeder Zeit Sonder- und Spezialflüge und damit auch militärische."

Flughafenchef Christian Kunsch sagte, der Airport mit seinen rund 15 Millionen Passagieren im vergangenen Jahr habe als Verkehrsknotenpunkt vielfältige Aufgaben, sei etwa während der Corona-Zeit wichtiger Anlaufpunkt für den Transport von Masken und Impfstoffen gewesen.

Fluglärmgegner kritisch

Kritisch äußerten sich dagegen der Umweltverband BIG Fluglärm und die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF). Fluglärmschutz dürfe nicht dort enden, wo militärische Interessen beginnen, sagte der Hamburger BIG-Vorsitzende und BVF-Vize, Martin Mosel. "Wer zivile Flughäfen militärisch nutzt, muss auch den Schutz der betroffenen Bevölkerung sicherstellen."

Er forderte eine eigenständige Bewertung der Übung, eine transparente Dokumentation und eine öffentliche Diskussion über die Auswirkungen.
© dpa | 08.06.2026 15:50

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Beitrag vom 10.06.2026 - 05:46 Uhr
Etwas Off-Topic:
An 2 Tagen hab ich schon eine Staffel von mehreren A400 bewundern dürfen.
Die flogen im Luftraum G, also unterhalb 2500Fuß. Der ungewöhnliche Klang machte neugierig.
Seit die Ju52 nicht mehr fliegt hört man solche markanten Propellergeräusche kaum noch.
Für mich kein Lärm!
Die flogen, laut FR24, von Wunstorf runter bis an die Alpen um dann westlich weiter am Alpenrand entlang bis zum Rhein und dann hoch bis zur Lahn um dann wieder östlich und nördlich zurück zum Ausgangsflughafen zu fliegen.
Zwischendrin gab es mehrere Runden, wie z.B, im Bereich Limburg/Lahn und auch eine 360° Runde in Bayern war mit dabei.
Laut FR24 mit über 24.000 Besuchern der am meisten angesehene Flug...

Dieser Beitrag wurde am 10.06.2026 05:47 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.06.2026 - 20:45 Uhr
Ich bin wirklich niemand, der berechtigte Bürgerinteressen grundsätzlich müde weglächelt. Und dass nicht jeder Fluglärm so entspannt sieht wie mancher Luftfahrtenthusiast, leuchtet mir ebenfalls ein.
Aber wer meint, das eigene Militär verursache zu viel Lärm in Hamburg, der recherchiere mal, welchem Lärm zuletzt feindliches Militär eben dort verursacht hat.
Beitrag vom 08.06.2026 - 17:49 Uhr
Huuh, vom 9 bis 18 Uhr, die arme lärmgeplagte Bevölkerung. Hoffentlich weiß Putin davon und kommt nicht morgens um fünf, da könnte ja jemand um seinen Schönheitsschlaf gebracht werden!


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