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Umstrittene Abflugroute "Cindy S" wird weiter untersucht

Lufthansa Cargo Boeing 777F
Lufthansa Cargo Boeing 777F, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die umstrittene neue Abflugroute "Cindy S" vom Frankfurter Flughafen Richtung Südhessen sorgt in einigen Gemeinden für deutlich weniger Lärm, andere werden spürbar mehr belastet. Dies zeigten weitere Messungen, die bisherige Ergebnisse und Prognosen bestätigten, teilt das Forum Flughafen und Region (FFR) mit.

Die Route wird seit Juli 2025 geflogen, dabei wird ein Bogen um dicht besiedelte Gebiete im Norden Darmstadts gemacht. Es handelt sich um einen Probebetrieb.

Aktuelle Auswertungen zeigten ein weitgehend vollständiges Bild der Ent- und Belastungen, heißt es in der Mitteilung. Entlastet würden Weiterstadt-Gräfenhausen und Darmstadt-Arheilgen. In Arheilgen sei der Dauerschallpegel tagsüber um mehr als neun Dezibel und nachts um mehr als sieben Dezibel geringer.

Dagegen steige die Belastung in Erzhausen, Egelsbach und im Norden von Darmstadt-Wixhausen. In Erzhausen habe der Dauerschallpegel um mehr als fünf Dezibel zugenommen, in Wixhausen um die zwei Dezibel.

Auch Wechsel der Routen untersucht

Unter anderen habe die Gemeinde Egelsbach vorgeschlagen, eine Benutzung der alten und der neuen Route jeweils zur Hälfte zu beurteilen. Die Auswirkungen wären demnach durchwegs negativ, heißt es in der Mitteilung.

Weitere Auswertungen und Messungen sollen folgen. Die Ergebnisse sollen im September 2026 der Fluglärmkommission vorgestellt werden, in der die Anrainerkommunen des größten deutschen Flughafens vertreten sind. Im Dezember werde die FLK entscheiden.

Das Forum Flughafen und Region (FFR) betreibt unter anderem das Monitoring der Auswirkungen des Flughafens auf die Region. Das Forum ist eine Dialogplattform für die Luftverkehrswirtschaft und die Region Rhein-Main.
© dpa | Abb.: Lufthansa Cargo | 18.06.2026 16:31

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Beitrag vom 19.06.2026 - 12:32 Uhr
Machen wir uns mal nix vor: Diese 5 dB mehr an "Dauerschallpegel" gemäß Fluglärmschutzgesetz, also vereinfacht gesagt gemittelt über 24h x 6 Monate, wobei Lärm unter einer bestimmten Schwelle auf 0 gerechnet wird, bedeuten pro Jahr Tausende von Überflügen mit 10-20 dB(A) höheren Spitzenwerten als vorher.

Ich kann die Leute, die sich über eine so große und zudem derartig willkürliche Verschiebung von Lärm von A nach B beschweren, schon verstehen.

Ein "Bei Dir wird es jetzt noch lauter als vorher schon, damit es bei denen da drüben etwas leiser wird." muss für die dadurch negativ Betroffenen enorm frustrierend sein.
Man fragt sich ja, wer "da drüben" eventuell wohnen mag, der mit diesem gezielten Schlenker in einer Flugroute sein eigenes Ruhebedürfnis durchsetzen lässt...

 https://www.hessenschau.de/wirtschaft/flugroute-cindy-s-sorgt-fuer-aerger-buergermeister-schreiben-brandbrief-v1,cindy-s-brandbrief-100.html

Basierend auf Lärmschutz-Definition der TA Lärm, die für Industriebetriebe gilt, müssten die meisten Flughäfen eh geschlossen werden. FRA als allererstes... Ich befürchte, dass solche unnötigen Spielchen die Akzeptanz des sehr großzügig definierten Sonderstatus des Fluglärms massiv gefährden.


Dieser Beitrag wurde am 19.06.2026 12:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.06.2026 - 18:26 Uhr
Manchmal wünscht man sich die 707 zurück! Die mit den Rolls Royce Motoren, und nicht die mit dem JT3!

Dieser Beitrag wurde am 18.06.2026 18:27 Uhr bearbeitet.


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